(..Waren.)

n.a.d.M.

Zwischen den ZĂ€hnen
Unter den BĂ€umen
Quillt es hervor
TrÀume
Eines unbekannten
Körpers, Sternbilder
Ohne Sterne -
Geraden
Abstrakte Unendlichkeit
Kurz vor Erfindung der Geometrie

* * *

Ein Geschehen
Dessen Eckpunkte
Wir sind und nicht sind
Kinder
Von Eltern, deren Eltern Kinder

Genre: RealitÀtsschatten

versunken

die feine Reibung von Kieselsteinen
erzeugt ein Knirschen
das ich Schritt fĂŒr Schritt genieße
umgeben von Natursteinen Zwergkiefern
und wiegenden GrÀsern
hier springt ein Bach ĂŒber Felsen
beruhigt sich im See
Spiegelbild und Tiefe
Mythen steigen auf
am Feuer
an HöhlenwÀnde gezeichnet
vertraute Spuren
die entblĂ¶ĂŸen

Genre: GemĂŒtstiefe, RealitĂ€tsschatten

Novemberlicht (fĂŒr M.)

Die Pappelallee vergoldet.
Wortfetzen hallen
ĂŒber den See.
Glitzernde Wellen
im schrÀgen Schein
der blassen Sonne.
Letzte Blumen
begleiten Gedanken
an den Sommer.
Fröstelnd zieht
der Boden sich zusammen,
atmend in den Nebel,
bedeckt sich mit Laub,
- wie die Jungfrau
mit dem Laken -
alt und doch wieder
unschuldig nach
getaner Ernte.
Vertrocknete Äpfel
im GeÀst, bewacht
vom zeternden
HĂŒter den Waldes.
Rote Beeren im
hellen GrĂŒngelb.
Vogelschar – fliehend -
mit Sehnsucht
nach WĂ€rme.

Nov. 2019

Genre: GemĂŒtstiefe

Laterna Magica

„Gerade dir muss doch klar sein, dass es solche schrĂ€gen Vögel gibt. Die nicht nur im Garten ‘rumhumpeln, sondern sich kreativ betĂ€tigen wollen. Was also hast du gegen die Idee?“, hatte Eduard einen Monat zuvor gefragt, die Visitenkarte einer Kurklinik in der Hand.

Seine Eifersucht war ein Spiegel, aus den Scherben der GeschwÀtzigkeit zusammengekehrt.

Wieder öffnet sich die TĂŒr. Wieder schĂ€lt sich Vyvyan aus seinem Frack. Sein Haar wird an den SchlĂ€fen grau. „Ich bin der Hampelmann und ende damit, diese Ă€lteren Herrschaften fĂŒr Öl und Glanz auf faltigem Papier zu begeistern. Selbst zeitweise pflegebedĂŒrftig, gebe ich den Rest meiner fettreduzierten Tage an die AG malende Kurpatienten. Dass Esther nun in der Presseabteilung der Klinik arbeitet, Prospekte mit hauchzart fröhlichen Alten zum Druck freigibt, die diese Alten an ihre Jugend erinnern, ist ein Muster im Gottesplan.“

Sie zogen in eine Stipendiatenwohung neben dem Kurgarten. Eine KĂŒnstlerwohnung, nannten sie es. Stipendiaten einer Stiftung fĂŒr betreutes Wohnen und Kurheime, das war es, was die GemĂ€lde ihnen eingebracht hatten. Wie absterbend lĂ€utete ein Kurzzeitwecker, hier war die Zeit stehengeblieben. Die Vergeber dieser Stipendien waren nicht kleinlich, es hatte reichlich Kost und Logis gegeben. Morgens frische Äpfel, all you can eat. Ein eigener Balkon mit BlĂŒmchengitter. Fliegen und Hummeln als Anschauungsobjekte, deren FlĂŒgel rotierten. Einer, zu nichts als zum MĂŒĂŸiggang begabt, an Eduards Seite. Esther klappte zuweilen das Visier ihres propellerartigen Sommerhutes nach oben, um all den anderen in die Augen zu sehen. Alte und Kranke, unsere Arbeitgeber, Wegweiser in einem lĂ€cherlichen Spiel. Keine PflegefĂ€lle, sondern rege, schimpfende, bejahrte Geister.

