Kategorie-Archive: Trauersymmetrie

Vom Missbrauch der Kunst

Von | 3. Dezember 2021

Jetzt ist es soweit: 2G. Also eigentlich 1G – denn nach einem halben Jahr wird das G der Genesenen schon wieder ausradiert. Fast die Hälfte der Menschen wird von Literatur und Musik ausgeschlossen. Warum? Es soll Druck auf die Menschen ausgeübt werden. Aber, man erinnere sich, gilt nicht der Grundsatz: „mein Körper gehört mir“? Vom… Weiterlesen »

Windjammer

Von | 22. August 2021

Müssen nicht klagen : vor der Küste Weht meist steife Brise : furcht  Das Haar und die Wellen : Felder Der Endmoräne : alles ist hergetragen Durch die Lüfte : stolz blähen sich Segel überm Horizont : wenn wir Diese Freiheit hätten : uns Einander zuwehen zu lassen : nach All den Stürmen : die… Weiterlesen »

Heiße Semiotik

Von | 24. Juli 2021

Gedichte und Kaffee, in dieser Reihenfolge setzten wir uns auseinander Auseinander gesetzt worden waren wir zum erstenmal in der ersten Klasse: die Gebote der Jungpioniere * galten sie? Kalt * * vermerke ich: dieser Vers ist kein Schluss

Willys Traum

Von | 27. Februar 2021

  Willy hatte einen merkwürdigen Traum. Darin träumte ihm, dass er der Herrscher irgendeines Landes war, das im Traum nicht weiter bestimmt war, der absolute Herrscher. Und natürlich, dem Willy im Traum war völlig klar, dass eine solche absolute Herrschaft heute nicht lange funktionieren würde. Natürlich war Willy ein aufgeklärter absoluter Herrscher, es galt also… Weiterlesen »

Dein Museum : Für die Musen

Von | 30. November 2020

f. U.R. & R.B. Hier in F. füttern sie die Ultras mit Politik. Wasserhäuschen allerorten, eine Frage der Tradition. Der Arbeiter-Samariter-Bund erhielt eine eigene Schule, sollen sie sich doch selbst, ohne fremde Hilfe, zugrunde-richten. Du hattest die gleiche kehlige Schwarte um den Hals wie ich: „Ouma, sollisch dier die Flasche uf-f’n Nischel hauen?!“ Wir lachten.… Weiterlesen »

Eine Stunde

Von | 30. Oktober 2020

Wurde uns geschenkt : damit wir Durchs Laub gleiten : beinahe geräuschlos Fällt es herab : die Äpfel schwimmen Im Fließ : wir stechen das Ruder Ins Flache und stoßen uns ab Die Abstoßungskräfte : sie wachsen Den Worten wohnt Unerbittlichkeit Inne : jeder ist nur auf sich selbst Bedacht : saure Gurken In Dillsoße… Weiterlesen »

Featuring : Aleksandr Blok : Juli 1902

Von | 28. Oktober 2020

Denn grausam knackt der Abendfrost, Kommt Wind auf, der an Mauern schlägt… Mit leisen Schritten tappt ein Kind Kaum hörbar murmelnd auf dem Weg. Gesichtslos kaltes Sich-Erinnern – Wie Pixel körnig-grünen Eises Bleibt unser Schauen stets im Innern Des unauflöslich runden Kreises.

gesänge aus den unterwelten

Von | 15. Oktober 2020

wohin ziehen die dichterinnen wenn der wald verschwindet wohin die dichter ohne die gebirge sie müssen maulwürfe werden und sich eingraben im dunklen den schritten lauschen die über sie hinweggehen die erde durchpflügen auf der suche nach würmern da singen die maulwürfe wird man ihnen nachrufen sie werden es nicht mehr hören in ihrem reich… Weiterlesen »

kundün

Von | 5. Juli 2020

du sitzt auf dem dach der welt und knabberst erdnüsse deine zerschlissenen schuhe tragen noch den staub der flucht bereite dich vor auf die rückkehr ins haus wir kommen alle zum einzug auch die schneelöwen

