Autor-Archive: J. W. Rosch

Über J. W. Rosch

geb. 1967 in Charkiv, lebt in Frankfurt am Main. Gedichte, Prosa, Roman. Bisher bei LLV erschienen: Jokhang-Kreisel. Gedichte und kurze Prosa mit Zeichnungen von Anna H. Frauendorf (2003), Goðan Daginn. Gedichte. Mit Radierungen von Mechthild Mansel (2010).

Heiße Semiotik

Von | 24. Juli 2021

Gedichte und Kaffee, in dieser Reihenfolge setzten wir uns auseinander Auseinander gesetzt worden waren wir zum erstenmal in der ersten Klasse: die Gebote der Jungpioniere * galten sie? Kalt * * vermerke ich: dieser Vers ist kein Schluss

Liebe

Von | 23. Mai 2021

für Micha Zwischen Maß und Übermaß spannt sich eine Brücke Wie im Märchen Metalle, die sich mischen und nicht mischen: die Bewegung, Daseinsweise der Materie, hat die Wesen fest im Griff fest im Griff Loslassen!

Hommage für einen Freund durch dessen Augen

Von | 2. Mai 2021

f.P.B. „Gehe weiter. Der Mond wartet.“ „Der Blick in die Mitte ist frei.“ „Mit jedem Schlag kommst du ihm näher.“ „Jahre später fahren wir wieder aufs Meer, irgendwohin, ohne Ziel, begegnen dem Stab, eingewoben in Eis, in Stürmen, beladen mit Muscheln, mit Nacht, zeigend zu einem Pol irgendwo im Schaum.“ „Diese Linien der See, gezeichnet… Weiterlesen »

Was in diesen Augen

Von | 1. Mai 2021

Literatur sei? Eine Bewegung des Körpers, die im Kopf ankommt: Haifischflosse der Hand über dem liegenden Bauchmuskel, Drehung des Arms bis ins Schultergelenk hinein, das Zurückschieben des Wassers in der Höhe bei der Vorwärtsbewegung in Gedanken, auch der Impuls endlich aufzustehen und Finger am Handgelenk über das Papier gleiten zu lassen Der Entschluss nun aufzuhören,… Weiterlesen »

Dein Museum : Für die Musen

Von | 30. November 2020

f. U.R. & R.B. Hier in F. füttern sie die Ultras mit Politik. Wasserhäuschen allerorten, eine Frage der Tradition. Der Arbeiter-Samariter-Bund erhielt eine eigene Schule, sollen sie sich doch selbst, ohne fremde Hilfe, zugrunde-richten. Du hattest die gleiche kehlige Schwarte um den Hals wie ich: „Ouma, sollisch dier die Flasche uf-f’n Nischel hauen?!“ Wir lachten.… Weiterlesen »

Featuring : Josif Brodsky : Wiegenlied

Von | 24. November 2020

Ich gebar dich in der Wüste nicht zum Spaß. Sondern weil im bittenden Gedenken sie keinen König hat. In ihr sucht man dich umsonst. In ihr wälzt Sich des winters mehr Kälte um, als ihr Raum selbst. Manche haben Spielzeug, einen Ball, und das Haus ist hoch. Du hast für die Kinderspiele allen Sand –… Weiterlesen »

Featuring : Aleksandr Blok : Juli 1902

Von | 28. Oktober 2020

Denn grausam knackt der Abendfrost, Kommt Wind auf, der an Mauern schlägt… Mit leisen Schritten tappt ein Kind Kaum hörbar murmelnd auf dem Weg. Gesichtslos kaltes Sich-Erinnern – Wie Pixel körnig-grünen Eises Bleibt unser Schauen stets im Innern Des unauflöslich runden Kreises.

