Autor-Archive: Juri Tynjanow

Zu Feldern zusammengefaltete Flügel

Von | 27. März 2008

Welimir Chlebnikow Aus: Blitze-Schwestern 4. Segel Seelenwanderung 51 Himmel, sei du nun fortan aus Stein! In die Weite treibt’s mich hinein. 61 Ich bin das Buch der ausgetrockneten Meere. 62 Und ich werde ein Messerchen sein. Zu Feldern zusammengefaltete Flügel … [vgl. Ossip Mandelstam, Achtzeiler]

Kannst du es rauschen hör’n im Weiß der Dinge, soo Zungenspitze aus dem Rückenmark?

Von | 8. Februar 2008

[Versuch einer Bestimmung der Grenze(n), welche die bekannte und unbekannte Welt durchzieht bzw. formen / erster Versuch] http://www.jens-rosch.de/plan214.htm Die Frage nach der literarischen Verwandtschaft von Film und Dichtung bzw. Roman und Sujet – was ist das Allgemeine der Geschichte, was das Besondere am bindungsfähigen Bild-Wort? – führt auf das Problem zu bestimmen, welche als Spur… Weiterlesen »

Punkte und Geraden

Von | 10. Dezember 2007

Wenn sich Körper entlang einer Geraden bewegen, wird das Auge zum Degen: Alle seine Rundungen verlieren sich in der flachen Unendlichkeit des Raums. Das Gedächtnis ist ein Blumentopf, in dem immer wieder die gleichen Blüten erblühen. Farbe & Form, die Augen einer Mutter, ein- zig der Geruch des sich süßlich Erfüllenden Vermag dem empfindsamen Nasentier… Weiterlesen »

Chlebnikow

Von | 28. Juli 2007

Als Chlebnikow starb, bezeichnete ein überaus vorsichtiger Kritiker sein ganzes Werk als „unsinnige Versuche, die Sprache und den Vers zu erneuern“, und erklärte im Namen „nicht nur der literarischen Konservativen“ sein „unpoetische Poesie“ für nutzlos. Alles hängt natürlich davon ab, was der Kritiker unter dem Wort Literatur verstand. Wenn man unter Literatur die Peripherie der… Weiterlesen »