Vyvyan öffnet zeitig die Gardinen und lĂ€chelt ein ruhiggestelltes LĂ€cheln. Er sagt: Ich habe einen festen Arbeitsplatz. Ich werde regelmĂ€ĂŸig bezahlt, die Leute sind wach genug, ich muss ihnen nicht die HĂ€nde fĂŒhren. Hintern wischen ĂŒberlasse ich Eduard. Miranda sagt, dass er mich immer noch liebt. Ich hingegen liebe meine Schwester, wenn sie unverblĂŒmt so etwas Blumiges sagt. An meinen Augen fliegen langweilige Klischees wie eine Laterna Magica vorbei. Licht- und FeuerstĂŒrze. Ich stehe morgens auf und immer ist es heiter. Die Maisonne leuchtet, und die Alten kommen langsam auf den Gedanken, ihre schrumpeligen Finger, die runzlige HĂŒhnerhaut ihrer HĂ€nde in Farbeimer zu tauchen.

Onkel Albert wiegt den Kopf, und Esther erscheint es wie das Pendeln einer alten KĂŒchenlampe. Oder wie das Rumpeln im Obstkeller. Alberts Lieblingssport: „Vyvyan, es ist gut, dass du hier bist. Du machst etwas Solides. Auch Versicherungen vergeben Stipendien. Und Esthers Werbetexte gefallen mir, in ihrer schwarzen Schrift neben den Fotos von Gudruns Lebenselixir.“

So verharren sie in einem Konsens, fĂŒhren Reden, die das Altern ermöglichen.

Genre: Erinnerungsbrösel, Rezensionen

fĂŒr silvio

der mensch ist nichts

die menschheit sterblich

- was ist der mensch?

nichts

ohne menschheit

* * *

doch mensch nicht menschheit

menschheit kein mensch

Genre: GemĂŒtstiefe

Am Rosenberg (Sorbisch Kemnitz)

Über Berge in die Klamm geraten
Barock thront die Kirche auf dem Fels
Rosa MandelblĂŒte im Dezember
Kohlestaub rieselt leise durchs Fenster

Die Sonne hab ich im Nebel gesehen
Auf dem Vulkan mit vier Geistern getanzt
Weiße DĂ€mmerungen ĂŒber geklöppeltem Schnee
Haltet inne : Freunde : kehrt ein

Papierschlangen kreiseln vom Himmel
Munter murmelt das Wasser im Tal
Kleine Welten : eingekÀstelt von Fichten
Einer UmgebindehĂŒtte im Wald

GrĂŒn leuchten die Berge im Januar
Die Glöckchen bimmeln : wie immer
Wir wissen nicht : wie es frĂŒher war
Schön oder hart oder wunderbar

Genre: RealitÀtsschatten

windergeticht

in den nebel geschriehen krÀen
haggen die aucken
aus
dem schnee

Genre: RealitÀtsschatten

nachweihnacht

gebratene ente oder gans
der unterschied ist marginal
jedenfalls kein hÀhnchen
gestern war in der kĂŒche noch zĂ€rtlichkeit
im bratrohr
warten die trÀume

das backsteinhaus nahe der schnellstraße
hat wieder geweint
der garten legt seine plane aus licht ĂŒber die alte mauer

sag nicht
dass es dich nicht interessiert
vor kurzem noch gingen wir gemeinsam in die nacht

Genre: Rezensionen

en attendant

drei glockenschlÀge
ist der novemberschnee
bis zum ersten advent getaut
eine katze hat sieben weihnachten

Genre: Rezensionen

Fische und Fahrzeuge

Der Fisch hat Stoff
Der Fisch bringt Stoff zum Menschen
Der Mensch speist Stoff

Der Mensch arbeitet
Der Mensch stellt Dinge her
Dinge aus Stoff

Dinge verteilen sich
Dinge werden erworben
Werbung wirbt

Menschen werben
Menschen heiraten

Die Dinge werden verteilt
Die Dinge verteilen sich
Und werden Stoff

Der Stoff ist ein Teil
Der Stoff wird geteilt
Teile bilden Körper

Menschen heiraten
Bekommen Kinder

Kinder wachsen auf
Kinder werden Menschen
Der Mensch wirbt

Der Mensch denkt
Der Mensch stellt Gedanken her
Wahre und falsche

Stoff zum Denken
Stoff zum Arbeiten
Arbeit an Dingen

Menschen werden Kinder
Kinder werden Menschen

Der Mensch speist Stoff
Der Mensch bringt den Stoff zum Fließen
Der Fluss wird zum Meer

