Kategorie-Archive: Erinnerungsbrösel

Luca’s Worte

Von | 6. September 2021

Weißt du noch, Luca wir suchten Worte die bleiben. Worte, die das beschreiben, was wir sind. Was sind wir, Luca? Nichts sagst du, wir sind nichts. Du weißt, dass ich Worte liebe, die sanften, die klugen, die wahren, die gelogenen, die klaren, die undurchsichtigen, die traurigen, deine. Wenn etwas bleiben soll von uns, dann das.… Weiterlesen »

Neulinker Fuß

Von | 6. September 2021

Die Keule war ein Messer. Gelb und sehr scharf lag es auf der Anrichte bereit und wartete darauf, dass sie sich annäherte. Beiläufig streifte ihre Hand das Holz der Tischplatte und wischte das Messer über die Kante. Es stürzte auf ihren mit einem Pantoffel halb bekleideten linken Fuß und kam mit der Schneide auf. Ein kleiner… Weiterlesen »

Mirabelle

Von | 11. August 2021

Schöne gute Frucht : jenseits Majakowskis Revolution : wer hat das nicht gewollt Einen neuen Menschen anzuzetteln Schön und gut soll er sein seit 2021 Jahren Niemand hat es vermocht : kein Jesus Marx noch Xi Jinping : wir haben Eimerweise von dir genascht : als wir Beinahe mittellos im reichen Europa  Unterwegs waren :… Weiterlesen »

Memento mori

Von | 7. Juli 2021

Ich weiß nicht, wer es war, jedenfalls einer der Passanten, die jeden Tag am Krankenhaus vorbeikamen. Er war jedenfalls, so wird es erzählt, nachts mit einer Schaufel über den Friedhofszaun geklettert, hatte sich ein Grab gesucht, das gerade aufgelöst, aber noch nicht eingeebnet worden war, hatte gegraben, einen doch recht gut erhaltenen Schädel gefunden und… Weiterlesen »

Das neue Zeitalter

Von | 22. Juni 2021

Ein neues Zeitalter hatte begonnen. Niemand hatte daran gedacht, doch nun war es da. Wie konnte es geschehen? Zu­erst kam die Sintflut. Nicht die biblische, sondern die neu­zeit­liche Überflutung ganz West- und halb Mittel­euro­pas. Auf dem verbleibenden Festland wurde das Autofahren verboten. Die Leute nahmen es hin und bastelten fortan an ihren Booten und Surfbrettern… Weiterlesen »

Gras

Von | 10. Juni 2021

Aber niemand sollte weinen müssen ohne WeinAber niemand sollte satt sein mit leerem BauchUnd Musik ist was dem Tod auf dieser Erde fehltUnd Musik nun wie der Tod in der Luft ein Hauch Aber wenn du einen Stengel in der Tasche hast, heißt dasDieses ganze Leben ist doch gar nicht so schlechtWenn ein Ticket für… Weiterlesen »

haare im wind

Von | 15. Mai 2021

an den meisten tagenwar die kindheit verwaschendie farben verloren sichauf dem heimwegein blasses kindlügt sich geschichtenan die wandsagen siemanchmal pochendie worte im kopfauf gut passt mutauf brot passt notmutter trägt eine karierte schürzedarauf reimt sich nichts nachts schleichenvanilleträume ums haussprachfetzen aus zimtund weißer schokoladetürmen gedankenbergeein freches kindsagen sieimmer das letzte wortungereimtes schon im stammbaumhaare im… Weiterlesen »

[oden | wälder … wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head]

Von | 4. November 2020

[oden | wälder wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head] wörtliche rede wir legen hörrohre in die weit verzweigten enden der wälder die fein verästelten adern ihrer wurzel und blattwerke in das grüne auge mit der herbstfarbenen iris die pulst unter der rinde quillt als harz aus allen schnitten süß duftende wunden verletzungen… Weiterlesen »

vergnügungen

Von | 19. August 2020

der sommer hat ausgeatmet der dunst der tage legt sich auf mein gemüt wir hatten die felder bestellt und den regen besungen nun werfen wir uns schatten zu gedüngt sind die momente des letzten jahres halte meine hand nur noch ein einziges mal

vater

Von | 19. August 2020

im unterhemd saßt du mit dem bleistift in der hand eine geschichte im kopf mich auf dem schoß und in diesem augenblick flog die sehnsucht über den horizont das blei des stiftes kratzte am papier der schweiß deines körpers roch nach einem harten tag und ich auf deinem schoß der baum auf dem papier ragten… Weiterlesen »

Eisgrau

Von | 19. Mai 2020

fallen [https://inskriptionen.de/?p=] achtundvierzigfünfundachtzig brennend aus dem Himmel des Sterns mit Namen * – Besser als ein Stern ohne Namen. – Wieso? – Na, die bleiben so klein. Fast unsichtbar… (zweifelnder Blick) – Hm, aber dann gleich – SUPERNOVAAH? (Stirnrunzeln) – Ah.

Ein etwas

Von | 13. April 2020

…. das Fliegen, und Schwingen im Wind – wiegen, das eigenständige Purzelbaumschlagen, das wortbeständige Wolkenflügellächeln, das nüstern – erbetete Höhengleichnis, der Sprung der Zeit in einem Zellentraum, der raumsprengende Innen – Baum. Meine Flügel geben nach, ich falle tief. In die Erden deiner Haut. Deine Worte durchfüllen meine Wellen mit berauschender Leichtigkeit. Deine Ebene schwingt.… Weiterlesen »

* * *

Von | 15. März 2020

Nun werde ich endlich geliebt um der Liebe willen. Kälte im Ostwind auf früh erwachenden Tages Lippen. Nun werde ich auch geliebt vor den leeren Spiegeln, keine Bilder darin als die reine, die nackte Geometrie. Nun werde ich wieder geliebt für das Kind einer Liebe, die aus Zweien eins macht mit Rest Un- endlich. *… Weiterlesen »

warum cyberpunk mal realistische literatur war

Von | 23. Februar 2020

gazoline : Denkpause Der Weltraum steht allen offen. Die Phanthasie steht allen offen. Also ist die Phanthasie eine Art Weltraum, und der Weltraum Phanthasie. Und jetzt: die bloße Phantasie ist ganz sicher eine Art Weltflucht, ein Gestus. Gestus der Vermeidung. Vermeidung von Wünschen. An Wünsche zu denken. Vermeidung von Denken, von Arbeit. Wie viel noch?… Weiterlesen »