Autor-Archive: van hengel

Über van hengel

Willi van Hengel: geb. 1963 in Oberbruch, hat Philosophie, Politik und Germanistik in Bonn studiert, Abschlußarbeit über Nietzsche und Derrida, anschließende Dissertation gescheitert, lebt in Berlin. Veröffentlichungen: Lucile (Roman, Berlin 2006), Morbus vitalis (Roman, Schweinfurt 2009), Wunderblöcke (Prosastücke, Schweinfur

wider so schöhn

Von | 21. März 2013

berührung schrei mich in deine aufgründe liebst du auch meinen gaumen obwohl ich die tiefroten rosen wie wenn du hinter mir gestanden hättest wieder zurückgestellt habe ich vermisste pracht ausgemurmelte verwehungen dein aufduften mit jedem tag aus denen man mich minütig schneidet vervollkommnet wahrannahme auserwacht du weisst dazwischen darf die sonne somnabuhlen mit meinen sich… Weiterlesen »

umgeniessen.

Von | 19. März 2013

Palimpsest   Cy.   Wie über mich drübergehn. Sabbern. Mich zwischen meine eigene Haut zu drängen. Als obs von innen fein regnet. Oder sich etwas regt. Wie ein von sich selbst Ablösen. Ich spiele nur mein Empfinden als mein einzigstes Instrument. Verstehe sonst nichts vom Leben. Längst hat mein Berühren eine eigene Sprache gefunden. Wie… Weiterlesen »

mein paul yeah

Von | 11. März 2013

wir: unter uns oder lieben wir uns beide irgendwie davon ?? als wärst du noch da … den angewinkelten arm unterm koppe … oda machn wir ein’n auf wein … ich mit meiner gelenkkomik + du mit deiner ehrlichkeit … wie im leben immer eins in die fresse … an die erde … zwar zwischen… Weiterlesen »

demnach.

Von | 9. März 2013

In mein Nichts gelangt. Mit 1.000 Seiten halbtreuer Selbstbespeiung. Meine Zweifel so auflachelnd, dann so lächerlich, meine kreisrunde Tonsur traf mitten in meine Befindlichkeit: kleine Bestechlichkeit, aber unerbittlich. Der Hang zum Schmerz abgeschnitten wie eine Nabelschnur. Die ich dir nun um die Lachsblume klemme.

Mit mir der Weltgeist.

Von | 9. März 2013

Als wollte uns kein Verlängerungswille mehr: Tram 12. Da gestanden. Schnee nicht nur um mich herum, sondern auch unter meinen billigen Schuhn. Es giebt keine Chance auszubrechen, dachte ich in diesem Moment, als die Tram 12 immer noch nicht kam. Es war ein ähnlich dunkelgelber Bus. Wieso fährt der vorbei? Er sieht doch, dass wir… Weiterlesen »

Von | 7. März 2013

man weiss manchmal nicht wie nah nähe ist … man lebt aber meist gegen sein leben … sucht die schöhnen momente … es giebt sie ganz oft so nah bei dir … selbst da verliert sich zum glück dein begreifen … man weiss manchmal nichts

Worte beim sich Anblicken.

Von | 6. März 2013

Üw … mit der M13 in einer Neunziggradkurve an unserer Turnhalle vorbeigeschlittert … hätt ich dich da nicht untern Tisch … aba du warst ja geschlecht…ähgeschäftlich unterwegs … alles wie im Park … also nicht zwischen uns … ausser den schwingungen die nicht nachlassen zwischen gewissen menschen … bei denen geht man in den erinnerungen… Weiterlesen »

endlos treppen herunter …

Von | 6. März 2013

  Vice versa: Traum Da ist es genau umgekehrt: da fehlt das Moment der Beherrschung. Da nimmst du jedes Rot eines Mundes oder läufst endlos Treppen herunter. Da hast du die existenziale Aufforderung endlich verloren, dich als Sinn zu fordern/formen/verlieren.   Ganz schwierige Ausgangslage immer wieder: bei jedem Satzanfang. Wie seine Gefühle verbergen, und wie… Weiterlesen »

ich denke wir habn gute atemchancen.

Von | 6. März 2013

Entweder man versteht mich falsch. Oder falscher. Beleidigt. Ängstlich. Mich beleidigt nur meine eigene Angst.              Schreie. Schneie. In dich. Ein. Wen(d)igkeit, WiPf, meinte ich vorhin, als ich von diesem Buchstaben sprach, der mich zu einem Lachen führte zwischen uns. Denn wir müssen, müssen schon, uns nicht in der Wirklichkeit treffen. Sie beäugt uns nur. Mittlerweile… Weiterlesen »

am anhirn verlebt …

Von | 6. März 2013

Wir schreiben uns unsere Verwundungen aus dem falschen Gesicht. Wir schleifen uns die Scham aus Tinte ins Blut. Denn nur dort waren wir eins. Nur dort haben wir uns berührt. Ohne Klang heimlich. Wie alles mit Resten von seiner Gehäutung. Es bleibt aber auch das nicht ohne Hintertriebenheit. Es bleibt nichts von deinen geheimnis ohnezungen… Weiterlesen »

Doch Gras Fressen.

Von | 6. März 2013

Wir streifen uns in unseren Ängsten. Mich liebkost gerade das Versehnte. Getränte. Zusammen Brechende. Alles nur ein Aufschub, ein von sich ohne Antwort bleiben, kein Einsamkeitswahn, ein Reformulieren eines selbstverleumderischen Zugeständnisses. Berlin bei Nacht: du solltest öfters den Tag Tag sein lassen. Wie Zungen, die sich später einmal begegnen werden. Wie auf Gras schlafwandeln, das… Weiterlesen »

genugtuung.

