Autor-Archive: fryxell

Über fryxell

Ilona Schlott: geb.1953, Studium Germanistik/Slawistik, 3 Jahre Lehrerin, 2 Kinder, Studium Gesang an der Hochschule für Musik Leipzig, seit 1984 freiberuflich als Sängerin und Autorin, lebt in Leipzig, Veröffentlichungen u.a.: Sol sajn (CD, Büchergilde 2009), Steißvogel (Leipziger Literaturverlag 2010).

???

Von | 28. Juni 2015

Wieso gibts hier seit 2 Monaten keine Kommentare ? Wieso redet hier keiner mit keinem ? Was für eine eitle, langweilige Selbstgefälligkeit ! Sind Dichter wirklich solche Idioten ? Oder sinds einfach keine Dichter ?

organische erkrankung

Von | 30. Juni 2013

sowas gibts, aber schade schon, dass die mit der ach so gelenkigen zunge so wenig die stirn, den fuß vor die tür zu setzen, um auge in auge, und zahn für zahn, verliert die gemeinde, an biss.

Wislawa in der Manteltasche

Von | 26. März 2013

oder: Die nützliche Reise oder: Das Ende der Selbstgespräche Dem eigenen Vorgarten mal wieder entkommen. Das ist Glück. Von Zeit zu Zeit. Allem zu entkommen was allzu vertraut ist. Es gibt kein bessres Elexier. Sagte ich mir. Brich auf, brich ab, brich nicht den Stab. Über das Fremde. Das Rohe, das Graue, das Harte, das… Weiterlesen »

freude freude winterfreude

Von | 19. Februar 2013

die hunde tragen mäntelchen die damen rouge und rinde der herr trägt börse und jackett und manchmal auch das kinde das kind trägt einen psychoknack und seine barbie huckepack so tänzelt das gesinde wir haben alle einen knick uns fehlt der aus-und überblick so könnte man wohl meinen die raben krächzen voller glück denn sie… Weiterlesen »

aus. satz. olé!

Von | 23. Januar 2013

wieviel gramm wiegt ein jahrzehnt ? heute noch in den fünfzigern. morgen einfach 60. sechzig und aus. das klingt doch schon wie aussechzig, ich meine das mit den pusteln, das, was jeder gerne meidet. aber wie sagt der rühmkorf so tröstlich : etwas marodes, gedacht für die nacht, noch diesseits des todes zum flimmern gebracht…… Weiterlesen »

schmeiß und flieg

Von | 20. Januar 2013

…mal wieder die worte über borte werfen…( ja doch, das is spitze ) http://www.youtube.com/watch?v=hxIuwe1mbmk&playnext=1&list=PLC5ZyVVTorKOKofsep6njAHE9JXI9KL8-&feature=results_video

wilde wie worte

Von | 13. Januar 2013

worte waren immer da, wie haare auf dem kopf, doch wehe wehe wilde worte, mit kamm und bürste stillgelegt, zopf und kranz und krone, scheitel punkt und aus. heimelich im kirschenbaum, das haar gelöst, die mähne kurz geschüttelt, ins süße fleisch gebissen, kerne gespuckt, von ast zu ast, die sinnlichsten sätze gemacht.

auslaufender kugelschreiber

Von | 17. Dezember 2012

oder: knochen und perlen klamm samt heimlich habe ich sie aufgehoben. welch ein lüster. ich werde sie auffädeln und mir um den hals hängen. zum bedenken. ich verdenke mich. mir nichts. dir nichts. du verschreibst dich. jeder ist ein bündel folgen.

Attitüde

Von | 4. Dezember 2012

Ich hab ein Bett in dieser Stadt, ein’n Mann ein Kleid ein Warmgericht, doch jede Nacht in dieser Stadt wächst mir ein Fledermausgesicht. Und wie ein Trichter steht das Ohr auf dem ich grad nicht lieg hervor. Dort fällt hinein mit Sicherheit, was draußen wispert knarrt und schreit. Ein Türenschlagen, Kesselpfeifen, da übers Plaster rollen… Weiterlesen »

Warmes Plätzchen

Von | 2. Dezember 2012

350g Dinkelvollkornmehl ½ TL(Weinstein-)Backpulver 1 Prise Salz 200g weiche Butter(z.B. gut&günstig Deutsche Markenbutter) 80g Apfelkrautsirup(oder anderen Sirup) 1 Ei (Größe M) 2 EL brauner Zucker und vor allem: Mehl für die Arbeitsfläche

knick und knack. punkt

Von | 28. November 2012

den zeilen heng ich nach. und henge dran. bei regen in der dämmerung. das aufgeschlürfte wasser fällt von oben. und schafft ein herrlich leeres blatt. zum drübergehn. und drübermalen. alle iche schon im schrankbett. klappe auf und affe tot. welche wohltat. mein auge zu. ich will dich gar nicht sehn. ich will verstehn. und glaube… Weiterlesen »

egodual

Von | 25. November 2012

wir sind so bescheuert wir laufen uns ständig selbst übern weg und glauben es wäre der andere wir sehn nur die eigenen zehenspitzen tamaris oder auch panama jack und sagen: hallo herr nachbar können sie mal ihre zwillinge hier wegnehmen

aahhh

Von | 19. November 2012

auf dem fahrrad. ah. und ja. immer dasselbe. immer auf der wiederholspur. aber im vorbeigleiten ist alles zu ertragen. und der wind weht so gut. und wir sind, daß wir denken, wir wären wer. am besten wir denketen gar nicht mehr.

