Kategorie-Archive: Gemütstiefe

Die Popmechaniker feat. „Gedicht zur Stunde der Geburt des Punk in Deutschland“

Von | 13. Juli 2021

Hoch stand der Sanddorn am Strand von Hiddensee. Micha, mein Micha, und alles tut so weh. Ich im Bikini und du am FKK, Nina im Mienie – Rotwein war auch da! (Die Maschine wird behutsam gestartet, ein Anlasser-Unvergleichlich schleppt seinen rechten Fuß hinter sich her) Es knackt: das magnetische Potenzial bewirkt eine mechanische Bewegung

Leset auf dem Grabstein

Von | 17. Juni 2021

Mag sein, im Moment der Todeserwartung, wenn alles eilt, alles in panischer Angst sich durch Flucht zu retten sucht, sich beeilt, über Zäune springt, ohne Hoffnung {,> ein / das Ganze[s] zu retten, die Mannigfaltigkeit vieler persönlicher Leben, sondern nur ums eigne sich sorgend, wenn im Kopf eines Menschen dasselbe geschieht, was in der Stadt… Weiterlesen »

* * *

Von | 12. Mai 2021

Deine Augen – zwei Flügel, Dein Blick – eine Tür. Wenn sie mich anschauen durch einen Tunnel aus Zeit, wird mein Körper beschleunigt Richtung nirgendwo. So ist: deine Liebe – meine Rakete. 18.04.21

Wolken im Gefühl / Evolution und Orgasmus

Von | 11. April 2021

Wolken im Gefühl von Sein und NichtsSind wir nur Ornament des Himmels Nichts, was uns gleichkämeNirgendwo Geschwister Pflanzen gibt es, denen wir entsprossenVerflossen liegen wir herum –Müll der Evolution Zwischen Tier und PflanzeSuchen wir im Gefühl den Punkt –Geometrischer Ort und Orgasmus ihrer Tätigkeiten –Dazwischen, der es hinausFührte nach jenseits * Wo der Pfeffer wächst… Weiterlesen »

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Von | 27. November 2020

Das Wasser der Meere steigt. Nein! Es sind nur die Inseln, die untertauchen & weil angeblich alles relativ ist – relativ und verhältnismäßig – nehmen wir die Endlichkeit unserer Leben ernst. Angeblich ändert sich nichts. Angeblich sind wir * Und immer die Sanftmut deren (Vorsicht, Zuversicht, „freie“ in der Geschichte vom Riesen in Bewegung Auf… Weiterlesen »

Featuring : Josif Brodsky : Wiegenlied

Von | 24. November 2020

Ich gebar dich in der Wüste nicht zum Spaß. Sondern weil im bittenden Gedenken sie keinen König hat. In ihr sucht man dich umsonst. In ihr wälzt Sich des winters mehr Kälte um, als ihr Raum selbst. Manche haben Spielzeug, einen Ball, und das Haus ist hoch. Du hast für die Kinderspiele allen Sand –… Weiterlesen »

Und auf dem Grabstein soll man lesen

Von | 24. November 2020

Und auf dem Grabstein soll man lesen: er kämpfte gegen den Schwein-Schein/die Art// die Grammatik und riss seine/ihre Schwere von sich herunter. Er sah keinen Unterschied zwischen der menschlichen Art und den Arten aller Lebewesen und stand für die Verbreitung des Gebots & seiner Maxime „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Er nannte die unteilbaren… Weiterlesen »

Aus: Gespräch mit Dir (2013 – ?)

Von | 21. November 2020

Die Lust, etwas zu schreiben. Die Erinnerung an gestern Abend, mit dir. Der Duktus des gerade Gelesenen, wirkend. Spiegelneuronen… Das Gelesene wirkt, die Phantasie arbeitet. Du bist nicht du, und nicht sie. Sie – eine andere, ferne. * So sind wir beieinander & kennen uns nicht. ** Anarchisches Teetrinken (Baal…) und der Schnitt, Entschluss zum… Weiterlesen »

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Von | 17. November 2020

Weil die fremde Erfahrung verständlich ist, braucht man sie selbst nicht zu machen. Der Chronist schaut sich selbst beim Leben zu, der Leser wendet sich schaudernd ab. Die dunkle Romantik sollte die wahre Romantik werden, Gefühl ohne Strich und Komma. Was davon bliebe: Strich & Faden, nach den Gewittern ist vor dem Gewitter. * Das… Weiterlesen »

