Autor-Archive: chlebnikov

Über chlebnikov

geb. 1968 in Belaja Poljana (Rußland); seit 1990 in Deutschland ansässig; lebte und arbeitete in Chemnitz, Berlin, Warschau, Paris, Torgau, Leipzig, Odessa und Frankfurt am Main.

Und auf dem Grabstein soll man lesen

Von | 24. November 2020

Und auf dem Grabstein soll man lesen: er kämpfte gegen den Schwein-Schein/die Art// die Grammatik und riss seine/ihre Schwere von sich herunter. Er sah keinen Unterschied zwischen der menschlichen Art und den Arten aller Lebewesen und stand für die Verbreitung des Gebots & seiner Maxime „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Er nannte die unteilbaren… Weiterlesen »

Ebene sieben

Von | 17. Oktober 2020

Sangesi spricht. Sie sagen, gestorben seien die Rjurik und Romanow, Gefallen die Kalédin, Krymów, Kornílow und Koltschak… Nein! Mit den Sklaven (kämpfte/ die polnische Garde) trieb es Pan, der Durchtriebene [waren da Kastraten & Jungpioniere, barocke Avantgarde] – War Kiew schon zig.mal erobert, verbrannt. Asche, Feuer aus Eis… Der Reiche weinte: da lachte, wer arm… Weiterlesen »

* * *

Von | 8. Februar 2020

Wind – Gesang Wessen wovon? Kindes Gang Durch die Sehnsucht des Schwerts, Schmerz zu sein. Die Menschen hegen den Tag des Todes Untrüglich: Liebster Blüte Duft Hohe Saiten, glaubt mir, In der Hand des Ostens Lassen heute erzittern die Luft. Und sein kann es, dass neuen uns Mut die Mutter vom gleißenden Berge Schenkt, und,… Weiterlesen »

Absage

Von | 5. Mai 2019

Wesentlich angenehmer Die Sterne, Als ein Todesurteil Unterschrieben von mir. Wesentlich angenehmer Blumen zu lauschen, Ein Flüstern: Er! – Neigen das Köpfchen, Wenn ich durch den Garten gehe, Als dunkles Eisen Von Wachenden, die Den töten Der mich töten will Und das ist der Grund, warum ich niemals Nein, niemals Staatsführer werde

In memoriam

Von | 15. Dezember 2017

Auf dem Amt für empirische Literatur hatten sich zwei Hypochonder und eine Hysterikerin eingefunden. Die Hysterikerin hatte Vorrang. Sie hatte gerade ihren Mann mit einem alten Studienkollegen betrogen und erhoffte sich dringenden ästhetischen Beistand. Aber der Sachbearbeiter runzelte nur die Stirn. Nach einem Schweigen, das als Echo von den Wänden zurückprallte, äußerte er kurz und… Weiterlesen »

Auf der Halde

Von | 17. Oktober 2017

1. wie wär’s mit Ästhetischer Theorie / wie wär’s mit arbeit ohne freizeit / Herz ohne hose, Haut / Haut euch, mit 2. vater, das waren deine taten. / mutter, das sind deine adern / & junge-junge, ach mädel … keine grenze, nirgendwo 3. Und wie es fließt … Zu Hilfe! Von außen docken sie… Weiterlesen »

Von | 17. Oktober 2017

Ostwärts, überm Berggipfel Weiß und klar der Mond erscheint: Das Antlitz einer schönen Jungfrau Dringt voll Kraft in meinen Geist.

Fürst Jesus, der Idiot. Plädoyer

Von | 23. August 2017

Wir alle leben in einer Maschine. Betreiben eine Maschine. Schreiben, klicken. Wir alle sind eine Schreibmaschine. So seit 10 Jahren real. Ob das Literatur sei? Na ja, in der Literatur ist alles erlaubt. Wenn es gut ist. Vom Mord bis zum Ehebruch, Beleidigung, Selbsterhöhung und Fall, selbst Himmelfahrt und Gang durch die Hölle. Auch umgekehrt:… Weiterlesen »

Auf der Halde (5)

Von | 25. Juli 2017

Kein Fazit, keine Theorie der Ritualbeobachtung, höchstens ein kleines Gluonengewitter zum Ausklang der Sommermeisterschaft. Im Winter hatten diese Häuser noch Stiefel an, jeder Schaft ein abgehackter Mensch, damit die einhellig erzählte Geschichte auch auf ihr Brennholz kommt, wenigstens das Feuer nicht ausgehen lässt, Licht in der Dunkelheit, trübes Scheinen. Worauf es ankam war die Wärme… Weiterlesen »