landschaftsaufnahmen kommen in mode

Von | 17. April 2020

13. april ostermontag wir zählen die zeit anders nach der auferstehung in infizierten toten geheilten es bleibt immer eine dunkelziffer beim sterben wir sollten die zeit wieder in gebrochenen lieben zählen autounfällen oder geschafften abschlussprüfungen von bäckerlehrlingen einen impfstoff gegen kriege hat noch keiner erfunden nicht einmal die vereinten nationen bald wird der letzte sommervollmond… Weiterlesen »

Parabolischer Hyperbelast, elliptisch getrieben

Von | 24. März 2020

Zweimal hatten sie ihr nun schon den Rechner lahmgelegt, ihr Arbeitsgerät. Ja bilden die sich wirklich ein, dass sie das dürften?! Sie begann zu atmen, Bilder glitten ineinander und verwandelten sich eins ums andere ineinander. Quantentränen in Kadmiumträumen das Meer, das Meer unsäglich Lichtquanten: ich mag minimal art, ich mag David Hume. * In einer… Weiterlesen »

* * *

Von | 8. Februar 2020

Wind – Gesang Wessen wovon? Kindes Gang Durch die Sehnsucht des Schwerts, Schmerz zu sein. Die Menschen hegen den Tag des Todes Untrüglich: Liebster Blüte Duft Hohe Saiten, glaubt mir, In der Hand des Ostens Lassen heute erzittern die Luft. Und sein kann es, dass neuen uns Mut die Mutter vom gleißenden Berge Schenkt, und,… Weiterlesen »

göttlichkeit | das göttliche

Von | 7. Februar 2020

für C. M. tragen wir einen vers ins haus legen wir ihn neben die post die briefe aus einem anderen lebenschuppt der himmel sein blau ab die kindheit ihre letzten unbeschwerten tränen sind des himmels treiben gratwanderungen der kindheit verseaufschauend ins wolkenleere gießt sich ein tag über den anderen eine nacht über die andere ein… Weiterlesen »

kreide fressen

Von | 7. Februar 2020

hinter den tellerrändern warten die suppen die brühe kocht in meinem stadtviertel liest einer diogenes alles für die tonne ein essenstreff schließt ein neuer öffnet spezialität: braune soße! ich gehe weiter einmal um den block der wart grüßt barsch beäugt er mich seit langem wo ich wohl meine mahlzeit nehme sicher nicht bei dir mein… Weiterlesen »

Fische und Fahrzeuge

Von | 15. Dezember 2019

Der Fisch hat Stoff Der Fisch bringt Stoff zum Menschen Der Mensch speist Stoff Der Mensch arbeitet Der Mensch stellt Dinge her Dinge aus Stoff Dinge verteilen sich Dinge werden erworben Werbung wirbt Menschen werben Menschen heiraten Die Dinge werden verteilt Die Dinge verteilen sich Und werden Stoff Der Stoff ist ein Teil Der Stoff… Weiterlesen »

vorbereitung

Von | 13. Dezember 2019

versehentlich wurde ein wolf angeschossen gestern am nachmittag in der fußgängerzone zwischen dem gebäude der warenhauskette und dem feinkostimbiss erschraken die kauflustigen passanten und fremden weihnachtsmarktbesucher beim knall des schusses beim anblick des blutes verschüttete ein mann seinen glühwein versehentlich gestern fing es kurz darauf an zu schneien die spur des angeschossenen tieres führte in… Weiterlesen »

ramstein und gomorrha

Von | 25. Oktober 2019

nur ein rauschen hören wir nur ein rauschen des windes in den blättern der bäume des baches unter den bäumen des regens in den bäumen und im bach ein rauschen des alls sonst nichts es ist nacht [15. Oktober, 01:09 uhr] die toten haben sich abermals schlafen gelegt