Genre: RealitÀtsschatten

vorbereitung

versehentlich
wurde ein wolf angeschossen
gestern am nachmittag
in der fußgĂ€ngerzone
zwischen dem gebÀude der warenhauskette und dem feinkostimbiss
erschraken die kauflustigen passanten
und fremden weihnachtsmarktbesucher
beim knall des schusses beim anblick
des blutes
verschĂŒttete ein mann seinen glĂŒhwein
versehentlich gestern
fing es kurz darauf an zu schneien
die spur des angeschossenen tieres
fĂŒhrte in die tiefgarage
eine hetzjagd begann
jeder wollte als erster den wolf erlegen
vor dem festbeginn
am abend rief der bĂŒrgermeister
den notstand aus
forderte er truppen der streitkrÀfte um hilfe an
der örtliche fernsehsender schickte ein kameratea

Genre: RealitÀtsschatten, Trauersymmetrie

jede liebe

hat ihre eigene sprache
vom flĂŒstern
bis zum wörterfall

bleibt manchmal nur
das gewicht des schweigens

Genre: RealitÀtsschatten

grauzeiten

nun entblÀttert sich der baum
still ist es draußen
in der dÀmmerung atmen wir frieden
berĂŒhren unsere sprache
mit den kĂŒssen des fallenden regens
ich erzÀhlte dir von den herbsttagen
der wind torkelte ums haus
und auf dem tisch lagen
gedichte von Hesse und KĂ€stner
die sehnsucht hÀngt schief im raum
nÀchte fallen ins leere
du fragst dich
nach dem grund meiner abwesenheit

Genre: GemĂŒtstiefe

RĂŒckkehr

Auf gewohnter Straße. BĂ€ume, Lichter, Plakate fĂ€rben das GedĂ€chtnis. HauseingĂ€nge riechen nur hier so. Mein Gang wird schneller, die Schatten dunkler. Ich höre die Fragen ihrer Gesichter.
Auf dem Stadtplan irre ich zwischen Namen. Taste die Stadtmauer entlang. Durch den grauen Graben hinauf zur Burg. Falken stechen in den Horizont. Er glĂŒht. Am Drehkreuz kehre ich um, sinke in das Tal. Weit bis zur Bergkette. Bin da. Ohne Ort.

Genre: GemĂŒtstiefe, RealitĂ€tsschatten

luzid

Wir spielten uns selbst und gerieten beim Sprechen in Verse.
(Peter Kurzeck)

 

die treppenstufen gezÀhlt
21   22   23
die herzschlÀge
24   25   26
oben angekommen und wieder nach unten
alles noch einmal von vorne
die treppenstufen der herzschlag

am ende die mĂŒdigkeit

und schließlich fingen wir an zu leben
im hĂ€userschatten der jordanstraße
schwammen wir stadtauswÀrts
auf der bockenheimer landstraße
wuchs das gras hoch ĂŒber den kopf
die menschen sprachen französisch
in unserer botanisiertrommel

nur reste von grĂ€sern und blĂŒten

klack klack klack
schlugen die boulekugeln aneinander
und spritzten in alle richtungen
nach staufenberg lollar gießen
tachau franzensbad frankfurt uzĂšs
wieder einmal standen wir am anfang eines neuen lebens
erst ein regen- und dann ein schneewinter *

viel spÀter der vorige sommer und der sommer davor **

 

———————————————————————-

* aus Peter Kurzeck: Übers Eis, Roman, Frankfurt am Main (Stroemfeld), 1997
** Peter Kurzeck: Der vorige Sommer und der Sommer davor, Roman, Frankfurt a. M. (Schöffling&Co.), 2019

Im Gedenken an
 Peter Kurzeck (*10.6.1943 Tachau, +25.11.2013 Frankfurt a.M.)

Genre: Erinnerungsbrösel

S.

