Autor-Archive: Alfred Knurr

Über Alfred Knurr

geb. am 24. 12. 1967 in Görlitz als Alfred Knerr, ist ein deutschsprachiger Kritiker, Possenreißer und Bän-kelsänger, die Eltern waren dem Wein zugeneigt, was ihn nicht hinderte in Halle (Saale) zum deutschen Biedermeier zu promovieren, zuletzt: Das Drama von Gier und Geiz, Frankfort am Mein, 2014

Venus im Pelz 2

Von | 29. Dezember 2013

Film von Roman Polanski „Der Herr, der allmächtige Gott, aber hat ihn bestraft, ihn in die Hand einer Frau gegeben und ihn zuschanden gemacht.“  BUCH JUDIT (Jdt 16,7) Sie stehen sich gegenüber in klar verteilten Rollen: der Mann hat die Macht, die Frau macht ihn an. Gerade ihre Unvollkommenheit, an der sie eindeutig schuld ist… Weiterlesen »

Lost and found

Von | 4. Juni 2013

Zu Gedichten von Snežana Minic Dieses Buch gab mir Snežana in Hamburg in die Hand, nachdem ich im Festsaal des Kunstgewerbemuseums Ithaka-Verse von Miloš Crnjanski in deutscher Übersetzung vorgetragen hatte. Es war ein rührender Moment: die expressiven Texte, die Crnjanski zwischen den Gefechten in Galizischen Wäldern aufgekritzelt hatte, die mit ihm die Odyssee des Krieges… Weiterlesen »

Fünf Minuten nach Turgenjew

Von | 16. April 2013

Die Arena, mit ihrem weißen, intimen, als Rund gebauten Gestühl, überraschte: Ein Viertel der Plätze Arena waren schon besetzt von Lilien, die einen betörenden Duft verströmten. Doch bevor die Zuschauer in einen dämmernden Bewußtseinszustand fallen konnten, erklang aus der Dunkelheit eine Geige. Ein paar Klänge und man war mittendrin: knapp zwei Stunden mit Szenen aus… Weiterlesen »

Ein anderes Lied

Von | 2. April 2013

Dieses Buch ist meine eigentliche Entdeckung auf der Leipziger Frühjahrsmesse des Jahres 2013. Es hat keinen Preis gewonnen, kein Kritiker hat es hochgelobt oder verrissen, das Mainstream-Feuilleton hat es ignoriert. Lediglich auf einer in Eigenregie von linken Verlagen kuratierten „Bühne“ wurde es kurz vorgestellt. Wodurch sticht dieses Buch – trotz seiner unspektakulären Aufmachung – heraus?… Weiterlesen »

Traum eines lächerlichen Menschen im Centraltheater

Von | 9. März 2013

Die „Festspielarena Leipzig“: das ist das letzte ekstatische Aufbäumen der Hartmann-Kompagnie, die den Leipzigern zeigt, was sie mit ihr verlieren. Schon der Bühnenbau wirkt fulminant: ein Amphitheater, das auf Bühne und erstem Rang des Stadttheaters temporär aufmontiert ist, vollkommen im universellen Weiß. Hier bewegt sich der Schauspieler im Mittelpunkt, die Orchestra gehört ihm, als Sprechraum… Weiterlesen »

Die makabre Figur der Freiheit

Von | 22. Juni 2007

Krzysztof Siwczyks Gedichtband „Im Reich der Mitte“ ist in der Edition Erata auf Deutsch erschienen Wir kombinieren Phrasen, heißt es nüchtern im letzten Satz des Buches. Verwirrt steht der Leser vor dem Berg an Botschaften, den er bei der Lektüre angesammelt hat. Eine so aberwitzige wie konsequente Geste, mit der sich Krzysztof Siwczyk der Autorität… Weiterlesen »