Autor-Archive: karolin

Über karolin

Karolin Pfeffer: geb. bei Frankfurt am Main, lebt in Berlin. Sie hat nach einem Lehramtsstudium ein Studium der Musik-therapie absolviert, spielt und unterrichtet Klavier. Sie schreibt Lyrik und Kurzgeschichten.

das gewicht des lebens

Von | 7. März 2013

verliert sich im nebel bringe mir die welt ins schweben du wie mich selbst meine füße tragen mich zu dicht am boden bringe mir unruhe in den lauf der dinge du tanze mit mir an das ende der liebe verliere dich mit mir im nebel du getragen von unserem gewicht des lebens.

fallen

Von | 5. Mai 2012

geh hinein in das Fremde egal wie fremd es ist falle falle falle wie ein Stern in geschlossene Arme warte was sich öffnet öffne dich dem Fremden falle falle falle geh verloren in all dem was schmerzt falle falle falle ins Neue mit offenem Herzen lasse Verletzungen Unsicherheiten Hinter dir Über dir Ohne dich falle… Weiterlesen »

// wenn du gehst //

Von | 4. April 2012

sag mir bescheid wenn du gehst weck mich auf lass mich wach sein wenn du gehst geh wohin du willst doch lass mich wissen wenn dein herz mit dir von mir weggeht tu was du willst und was dir gut tut zeig mir, was dich glücklich macht geh von mir weg doch vergiss einen teil… Weiterlesen »

im durcheinander der zeit

Von | 30. März 2012

Im durcheinander der zeit brachte uns die liebe in verwirrung – siehst du den anfang? Sie löst sich auf, die zeit um uns nur abwarten hilft auf was – ahnst du warum? Die zeit, verlorengegangen ist das warum war das so ein sehnen nach dem anderen mut sich fallen zu lassen – findest du ihn… Weiterlesen »

„Deine Poesie macht mir Angst“

Von | 17. März 2012

zerschneiden deine Worte die hauchdünne Luft meine Augen verschließen sich ich verschwinde in mir oben auf dem Berg blicke ich in die Schlucht Wind umweht mein Haar ich tippe meine wieder zu findende Ruhe als sms in mein Telefon „Schreiben Sie an Gott?“ überrascht mich eine Stimme Ich lasse mich fallen Die Luft trägt Lavendel… Weiterlesen »

verortung des glücks

Von | 12. März 2012

meine persönliche utopie die grenzen des bekannten antasten die wuerde des menschen in der eigenen persönlichkeit wahren die welt erlöst sich selbst & was findet hinter dem eigenen leben statt gehe in die menschen hinein & ein und aus in ihrem sein wollen / doch noch werden für die verortung des glücks orte gefunden die… Weiterlesen »

/// …

Von | 8. März 2012

An der Grenze des Ertragbaren Rüttelt das Gegenwärtige Meine Sinne Hier bin ich Das kaum Ertragbare Weckt mich auf Wach bin ich Trage das kaum Ertragbare Im Herzen Das bewältigt mich Das bewältige ich

Versuche zur Bezogenheit

Von | 7. März 2012

1. beanspruche mich nimm mir da mit die veranwortung für mich von den schultern im stillen lass ich mich beanspruchen denn da mit gebe ich meine verantwortung ab. an wen Ist fast egal 2. Bezieh mich mit Haut & Haar Zieh an meinem Unbewältigten Ich beziehe mit Ich bezog den Raum alter Dramen in mir… Weiterlesen »

perseverationen

Von | 5. März 2012

1 abgeschlossen ist wenn wolken, bilder vorüber gezogen sind. ziehen . wolken . fallen erinnerungen In die löcher löcher die löcher ziehen an allem vorbei auch Wolken 2 wolken . los. weg . ziehen aufgeblasene luft fällt schwer gewichtig streng vergaß ich den namen meines….. wessen….. los sind wolken 3 ich falle ins purpur des… Weiterlesen »

Brief

Von | 5. März 2012

An, durch die Momente mit dir bin ich hineingefallen in die Begriffe, bin ich hineingefallen, in weitere Teile meiner Persönlichkeit. Konnte sie entdecken. Entwickeln. Mit Dir. An Dir. Heranwachsen. Heraus- wachsen. Hineinwachsen in den noch verschlossenen Ort, an dem ich mich erwartet habe Von.  

