Autor-Archive: Roy Kral

die jungen

Von | 16. April 2011

es tönen die jungen zur nacht, mit wehend weißen fahnen, ein knab in kummer erwacht, aus ängstlich träumenden bahnen. des sonntags nächtliche stunde, zerbricht der knab entzweih, in gesten seiner munde, gefallener engel komm herbei. so machen wir uns frei, von allen zeiten der tugend, von aller knechterei, und wählen deshalb,  die jugend.    … Weiterlesen »

der see

Von | 10. April 2011

der morgen fuhr in dämmerung und rief, so kam er… allein im see, daneben stille, im schlund eines drachen, so tief wie er selbst. hastig in angst verschluckt zu werden, im glauben der trüben wasser seele, des ewigen plätschern und rauschen, beim ersten sonnenzwinkern, verlor und verschwand.

Vergib

Von | 3. April 2011

jung wie ich war, schwamm ich hinaus und suchte, wagte, wählte, nicht scheu die türme einzureissen. ich fleh vergib das ich heraustrete alter höllenkreise. des herzens vernunft, spricht ein langes A , ich bitt vergib. A …! A …! A …!

Schwesterngesang

Von | 3. April 2011

gesänge der ehrfurcht in sehnsucht getränkt, so rufen die schwestern, sie rufen find ein. ton um ton wird alles hell, gefallene engel heulen durch die tore. glockenschlag um glockenschlag, hallts nun durch die leiber. mehret, mehret findet ein, zum großen aufbegehren. so rufen die schwestern, sie rufen, find ein.

Rotznasen

Von | 3. April 2011

ich hört, kalt ist’s, : die welt wegen der rotznasen, des coolen typus. stets überzogen, im lachen wie im weinen. TRASHFLASH  seiner list rühmend masturbiert. da ist kein platz für demut, würde, ehrfurcht und wärme, daher die rotznasen.

10. Woche Psychiatrie

Von | 30. März 2011

stets gleiche wege im kopf an türen die orakeln durch flure insgeheim vorebei an sehnsüchtig blickender fenster durch türen die fragen in räume wie taub. ich schwelg in dämmerungsnuancen trete leise

Krise

Von | 27. März 2011

wir alle sehen mit an, wie unsre seele geschunden. wir alle tragen daran, wie unsre hände gebunden. es scheint ein haufen kalter leiber, der weltenbühne ausgespiehn, darunter gütige, vor allem weiber, der menschenwürde-boden selbst entziehn. das kapital die erdenhure, trägt vor den längsten totentanz. es lahmen die herden im schwure, untergang vom menschenglanz.

IKARUS

Von | 26. März 2011

bin ein schöner junger mann, der nicht laufen kann. ERDE NEIN, ich flehe bitte lass mich wehe. SONNE  SONNE  SONNE bin ein schöner junger mann, der das fliegen kann. SONNE MEIN, ich strebe bitte lass mich lebe. SONNE  SONNE  SONNE

der Künstler II

Von | 26. März 2011

grüße dich paolo, bitte zeige mir! welch künstler werd ich sein? über felder schreiten? ganz allein? im Triasland? das natürlich gegebene nutzen und chiffrieren: CÄSAR ZESAN flüstre mir zu, ein maler ich bin um meiner hände vor dir nicht scheu stumm orakelnd ja ich bins!

März

Von | 26. März 2011

ich geh so neben her, neben meinem ich. im garten ich spazier, im schatten nun erkenn ich mich. die zweig noch kahl, es weht die klare milde luft. ein vöglein spricht zu mir, es ist der frühlingsduft.

der Künstler

Von | 26. März 2011

all künstler sind allein, schaffend in ihrm kämmerlein. fliegen über stadt und feld, ein jeder sich fürn könig hält. sie träumen tage-nächte lang, vom königreich-das niemand bezwang. die welt verlockend wie sie scheint, der künstler-der verneint.

sonntagabend

Von | 23. März 2010

sonntagabend wacht der fremde feuer schürend überm waldesrand alles sagend unverstellten blickes so wacht in dämmerstund verhallter stimmen dunkler heime – hoflichter so wacht in tausend räumen die güte um ihre mythen so wacht im schatten hereinbrechender nacht um sträucher der hänge vertrockneter erde endloser gipfel so wacht der begebenheiten um ihre mythen so wacht… Weiterlesen »