Von | 3. März 2013

Wie viel wenig Mitteilungsbedürfnis du mittlerweile hast. Die Welt klebt sich nun an dich. Du versuchst es ja nicht mal mehr. Leibst dich an ihr vorbei. Dein spitzer Dreischritt. Willst deine Verkommnis ehren. Wie dich selber aufspiessen. Niemand ahnte deinen Hinterhalt. Deine gebunkerten Gefühle. Aus denen du nun herausspringst. Ihr beide seid so feinsilbig.

1.

Von | 3. März 2013

1.       In einer abgedunkelten rosmarinfarbenen Mansarde lag Alban, unruhig träumend, auf seinem alten ausgelegenen Diwan, während der Klang der Mittagsglocken durch das geöffnete Fenster drang. Selbst die knarrenden Holzstufen der alten Eichentreppe, die einen Besuch ankündigten, ließ ihn seine Position auf der Couch, auf der er nun schon seit einigen Monaten unter derselben… Weiterlesen »

halb lang.

Von | 1. März 2013

Auf meinen Schultern ertrug ich nur die Unerträglichkeit. Hinter dem Kopfkissen schäm ich mich frühs in den Morgen. Danach steh ich auf als ein Toter. Ich war immer eine Lüge.

Von | 1. März 2013

* Wache auf und wundere mich, dass ich so klar im Traum war, endlich angekommen auf der anderen Seite, heiliges Getue des Wirklichen wie eine Schlange abgestriffen, lieb dich in meine seufzende Träne, sie antwortet mir selbst immer wieder. Bis ich mich endlich erfand. Und mich so auf meine Matratze legte, wie Blumen nie auf… Weiterlesen »

Wie verlebt.

Von | 1. März 2013

* Wie sie dich manchmal verlässt. Und doch verflügelt. Du hörst halt nie richtig zu. Wie sie aus dir anwächst. Wie verlebt. Aus deiner abgetränkten Ehrlichkeit vergess ich mich nie. Blosses Verebben. Greif mir ins Denken wie zwischen die Beine. Mein VerlorenVerlogenSeyn. Farbe auf die Zunge legen. Eintrocknen lassen. Wie unbarmHerzig. Aufgeschobnes Hoffen. Es wird… Weiterlesen »

wider ausspucken …

Von | 1. März 2013

eingeladen zum Augenöffnen weiter sich einsehnen im vom Traum wieder eingefangen Werden weiter aus dem Ausatmen sich nicht mehr selbst verführen klangstreifend an deinem ungekämmten Haar vorbei entlang verschlingend erinnerst du dich noch an den Typen der sich von jedem Augenblick anschreien dann aufsaugen dann wider ausspucken liess der nie da war also kein Leben… Weiterlesen »

Geschenk.

Von | 4. Februar 2013

* Dieses Ausbrechen, an sich hängen, dieser dauernde Versuch, aus deinem Leben zu kriechen, dieses Scheitern, es zu verachten, Missgeburt, nun haben wir uns am Vernünfteln so lange entlanggelangweilt, nun verteib ich mir nur noch die Zeit mit meinen beiden kleinen Interessen, dem Mäandern und dem Revolutionieren des Gehorchens, hast du noch einen Satz (Blick),… Weiterlesen »

Prosastück.

Von | 1. Februar 2013

es giebt nur zweierlei menschen: die einen wolln sich finden im immer andern … die andern wolln sich im beischlaf noch suchen … wissen aber längst dass sie sich verloren haben …

nachtgeruch.

Von | 1. Februar 2013

* Die alten Äste riebst du mir aus den Augen mit deinem selbstverspielten Wehklagen wir sind genauso gelogen zerfriss die Ränder deiner Blätter die dich fast erstickt haben so früh wird es nun schon hell unterm Lid es singt das Licht und denkt sich in dich rein und dreht sich auf deine Haut Liebelein vergiss… Weiterlesen »

Ausfarben.

Von | 1. Februar 2013

Als wucherst du mit dir selbst: Wenn Johnny vor dir steht wie meine Evelyn. Wie besiegelt. Deshalb giebt es ja all die Kriege, all die Herausforderungen und Verirrungen Gewalt, kein Schamgefühl mehr, nur ein verlassen Sein, abgeseint. Provozierungsentkräftung: danach bleibst du mit deinen Sehnsüchten noch mehr allein. Nur in deiner Freitagskunst bist du unerhört geblieben.… Weiterlesen »

Wie über mich.

Von | 18. Januar 2013

Cy.   Wie über mich drübergehn. Sabbern. Mich zwischen meine eigene Haut zu drängen. Als obs von innen fein regnet. Oder sich etwas regt. Wie ein von sich selbst Ablösen. Ich spiele nur mein Empfinden als mein einzigstes Instrument. Verstehe sonst nichts vom Leben. Längst hat mein Berühren eine eigene Sprache gefunden. Wie ich dich… Weiterlesen »

Weiten.

Von | 12. Januar 2013

Du weitest zwar nicht meine Liebesgelüste: aber meine Blutbahnen. Manchmal hätt’ ich mir gewünscht, dich nur so dasitzen zu sehn, wie du deine Füsse vor der Sonne versteckst, wie du deine Vergeblichkeit vom Fleisch lösen wolltest, wie wenn du dich in Flüssen mit Lachsen zusammentust … 

der herr der gullis.

Von | 12. Januar 2013

… er presst seine texte in einen gulli + fängt sie kurz darunter wieder auf … geht damit ganz vorsichtig am liebsten in der nacht nach hause … und legt sie auf dem balkon leise weinend wieder aus …mittlerweile ist er der herr der gullis …  (eine erfindung meiner olderburger freundin)