DIE WAND

Von | 30. Oktober 2012

deja-vu. alles mal gedacht, alles mal gefühlt. aber nie so brilliant in worte gefasst. das empfehlenswerte wagnis der konsequenz. und hier auch noch grandios in bilder umgesetzt: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wand_%28Film%29#cite_note-2 (man kann sich natürlich auch langweilen dabei. das hängt ganz davon ab).

alles nah und farbenfroh

Von | 23. Oktober 2012

blau und gelb gibt grün. nochmal ins boot. denn lila leere, die gibts auch. weiße elster rote laus. allesamt flussabwärts. und erst die grauen, die mit dem beutel in der hand, die mit dem gnadenbrot. doch auch die rosigen, die frisch vermehrten, die mit den süßen senkern. alle sind sie dabei. alle üben sie die… Weiterlesen »

eingereiht

Von | 27. August 2012

Lenin war meine erste Leiche… Ja, das war noch vor meiner Großmutter. Wir haben stundenlang angestanden, unglaublich diese Schlange, es hat geregnet, sie haben uns vorgelassen, weil wir Ausländer waren, dabei hatten wir einen Schirm, wie die meisten anderen auch, alles Einheimische, mit Klappstuhl und Proviantkorb, das mußt du dir vorstellen, eingereiht und seelenruhig versitzen… Weiterlesen »

waschsalon

Von | 26. August 2012

was sind wir leichtens zu erschüttern. da ist einer, getrieben und gespalten, wie so viele, und schreibt, und nicht mal unoriginell, von unserm körperlichen wahn. und ja, da unterläuft die überschreitung. der grenzen. doch wer legt die denn fest. und andrer wahn, der impliziert den übergriff, mit name und adresse, durchaus nicht gut. aber sind… Weiterlesen »

august mainstream II

Von | 19. August 2012

( eine sendung. über den äther ) ein hoch dotierter dröger drops, der sich doch wirklich minderwertig fühlt, weil er im osten hat gelebt, nach der wende erst recht, spricht er. mein gott, wie weit hast du’s gebracht, du vater unser aller. jede mittelmäßige mörtelwespe sorgt besser für ihr seelenheil als wir fürs unsere. und… Weiterlesen »

strick stracks

Von | 24. Juli 2012

außer mist und essen und vögeln und farben, gings hier in diesen löchern und huckelpisten doch auch schon mal ums stricken. oder ist mir da eine masche entglitten ? jedenfalls liegt da wieder mal so ein edles garn herum, es schimmert und schimmert, so vor sich hin, man ist bereits bestrickt, doch nackt !! (applaus… Weiterlesen »

noch einen drauf im biologischen

Von | 22. Juli 2012

(sonntag im park) was ist hier los ? wo führt das hin ? niemand liebt sein fell mehr so, wie es gewachsen ist. wo ist der bisamratten ruh ? das dünne blond muss rosa strähnchen tragen. das warme erdenbraun, brünett genannt, wird kaltes schwarz. das sanfte grau wird aufgebrannt zu kringelwurz und haubenstiez. ich sehe… Weiterlesen »

recycling, retro und retour

Von | 18. Juli 2012

jedenfalls irgendwas mit zurück. alle guten vorsätze taugen nichts. das vertikale streben. das wird nichts mehr. 10 tage abstinenz. ich sitze da wie ein paket. erinnerung mit schleifchen. was war da noch. ist das die nahende demenz. oder einfach nur die schlichte aufforderung, mir die schuhe zu binden. ach und ach. guten tach.

schamlos

Von | 8. Juli 2012

das klappt nicht immer so – mit dumm und länger leben. dumm – ist einfach ein gegebner baustein im system. ganz ohne schuld. nur die mit dem groben raster, die mit dem großmaschigen sieb, die mit der schwarte, die dicht behaarten mit dem undurchdringlichen vlies, die leben länger. egal wie hell die birne leuchtet oder… Weiterlesen »

rabenschwarz grün

Von | 5. Juni 2012

( au-wald) wer hat sich au-sgedacht den au-wald au-szuholzen dem sollten die zierbüschel einzeln au- sgerissen werden das sägemehl au- s der höhlung geklopft elle speiche fingerkuppen gäben eine gute suppen aua aber au-s welchem grund und boden diese au- snehmend sinnlosen b-au-wege diese desaströsen fällungen rabenschwarz grün t-au-sende b-au-mstubben au-sgeführt im letzten jahr und… Weiterlesen »