TrÀnen netzen
mein Gesicht.
So nah wie einst,
so fern doch jetzt.
Nicht mehr eigen
Fleisch und Blut.
Unbekannte Fremde,
aufgebrochen ins
Land ohne Halt.
Zerstörung des Selbst
auf unbekanntem Pfad,
jenseits von Sinn
und Verstand.
Tastend ins Nichts,
begleitet von
dĂŒsteren Gestalten,
ohne Liebe.
Verlierend das eigene Ich.
Trostlos rĂŒcklassend mich.

Genre: GemĂŒtstiefe, RealitĂ€tsschatten

nachahmung

der dichter ahmt vogelstimmen nach



der dichter ahmt steine nach



                                              (aus Zbigniew Herbert, Gleichnis)

ihre textur ist seine handschrift
auf einem blatt des welkenden bergahorns
in seine rinde ritzt er chiffren der zeit
da ist eine klinge aus tönendem erz
die schneidet die glasfaserkabel und kehlen
der braunzungigen und braunzahnigen werwölfe
aus dem osten kommen sie in riesigen rudeln
da ist ein gefĂ€ĂŸ aus irdenem steinzeug
darin bewahren wir auf die schlagenden herzen unserer feinde
stellen sie aus in museen und liveshows
um nachahmer abzuschrecken
kein gedicht ist die nachahmung des todes wert

Genre: RealitÀtsschatten

atemĂŒbungen mit lungenfischen

wir machen atemĂŒbungen mit den lungenfischen
survivaltraining im schlamm
was das anbelangt
sind sie uns voraus
mindestens 200 millionen jahre
auch beim totenkult den liedern und gebeten
lungenfische glauben nicht an ein jenseits
eine wiedergeburt oder auferstehung
ewiges leben dauert bei ihnen höchstens 100 jahre
von ihren ahnen haben sie die lungen
und die traurigen augen

Genre: GemĂŒtstiefe

lungenfische

messe ich die welt mit dem maß der lungenfische
sind drei nÀchte noch kein vers
sieben kein gedicht
öffne ich die tĂŒr zum totenreich fĂŒr die stimmen
formen sargnÀgel einen fluss
heilige finsternis bleibe
verdammte finsternis weiche

atmen die lungenfische die tage
stehen sterne immer am firmament
krĂŒmmen sich ihre schatten gegen die unendlichkeit
ewig ist ein kurzes wort
wie viel lÀnger sein sinn
GIWE
kehrst du zurĂŒck

in ein trockenes flussbett legen wir uns zu den lungenfischen
und warten auf wasser
dass es benetzt unsere lippen unsere zunge unsere stimme
dass wir singen gegen den sturm
der aus dem felsenschlund kommt
dem menschenschlund
in deinen hÀnden hÀltst du die enden der welt

gib mir ein leichentuch und ich zeige dir ein grab

Genre: GemĂŒtstiefe

V.

Nicht gesehen von dir,
schmerzte,
trieb mich weiter und weiter.
Nie wirklich gekannt,
gehalten von dir,
machte mich haltlos.
Zeitlose Ewigkeiten in der
Vergangenheit,
LĂ€ngst vorbei, vermeintlich,
Ruhelosigkeit bis heute.

Endlose Zeiten heute
lassen dich sehen.
Im Jetzt.
Aber das Vergessen
ist schneller
als das Verstehen.
Langsames Verschwinden,
Verblassen,
ohne Wiederkehr,
ohne Abschied.

Genre: Erinnerungsbrösel, RealitÀtsschatten

Heimweg

Manchmal falle ich
in Zwischentöne,
die drÀngender hallen
als Menschen und ZĂŒge.
Gedanken sterben an Ampeln.
Wenn ich alles auf Rot setze,
zerfÀllt mein Kopf
ĂŒber Unebenheiten
der Zeit, hÀlt der Atem nicht inne
ĂŒber unerledigten Dingen.

Manchmal stoße ich
ans Innere der MĂŒdigkeit.