Der dritte Raum

Von | 19. Dezember 2011

im dritten Raum lassen wir alles fallen was uns wie hüllen vom leib fallen möchte. Keiner bückt sich wir beide richten uns ein in den gefallenen hüllen. die fenster öffnen sich zu dir und zu mir. die wände erdrücken mich ich will hinaus schreie ich in meine verletzlichkeit. mein kern leistet widerstand noch gegen mich… Weiterlesen »

Suppenkasper // modern

Von | 3. Dezember 2011

Jeder tut es. Jeder braucht es. Manche verzichten. Manche hungern. Freiwillig. Andere. Ja, was machen Andere? Klar. Nicht essen. Einfach nicht essen. Ja. Nicht essen ist nicht hungern. Nicht essen ist eine freie Entscheidung. Frei. Ja. Sagen Manche. Eine Not von Innen heraus. Unerkannt oft. Manchmal gehört. Zumindest das. Der Schrei. Der aus der Tiefe… Weiterlesen »

Duft der Zeit

Von | 21. August 2011

du sitzt neben mir dein duft umhüllt mich sanft wie es deine berührungen tun   du sitzt neben mir und ich erinnere deine augenblicke deine schon längst vergangenen zärtlichkeiten die in mir weiterleben und mich erfüllen mit glück mit freude auf neues doch du sitzt neben mir und die zeit zwischen uns wächst zu einem… Weiterlesen »

Mir zerbrechen die Gedanken

Von | 14. August 2011

Unter deine Haut Sie zerfallen in deine Leere Mit allen Sinnen Versuche ich dem Sog zu widerstehen, Hineinzufallen In die Aussichtslosigkeit des Sommers   Erschöpft scheint dein Ich, ein sich Hineingeben in den Verlust und den Ablauf der Zeit   Wir gehen den Fluss Hinauf und hinab Das hinab möchte ich auslassen obgleich ich an… Weiterlesen »

In diesen Sommernächten

Von | 29. Juli 2011

zerbrechen die Träume oft an der vom Wind weg getragenen Wärme   Die Kühle umfängt, der Pullover, leger um Hüfte oder Hals geschwungen, ersetzt den Menschen, der nicht seinen Arm um dich legt   Die Mauern der alten Gebäude spenden ihre vom Tag gespeicherte Wärme an das emporstrebende Nichts Der Himmel leuchtet feuerrosa   Ein… Weiterlesen »

Ich fühle mich oft nicht

Von | 7. Juli 2011

wohl in meiner Haut auf dem Faden der Sekunden zerbricht das Licht in Streifen   sie glänzen, einer Sichel zwischen den Lampen gleich Das Leben betrachtet sich von Außen Ein Fahrradfahrer kreuzt von rechts   In der Ferne klingt Musik Zwischen S-Bahn Geräuschen tanzen Paare, wiegen sich in der Gewissheit, fadenscheinig.

Astwerk

Von | 20. Januar 2011

ich hänge die Liebe in die Luft lasse sie baumeln geästet, gerädert, zerfurcht. zer furcht sich im wolkenlosen Himmel durch den sich Dunststreifen wie Gitter ziehen ich hänge mich in die Luft auch mich in die Luft ich baumle Regenschnüre schnallen mich in die Fassung in eine Fass mich an oder auch nicht

nicht! – imperative

Von | 27. November 2010

wirf mich nicht weg wie ein einmal getragenes hemd hänge mich nicht zurück in den schrank wie deinen hochzeitsanzug stelle mich nicht auf deine füße die mich tragen wenn wir tanzen stelle dich mir

im zwischen der nacht

Von | 22. November 2010

Die Wortkästen der Zeit zerbrechen am Bau der Veränderungen Ihre Wurzeln zerfallen wie die Knochen der Gefallenen Der Dienst ist getan stecken geblieben unbelohnt in den Worten, die schon lange nicht mehr fließen stocken im Nebel der Erinnerungen Aufrecht – wer den Worten eine neue Bindung leiht.

demo kra tie

Von | 31. Juli 2010

sei unser Höchstes Gut sagen die Einen Mangel haftet: am Umgang: leere Verpackungen fegen über den Asphalt Spuren vergangener Feste gefeiert Demokratisches bleibt liegen

noch unbekannte welt

Von | 28. Juni 2010

gefahren sind wir bis ans ende einer welt die uns bis gestern noch unbekannt schien der mond hell am himmel und ich sank dir in die arme überrascht von neugier über dich und mich wie wir gemeinsam begonnen haben loszugehen jeder auf seine ganz eigene weise beherzt beglückt beängstigt von der gegenwart eines anderen den… Weiterlesen »

der alte boden

Von | 25. Mai 2010

deine lippen scheinen meine zu küssen so nahe stehen unsere wahrnehmungen bei ein ander   der alte boden trägt unsere angst vor nähe & ferne   wir halten die bücher wie unsere leben umklammert und vergessen zu sprechen