Kastrierte Weinsorten

Von | 28. Februar 2017

Riesz-ling Müller-Schnuller oder der ganze grüne Filz schmecken nach Hirnalkoholismus, und welcher gesunde Affe möchte selbst im Vollrausch noch Mangel leiden, und überhaupt, überhaupt – Geschmack ist mehr als Gewohnheit P.S. und reden wir nicht über Nadelöhre, Karawansereien oder die Erb-

Wortwortwort

Von | 30. Januar 2017

Als Foucaust den Holocault entdeckte wurde ihm schwindelich Eine neue Genuss? Soziomos dalitätärä? Tä-tä-towie-ru kunst voll knapp unter die Haut des Denkorgans pro jizier-t, ji & jang – „forever“: Techno log.i/ie//e _____________a?

Ein schwarzer Regenbogen quer durch den Himmel

Von | 3. November 2016

Die Rede vom * wandelt sich. Im Grunde genommen fordert sie immer wieder neue Benennung. Denn unbenannt bleibt der wirkende Anfang von Himmel und Erde, Selbstbenennung erst bringt Natur hervor als Natur der zahllosen Dinge. Deshalb erkennt, wer nichts benennt, in der Anschauung feinste Feinheiten. Wer dagegen alles benennt, prägt Begriffe für die Erkenntnis des… Weiterlesen »

Stäbchen und Zäpfchen. Fragmente

Von | 11. Juni 2016

(2. Fassung) stäbchen und zäpfchen trafen sich im wald stäbchen war ein hampel mann, zäpfchen wurde laut *** zäpfchen und stäbchen trafen sich im zimmer stäbchen, eine pampel muse, zäpfchen mousse au chocolat *** stäbchen und zäpfchen treffen sich im raum stäbchen ein computer bildschirm – zäpfchens sonnenuntergang

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Von | 31. März 2014

Mne malo nado! Krajusku chleba I kaplju moloka. Da eto nebo, Da eti oblaka! Wenig brauch ich! Ein Ärschlein Brot, ‚N Tröpfchen Milch. Aber diesen Himmel Mit diesen Wolken!

yz:) x

Von | 14. März 2014

hippo hippo krates krater pater & empedokles dreht sich die sandale? padres sokra ßokrates sokra : soko krakra, vindibus per veni michail gorbatschow verschenkte die sowjetunion um die welt besser zu machen george bush nahm das geschenk an ohne die welt besser zu machen topp : oppa hoppa thomas hobbes

x:) yz

Von | 14. März 2014

magnitudo quantitas quanti quanti magnitudo magni magni addidas chanti chanti verbo liudo verba verba quantitas quanti quanti verbliudo magnitudo addidas addidas nix verbo judo chanti chanti koka yuko koka brujo magnitudo ippon nippon chantitas, quanti chanti resto liubo

Karajan Metrik

Von | 13. März 2014

Eingetreten zweimal, aber ausTreten Geht nur für immer Wie regiren Sie das orchiester? x Lauter : ihr Dampfbolzen y Schneller : Säcke & Tüten z Höher, höher Posthume Antwort: am besten gar nicht – – mini – art 🙂

Kommentarfunktion__Zhenja & Serjozha

Von | 7. März 2014

Das war der einzige Dichter, der von der Halbwelt /angenommen/ und /ins Licht gestellt/ wurde, von jenen, welche doch Verse insgesamt nicht schätzen. Später machten die Peers ihn zum /Klassiker/ – mit Hochachtung von ihm zu sprechen wurde eine Sache des guten Tons unter den Dieben. Solche Gedichte wie /Fließ über, Quetsche/, /Wieder wird hier… Weiterlesen »

Kommentarfunktion_Zhenja

Von | 15. Februar 2014

Denken, die Augen springen hinter den Worten her und versuchen ruhig zu werden Träumen, die Worte haben sich in Stimmen aufgelöst die etwas sagen, was nicht zu verstehen ist Denken, ob das etwas zu bedeuten hat, ob das Ganze nun in Ruhe oder in Bewegung ist, in welche Richtung die Ruhe noch zu wachsen vermag… Weiterlesen »

Dämonen, Dämonen

Von | 7. Dezember 2013

Michael Jackson am Ende seiner Grundausbildung im Kampf für den Frieden. Kommandant Leonidas: Immer kurbeln, ob rechts ob links, mit Mut gelingt’s. Michael: Hä? Leonidas: Wenn sie im Sichtfenster auftauchen, brauchst du am Anfang den Taschenrechner: Welche Note hattest du in Mathe? Michael: Hm-hm. Leonidas: Also nicht nachlassen. Damals an den Thermopylen hatten wir noch… Weiterlesen »