Windjammer

Müssen nicht klagen : vor der Küste

Weht meist steife Brise : furcht 

Das Haar und die Wellen : Felder

Der Endmoräne : alles ist hergetragen


Durch die Lüfte : stolz blähen sich

Segel überm Horizont : wenn wir

Diese Freiheit hätten : uns

Einander zuwehen zu lassen : nach


All den Stürmen : die hinter uns liegen

Weht hier ein laues Lüftchen : passend

Zum Alter : stürzen wir uns 

Bei Sonnenschein ins Wogende


In rötliches Licht getaucht : Kiefern

Theodor Holz
geb. in Dresden im Herbst 1989, hab die Wendewirren mit der Muttermilch aufgesogen, Pflastersteine wurden aus dem Bahnhofsvorplatz gerissen und flogen knapp an meinem Kinderwagen vorbei, meine Mutter konnte ihren Beruf als Jungpionierleiterin auf dem Albrechtsberg nicht mehr ausüben, sie nahm an einer Umschulung zur Altenpflegerin teil, während ich brav die Kreuzschule besuchte.

Ein Kommentar

  1. Weihnachten war denkbar nahe, und Esther fror bei dem Gedanken, den Abend allein in der Wohnung verbringen zu müssen. Gesine und die Kinder waren ins Gebirge verreist, während der Ehemann Alexander immer stärker autistische Züge bekam. Esther warf den Gedanken an Gesine, den Mann und die Kinder weg, voll Ekel, voll Ekel. Sie verbarg ihre Schulter in Vyvyans Revers. Was sie eigentlich, wie schon Eduard ihr zweideutig geboten hatte, wegen der Ansteckungsgefahr nicht mehr tun sollte.

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