Genre: Erinnerungsbrösel, GemĂŒtstiefe

_ _ *

Das Perfide an der Rede vom Krieg der Geschlechter ist der Umstand, dass die MĂ€nner ihn erfunden haben. Frauen hĂ€tten also ĂŒberhaupt nur eine Chance, ihn zu gewinnen, wenn sie ihn sich zu eigen gemacht hĂ€tten. Sie taten das, indem sie ihre Nachkommen als Waffe einsetzten. Aber: “… niemals nur als Mittel, immer auch als Zweck.” (Kant) So kam es, dass sogar die Menschheit als Ausdruck des BedĂŒrfnisses, sich seines Verstandes ohne Leitung durch einen anderen zu bedienen, in Verruf geriet. Stattdessen brĂ€uchte es einen weiblichen Arminius, der das mĂ€nnliche Imperium zu stĂŒrzen als seinen Stern ĂŒber sich hĂ€ngen weiß.

Genre: RealitÀtsschatten

Mandellikör

Du wolltest nicht zahlen.
Der Klempner kam nicht. Der
alte Gigolo, und wir
badeten in
der Wanne
aus den FĂŒnfzigern,
deren Rand
bereits braun war, aus
der wir die FĂŒĂŸe
ĂŒber den Rand baumelten,
damals, in unserer
Wohnung mit dem
Teppich im engen Flur,
du sagtest,
ich mach jetzt
was Tolles,
und gingst noch mal
um kurz vor Sechs,
im Winter, bei Dunkelheit
in den Discounter, um vorne,
ziemlich weit vorne im
Regal unten links zwei
Flaschen Faber zu greifen
und auf meinem Bett
zu zerschlagen, aber –
fĂŒr die Wanne kauftest du
Mandelliqueur.

Genre: Wortmysterien

was bleibt

das laute aufgesogen
sturmböen im gemĂŒt
und die tage in die haut geritzt
nun faltet großvater
das leben zusammen
im fahlen licht des endes
sagt er
bleibt nur ein wort

Genre: Erinnerungsbrösel

abendlied

die tage frieren
wir legen uns worte um die schultern
du sprichst vom sommer
und den letzten regentagen im juli

die liebe ist ein wolf
sage ich
wir hÀtten sie erziehen sollen
nun ist sie ungebÀndigt

du hörst mich nicht
und wirfst den schatten
meines herzens aus dem raum

Genre: GemĂŒtstiefe

ramstein und gomorrha

nur ein rauschen
hören wir nur ein rauschen
des windes in den blÀttern der bÀume
des baches unter den bÀumen
des regens in den bÀumen
und im bach
ein rauschen des alls
sonst nichts
es ist nacht [15. Oktober, 01:09 uhr]
die toten haben sich abermals schlafen gelegt

Genre: Trauersymmetrie

ein licht : ereignis

.

_
° X

=

*

* *

:

Genre: Wortmysterien

Nothhaas trifft Kohlhaas im Himmel

erinnerung : vater johannes

- Wir sollen das Dehnungs-h abschaffen.
- Was? Nein. Das geht nicht…
- Kolhaas, ich soll es dir sagen.
- Wer schickt dich?
- Er.
- Und Sie?
- Weiß davon.
- Ah – Ă€h – aa. Aha. (Pause) Und die doppelten Selbstlaute?
- Kommen erst mit Hofmanns ErzÀhlungen dran.
- Warum?
- Kleist.
- Das verstehe ich nicht.
- Erst mĂŒssen Sie die Unmöglichkeit der Mitlautverdopplung begreifen.

Genre: Trauersymmetrie

Ilo

Sie war das Paradies mit der Welt die sie erschuf.
Sie war das Paradies.
Sie war das Para dies.
Sie war das Paradies mit der Welt die sie erschuf.
Sie war das Königreich.
Sie war der Boden, der herabfallende Stern.
Aus ihren Lippen brach die Musik.
Aus ihren Augen sprachen Herzen.
Sie war das Königreich der Sonne.
Des herabgleitenden Gletschers, aus tiefsten schneeweißen Bergen.
Sie ist die glitzerndste TrÀne im Sternenteich.
Sie war das Paradies mit der Welt die sie erschuf.

Genre: RealitÀtsschatten

Featuring : Robert Gernhardt : Paulus

Paulus spricht zu den Chinesen:
Tun wir, als sei nichts gewesen.

Paulus tröstet die Chilenen:
Das liegt alles an den Genen.

Paulus schimpft auf die Osmanen:
Immer muss man zweimal mahnen!

Genre: Rezensionen