Autor-Archive: katrin heinau

Mit Sprache arbeiten

Von | 3. Dezember 2007

Mit Sprache arbeiten heißt die Ohren abschneiden und diese um die Nase dessen hauen der die Augen nicht aufsperrt Die trefflichen Formulierungen tragen Stringtangas unter knapppassenden Arschhosen die sich ins Gesellschaftliche fressen wie berühmte Maden Im Kohl geht es auch den Fetten leiblich und gedeiht das Unkraut so kommt anderes zu einem Eimer welcher ein… Weiterlesen »

Das bloße Leben II (nach Aldomovar)

Von | 3. Dezember 2007

Das bloße Leben ist dermaßen vital es ruft sie zurück. Die Früchte sind einzukochen. Eine Hand liest sie auf. Eine andere hebt die Kofferhaube, stellt die Gläser hinein. Die Nachbarn haben verstanden bevor ihre Tochter losschreit: Tut sie doch was sie kann! Ach, den Toten ist das so wenig.

Das bloße Leben I

Von | 3. Dezember 2007

Ich bin nicht da, sagt sie. Sie nimmt sich nicht aus. Was sie hat lässt sie arbeiten. Ihre Hände machen es. Ihrem Kopf nach, bis Samstag. Hinter den Pillen stößt sie ab, Landung und ich bin nicht da, sagt sie. Es geht in die Woche. Sie strahlt. Ihr Element ist der Montag. Das mache ihr… Weiterlesen »

Sprechzimmer

Von | 3. Dezember 2007

Du willst aber du kannst nicht Vertrauen in dich selber finden. Der Therapeut erscheint dir als eine Gestalt. Du bist überzeugt von vornherein und erzählst ihm von deinem schwächsten Punkt. Du weinst wie beim Sex. Der Therapeut schenkt Sekt aus. Das macht er nicht immer. Du gehst in ein symbolischer werdendes Haus. Die Schatten junger… Weiterlesen »

Selbstgespräch nach Kafka

Von | 3. Dezember 2007

These/Anklage/Verdacht: Der Strang, an dem die Handelnde sich aufhängen wird, ist gleichbedeutend mit ihrem Wunsch nach Sicherheit. Beweis/Führung/Spruch: Die Unabhängigkeit der Gerichte war ihr stets ein letzter Trost gewesen. Sie vertraute darauf, sich vor ihnen auf die Rechtmäßigkeit ihres Handelns berufen zu können. Aber wie war das möglich? War ihr Handeln denn rechtmäßig, wie sie… Weiterlesen »