Featuring : Josif Brodskij : Erinnerung 1995

Von | 9. Mai 2020

Je n’ai pas oublié, voisin de la ville Notre blanche maison, petite mais tranquille Charles Baudelaire Das Haus war ein Sprung von Geometrie ins taubstumme Grünen des Parks, dessen Statueninfanterie, wie der Eingang zur Orangerie Bewohner – nie! lümmelte in den Alleen, abgestolpert vom Straßenknie; als sich die Fenster erhellten, war unklar – wessen und… Weiterlesen »

Featuring Esser mit Braten im Wiesengrund

Von | 16. März 2020

Sie aber : Argument und Erfahrung der gedanke, der nichts positiv hypostasieren darf außerhalb des dialektischen vollzugs, schießt über den gegenstand hinaus, mit dem eins zu sein er nicht länger vortäuscht; er wird unabhängiger als in der konzeption seiner absolutheit, in der das souveräne und willfährige sich vermengen, eines vom anderen in sich abhängig vielleicht… Weiterlesen »

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Von | 19. Oktober 2019

featuring robert gernhardt Erdogan und Ötschalan trafen sich beim Bier. Der eene war’n Terrorist, Der an’re nich‘ von hier. Erdi sacht zu Ötschalan: Wat trinkst’n du für Suppe? Ötschi saacht zu Erdogan: De Sorte Izmir-Schnuppe…

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Von | 13. Oktober 2019

featuring fried gomringer etc. sofa profanica fehlt das i lässt sich der : : : : : : : arsch hemmungslos darauf nieder ein zeichen ein zeichen stumm visuell i die stimme im innern bricht hin aus / / au ssssssssssssssssss in schreibschrift niedergelegt spürt man die kette-kette kett-e-e-e-e-e stimm Apparat in Bewegung „ist das… Weiterlesen »

Featuring : M. Ju. Lermontov : Das kleine und das große Glück („Ein Segel“)

Von | 7. August 2019

Es blinkt ein weißes Segel, leer Im bläulich-grauen Nebelstück!.. Was sucht es draußen auf dem Meer? Was ließ es hinter sich zurück?.. Es knallt der Wind mit voller Wucht Ins Tuch, bis dass der Baum sich biegt… Uf! Glück ist’s nicht, wonach es sucht, Und Unglück nicht, wovor es flieht! Darunter – himmelblauer Strom, Darüber… Weiterlesen »

Maximilian Woloschin : Die Maschine (Anfang)

Von | 12. Mai 2019

1. Wie es keinen Erfinder gibt, der Eine Maschine zeichnend, nicht davon träumte, Den Menschen zu bereichern/ zu verbessern, So gibt’s keine Maschine, die nicht der Welt gebracht hätte Drückendste Armut und Ganz neue Form der Knechtschaft. 2. Solang‘ die Hand gedrückt hielt einen Hebel, Und Wasser Das Mühlrad drehte, waren Ihre Kräfte Im alten,… Weiterlesen »

Featuring : Alexander Blok : Wegscheide

Von | 9. April 2019

Und wieder Unmögliches geträumt Fet Noch sind bleichende Fetzen am Himmel, In der Ferne kräht sacht ein Hahn. Auf des Felds Kornährengewimmel Geht plötzlich ein Lichtpunkt an. Dann dunkelt der Erlenzweige Schar, Hinterm Fluss flackert Rauch, dass Feuer werde. Und durch den Nebel wunderbar Sprengt eine unsichtbare Herde. Ich fahre durch ewig gleiche Felder, Den… Weiterlesen »

Fotografie

Von | 27. Oktober 2017

(passend zu einem deutschen Wort) Eine Erzählung * * * und papa war mein Überich und sein papa war seines und Stalingrad sein Untergrund und auschwitz war das golgatha

I

Von | 3. Februar 2017

wish you to breathe as the harp of John Mayall in happy April, happy-hap-hap, happy April happy April, happy April – in spring eightyseven

Themen oder Stile? Über einen müßigen Streit innerhalb der sog. >Ästhetik (plusprobleme)

Von | 3. Februar 2017

* * * Schnee (2) Nicht alles Gute ist es auch __________________ Kraba Was ist mathematische Vernunft? Ein Bewusstsein der Regeln des Prädikatenkalküls erster Stufe, verbunden mit der Fähigkeit eine Mannigfaltigkeit in der >>Anschauung unter einen Begriff – d.i. eine allgemeine Regel – zu subsumieren: also – – irgendetwas – – von der – –… Weiterlesen »