Autor-Archive: soundroom

Über soundroom

pseudonym für eine in erfurt, würzburg und marburg studierte germanistin, die sich in den weichen kissen von inskriptionen ausruht von den merkwürdigkeiten ihres mittlerweile 15-jährigen berufsalltags in der verwaltung. = rapunzel = stefanie

Weitere Geschichten vom Vater

Von | 26. April 2016

Teil II Seine letzten Sätze  begleiten mich seit dem Tag im Frühling, an dem ich Vater zum Mittagessen holen sollte. Ich stürmte in das Schlafzimmer hinein und rutschte auf dem Hosenboden zu der bleichen Gestalt, die am Bettrand saß und mit entrücktem Blick auf das Blut starrte, das pumpend aus seinem Arm schoss. Auf dem Linoleumboden… Weiterlesen »

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Von | 17. Juni 2013

supermarkt, nachtmittag, schichtwechsel. renate zu karin: an die kasse, süße, ich muss aufs klo. karin zu renate: kannst gehen, aber mach keine überschwemmung. mein bonmot zum abend. kommt immer gut, sich auf kosten anderer zu amüsieren. doch: welch‘ leichtigkeit geht von nati und karin aus – auch ein lebensentwurf. kaleidoskope von entwürfen. ein mandala.

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Von | 17. Juni 2013

„karin, wenn du sitzt, mach ich mal auf kleine mädchen!“ „kannst abflußen, nati. aber mach nich wieder auf hochwasser, ha ha!“

Bio mit Braunstich

Von | 18. März 2013

Angesichts dieser Überschrift im Neuen Deutschland vom 16.03.2013 erhält die matschige Banane aus dem Bio-Markt an der Ecke eine neue Bedeutung. Rechtsextreme nutzen ökologische Ideen für ihre Propagandazwecke, heißt es und dass rechte Gruppen unter dem Deckmantel scheinbar harmloser Themen wie Umwelt- und Tierschutz die Gesellschaft zu unterwandern versuchen. »Naturschutz ist Heimatschutz«, blökt das Parteiprogramm der NPD und, die… Weiterlesen »

von texten und viren

Von | 12. Januar 2013

da glaubst du nach tagen schier endloser bettlägrigkeit den virus überwunden zu haben, und plötzlich schnappt er nochmal zu. beißt sich fest. frißt sich in deine zellen hinein. macht sie sich eigen. und streut immer weitere kleine, fiese virenzellen in die blutbahn deines geschwächten körpers. antibiotikum hilft nicht. es sind viren. zähe viren. keine heißblutigen bakterien,… Weiterlesen »

Eitelkeiten oder Das geborgte Wort

Von | 8. Januar 2013

(gestohlen, geliehen und wiedergegeben) Eitelkeit ist die übertriebene Sorge um die geistige Vollkommenheit, den eigenen Körper, das Aussehen und die Attraktivität oder die Wohlgeformtheit des eigenen Charakters. Die Grenzen sind fließend . Was der eine noch als angebracht empfindet, ist für den anderen schon maßlos. Die Eitelkeit lenkt das Denken des Menschen hin zu sich selbst. Eitelkeit hat… Weiterlesen »

zweite tür. rechts.

Von | 2. Dezember 2012

also „eigentlich“ ist ja an sich schon ein dämlicher Schreibanfang. und eigentlich wollte ich auch nichts zu diesem winterweihnachtsplätzchenstollenmist schreiben. es geht mir nämlich auf die ketten, dieses klebrigsüße gefühl zum jahresende. schuld daran ist mein asozialer nachbar – ein arschloch, um ihn beim namen zu nennen. keine ahnung vom bundesimmissionsschutzgesetz, der sack. heizt wie… Weiterlesen »

Das 13. Gebot

Von | 8. Oktober 2012

Und sonst? Kein Biß, keine Schärfe, kein Ingwer, keine Peperoni, keine Zwiebel – schal, neutral, lau, seicht. Tja, das Leben ist eben kein Kindergeburtstag und Wundertüten gibt es nur bis zum Alter von 12, basta! Danach sind Depressionen angesagt. Oder Lähmungserscheinungen. Oder Reisebeschreibungen von John Locke. Und jetzt klopf ich mir auf die Finger. Denn… Weiterlesen »

Ich will Spass

Von | 22. August 2012

„…macht so spass mit sprache also auf menschen zu scheissen“ – das verbirgt sich also hinter der Pluderhose. Verachtung, nichts als Verachtung. Hab ich übrig. Für dich. Oh sorry… kannst ja über meine Humorlosigkeit lachen. Oder neue Gülle ausschütten. Weil es so einen Spass macht.

