Kategorie-Archive: Wortmysterien

__ * _**.

Von | 14. Februar 2021

Strahlendblaue * Geometrie, Geometrie strahlend * blau, Strahlengeometrie bis * zu den Sternen und an ihnen vorbei, zu der Stelle wo einer herausfiel Ein Muskel spielt * mit sich selbst * In der Teilbarkeit * der Zahlen suchen drei Drittel * ihr Zucken, andauerndes Verwesen ** Es wächst

Und auf dem Grabstein soll man lesen

Von | 24. November 2020

Und auf dem Grabstein soll man lesen: er kämpfte gegen den Schwein-Schein/die Art// die Grammatik und riss seine/ihre Schwere von sich herunter. Er sah keinen Unterschied zwischen der menschlichen Art und den Arten aller Lebewesen und stand für die Verbreitung des Gebots & seiner Maxime „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Er nannte die unteilbaren… Weiterlesen »

[oden | wälder … wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head]

Von | 4. November 2020

[oden | wälder wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head] wörtliche rede wir legen hörrohre in die weit verzweigten enden der wälder die fein verästelten adern ihrer wurzel und blattwerke in das grüne auge mit der herbstfarbenen iris die pulst unter der rinde quillt als harz aus allen schnitten süß duftende wunden verletzungen… Weiterlesen »

wörter

Von | 2. Oktober 2020

zu risiken und nebenwirkungen fragen sie ihren schriftsteller oder dichter das flimmern der wörter beim durchspießen der ausgelegten netzhäute ihr ton wenn sie gegen die aufgespannten trommelfelle knallen ihre formen und umrisse in den ascherückständen der bücherverbrennungen wörter diese gefährlichen herz und hirnschmeichler ihr druck von hinten auf dein sternum wir nahmen sie auf als… Weiterlesen »

zeichensprache

Von | 19. August 2020

im späten licht des tages fallen regenstriche zwischen uns wir falten wortfragmente zusammen und legen sie zur erinnerung eines tages sagst du wirst du dankbar sein über die beschirmenden worte und den regen in meinem blick

eisgrau

Von | 18. Mai 2020

fächelt der atem aus dem mund fiebert die nacht nach unverbrauchten worten vor das fensterbrett habe ich ein sehnsuchtsnest gelegt aus der stimme des letzten frühlings forme ich mir eine zeit für danach

Featuring : Josif Brodskij : Erinnerung 1995

Von | 9. Mai 2020

Je n’ai pas oublié, voisin de la ville Notre blanche maison, petite mais tranquille Charles Baudelaire Das Haus war ein Sprung von Geometrie ins taubstumme Grünen des Parks, dessen Statueninfanterie, wie der Eingang zur Orangerie Bewohner – nie! lümmelte in den Alleen, abgestolpert vom Straßenknie; als sich die Fenster erhellten, war unklar – wessen und… Weiterlesen »

Parabolischer Hyperbelast, elliptisch getrieben

Von | 24. März 2020

Zweimal hatten sie ihr nun schon den Rechner lahmgelegt, ihr Arbeitsgerät. Ja bilden die sich wirklich ein, dass sie das dürften?! Sie begann zu atmen, Bilder glitten ineinander und verwandelten sich eins ums andere ineinander. Quantentränen in Kadmiumträumen das Meer, das Meer unsäglich Lichtquanten: ich mag minimal art, ich mag David Hume. * In einer… Weiterlesen »

Featuring Esser mit Braten im Wiesengrund

Von | 16. März 2020

Sie aber : Argument und Erfahrung der gedanke, der nichts positiv hypostasieren darf außerhalb des dialektischen vollzugs, schießt über den gegenstand hinaus, mit dem eins zu sein er nicht länger vortäuscht; er wird unabhängiger als in der konzeption seiner absolutheit, in der das souveräne und willfährige sich vermengen, eines vom anderen in sich abhängig vielleicht… Weiterlesen »

* * *

Von | 15. März 2020

Nun werde ich endlich geliebt um der Liebe willen. Kälte im Ostwind auf früh erwachenden Tages Lippen. Nun werde ich auch geliebt vor den leeren Spiegeln, keine Bilder darin als die reine, die nackte Geometrie. Nun werde ich wieder geliebt für das Kind einer Liebe, die aus Zweien eins macht mit Rest Un- endlich. *… Weiterlesen »

flugbahnen

Von | 2. März 2020

        grauer fels                einer mondnacht entstiegen flogst ins gestirnte augen-                                             licht                                                                                   zerschlissen… Weiterlesen »

Elf Strophen

Von | 12. Februar 2020

Ewig & gesund. Tam tam tam tam Tam tam tüta Tam tam tam tam tam Tüta tüta tüta tüta Tüta tüta tüta tüta Tütatüta tütatüta tütatüta Tütatüta tütatüta tütatüta Tütatatüta tütatüta tütatüta Tüta tütatüta tütatüta tütatüta tütatüta Tütatüta tütatüta tütatatüta Tütatüta tütatüta tüta Tütatüta tütatüta tütatüta tütatüta Tütatüta tütatüta tütatatüta Tütatüta tütatüta tüta Tütatüta tütatüta… Weiterlesen »

Mandellikör

Von | 30. Oktober 2019

Du wolltest nicht zahlen. Der Klempner kam nicht. Der alte Gigolo, und wir badeten in der Wanne aus den Fünfzigern, deren Rand bereits braun war, aus der wir die Füße über den Rand baumelten, damals, in unserer Wohnung mit dem Teppich im engen Flur, du sagtest, ich mach jetzt was Tolles, und gingst noch mal um… Weiterlesen »

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Von | 19. Oktober 2019

featuring robert gernhardt Erdogan und Ötschalan trafen sich beim Bier. Der eene war’n Terrorist, Der an’re nich‘ von hier. Erdi sacht zu Ötschalan: Wat trinkst’n du für Suppe? Ötschi saacht zu Erdogan: De Sorte Izmir-Schnuppe…

tastsinne fallen mir ein

Von | 5. Oktober 2019

ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett (Nancy Hünger)   werden begleitet heute von oboen die wörter fadenscheine in der nacht zwischen straßenbahnschienen stolpert einer über das kopfsteinpflaster gucken aus den häusern fenster aus den fenstern leute welche leute haben abgestellt um die hausecken einsamkeit ein zwei einsamkeiten für jeden holt sie am morgen… Weiterlesen »

Dreifünfundvierzig

Von | 18. September 2019

Das ist ein Kloster: Wodka, Gelächter Alles zeremoniell Und der Abt In Pluderhose Sie schreiben einen Brief An den türkischen Sultan, Ihre Ordensregel Ein Kreuz in Bewegung Grenztruppen der Zarin, Rang ohne Abzeichen & keine Truppenfahne .

Endlich Strammeln

Von | 16. September 2019

Frühmorgens kommt der Stinkefuß Verpaßt mir einen Hinkekuß Es trillerpfeift ein kleines Maul „Papa : lieg nicht rum so faul“ Ob tot : ob foht oder lebendig sind sie Meine Kinder : Mara : Ulf & Thomas Wenn sie sich um mich versammeln „Papa : hör jetzt auf zu gammeln“ Spätabends wenn ich fallend lalle… Weiterlesen »