Eine Stunde

Von | 30. Oktober 2020

Wurde uns geschenkt : damit wir Durchs Laub gleiten : beinahe geräuschlos Fällt es herab : die Äpfel schwimmen Im Fließ : wir stechen das Ruder Ins Flache und stoßen uns ab Die Abstoßungskräfte : sie wachsen Den Worten wohnt Unerbittlichkeit Inne : jeder ist nur auf sich selbst Bedacht : saure Gurken In Dillsoße… Weiterlesen »

marmara

Von | 15. Oktober 2020

1 der abend hat die straßen weggespült die stadt ist nur noch ein meer aus lichtern stimmen auch deines ist unter ihnen deine du bist auf dem weg in die nacht die stille menschen autos aus einem schacht der luftzug einer u-bahn am morgen tummeln sich überall fische delphine 2 gestern erwachte ich auf der… Weiterlesen »

Warte : lausche : da

Von | 13. August 2020

Manchmal möchte ich Den Augenblick verlängern : laufe Eine Runde oder zwei : schwimme Warte : lausche : da Dringt sie ein : die Zeit Sie bleibt nicht Stehen : sie verflüssigt sich In meinem Blut : kreist Zwischen Herz und Hirn Im Sitzen trete ich Den Wettlauf an Langsam gewinnt

Featuring : Josif Brodskij : Erinnerung 1995

Von | 9. Mai 2020

Je n’ai pas oublié, voisin de la ville Notre blanche maison, petite mais tranquille Charles Baudelaire Das Haus war ein Sprung von Geometrie ins taubstumme Grünen des Parks, dessen Statueninfanterie, wie der Eingang zur Orangerie Bewohner – nie! lümmelte in den Alleen, abgestolpert vom Straßenknie; als sich die Fenster erhellten, war unklar – wessen und… Weiterlesen »

natur belassen

Von | 1. Mai 2020

vor der stadt lagern monde und bögen aus papier wellen sich felder über deine mondmilchhände ergießen sich stimmen in ein langgedicht im fluss verwandeln sich die kurzen atempausen in den weidenruten zu flusskrebssalat im amselgelächter in schnittmusterbögen am sternenhimmel schneiden schnitter wellengebirge aus deinem mund

Ein etwas

Von | 13. April 2020

…. das Fliegen, und Schwingen im Wind – wiegen, das eigenständige Purzelbaumschlagen, das wortbeständige Wolkenflügellächeln, das nüstern – erbetete Höhengleichnis, der Sprung der Zeit in einem Zellentraum, der raumsprengende Innen – Baum. Meine Flügel geben nach, ich falle tief. In die Erden deiner Haut. Deine Worte durchfüllen meine Wellen mit berauschender Leichtigkeit. Deine Ebene schwingt.… Weiterlesen »

Dem Auge

Von | 3. April 2020

Die Reise währt nun lange, gelangte an den Ort wo alles fließt und weiter geht es noch – doch nicht an einen Ort – dass man es auch genießt… * * * Nun ist die Reise da wo alles fließt und weiter geht es noch dass man es auch genießt: O Hassesblick der Venus, mein… Weiterlesen »

Parabolischer Hyperbelast, elliptisch getrieben

Von | 24. März 2020

Zweimal hatten sie ihr nun schon den Rechner lahmgelegt, ihr Arbeitsgerät. Ja bilden die sich wirklich ein, dass sie das dürften?! Sie begann zu atmen, Bilder glitten ineinander und verwandelten sich eins ums andere ineinander. Quantentränen in Kadmiumträumen das Meer, das Meer unsäglich Lichtquanten: ich mag minimal art, ich mag David Hume. * In einer… Weiterlesen »

Corona

Von | 22. März 2020

Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt: wir sind Freunde. Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehn: die Zeit kehrt zurück in die Schale. Im Spiegel ist Sonntag, im Traum wird geschlafen, der Mund redet wahr. Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten: wir sehen uns an, wir… Weiterlesen »

* * *

Von | 15. März 2020

Nun werde ich endlich geliebt um der Liebe willen. Kälte im Ostwind auf früh erwachenden Tages Lippen. Nun werde ich auch geliebt vor den leeren Spiegeln, keine Bilder darin als die reine, die nackte Geometrie. Nun werde ich wieder geliebt für das Kind einer Liebe, die aus Zweien eins macht mit Rest Un- endlich. *… Weiterlesen »