Geschmacklosigkeiten

Von | 17. August 2012

Ich weiß, ich habe dir das Ende prophezeit. War dort unten mit meinem Latein. Meine Grenzen gesehen. Muss sie nun überschreiten. Der Geschmacklosigkeit wegen. „Der Künstler – ein Ästhet“ , Hauptseminar. Mattenklott? Ein innerer Drang, diesen geballten Mist, diesen Non-Sense, diese billige Provokation, den durchgekauten Gehirnmüll so nicht stehen zu lassen. Nun komm ich noch einmal und… Weiterlesen »

wunschbrille

Von | 30. Juli 2012

durch meine stadt laufe ich mit einer spezialbrille rum, auf jedem glas steht ein wort: stirb — idiot. ein herrliches gefühl, so durch die massen zu laufen.

Sommerfest, früher

Von | 30. Juni 2012

Ach Kind, wat ham wia früha imma jefeiert! , sagt Omma: Die Buttakrem Tage vorher jeschlagen, Fenster jeputzt, Lockenwickler in die Haare, Röcke jekürzt. Und jewartet aufm Liebsten! Und wenn der nich kam, der Liebste, dann war dat Jeplärre groß. Aba Mutta sachte: „Wer nich zur Sonnenwend kommt, der iset nich wert, meine Tochter zu kriechen!… Weiterlesen »

im schloss

Von | 27. Januar 2012

zur untätigkeit gezwungen ist ein zustand, der nur wenige tage gefällt. der vergleich mit einem gefängnisinsassen drängt sich auf. sitzen, warten, aufstehen. selbst die entnahme des teebeutels aus der mit heißen wasser gefüllten kanne wird zu einer zeremonie. ihr da draußen, hütet euch vor der verwaltung! sie liebt die maskerade: hat tentakeln, ansaugend –aufsaugend, als sirene… Weiterlesen »

Kommentar zur Bedeutungslosigkeit

Von | 18. Januar 2012

kleist kommentiert fryxells suche nach bedeutung, da nichts von bedeutung zu sein scheint… s’ist ein virus, scheint es mir wiederum, denn auch mein kopf formuliert seit tagen einen text zur bedeutungslosigkeit, gleichwohl die zunge nicht hinterherzukommen vermag. Was wiegt mehr: leichte oder schwere kost, kalte oder warme luft? Zu verweisen ist auf die luftverdrängung, hier in diesem… Weiterlesen »

DuZen

Von | 21. Dezember 2011

Diese Momente sind bekannt: vor Scham erstarren, geflissentlich wegsehen, eifrig etwas Unsinniges tun, verständnisvoll lächeln, diskret weghören. Jedoch aufstehen und ohne ein Wort den Raum verlassen, das verbietet dann doch die gute Kinderstube. Hier in Bloggers Anonymität können wir diese getrost zusammenfalten und in die Hosentasche stecken. Folgendes: Ich saß mit drei mir seit einigen Monaten flüchtig… Weiterlesen »

Suse,liebe Suse

Von | 2. Dezember 2011

Suse, liebe Suse Ich war Schuhe kaufen. Das ist aus der Perspektive einer Frau gesehen mit Klischees behaftet. Die schlechten Witze darüber tragen alle einen langen Bart oder Barth, wie es die sozialistisch angemalte Jugend unseres Landes auf einem Plakat schreibt. Seit Monaten komme ich mir wie Aschenputtel reloaded vor, der Schuh ist im Kopf, nicht… Weiterlesen »

komm zu potte

Von | 30. August 2011

Einmal wäre ich fast in eine TV-Talkshow eingeladen worden. Eine Show von Format im Öffentlichen, also mit Niewo. Eine Frau (naja, ein Mädchen, ein junges Ding jedenfalls) vom Redaktionsbüro (wahrscheinlich eine Praktikantin, eine von denen, die ihr Germanistikstudium mit Medienkompetenz erweitert haben, von acht bis zwanzig Uhr jobben, nebenbei Kaffee kochen, behaarte Männerwaden lecken (devotisch) und… Weiterlesen »

Von Zeiten und Uhren oder Lateinstunde

Von | 26. August 2011

An die Blog-Gemeinde: Nehmt mich auf, auch wenn ich euch bei weitem noch nicht das Wasser reichen kann. Heute im sinnlosen Latein-Unterricht (FREITAGS!!!) fand ich zuerst diese Zeilen und dann euch (war ein Tipp, ich gebs zu). Bin aber nicht an diesen Kommentaren interessiert, die ich erst entschlüsseln muss. Das reicht mir in den leidigen Lateinübersetzungen zu.  (also so was von kleist… Weiterlesen »