Kategorie-Archive: Erinnerungsbrösel

[oden | wälder … wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head]

Von | 4. November 2020

[oden | wälder wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head] wörtliche rede wir legen hörrohre in die weit verzweigten enden der wälder die fein verästelten adern ihrer wurzel und blattwerke in das grüne auge mit der herbstfarbenen iris die pulst unter der rinde quillt als harz aus allen schnitten süß duftende wunden verletzungen… Weiterlesen »

vergnügungen

Von | 19. August 2020

der sommer hat ausgeatmet der dunst der tage legt sich auf mein gemüt wir hatten die felder bestellt und den regen besungen nun werfen wir uns schatten zu gedüngt sind die momente des letzten jahres halte meine hand nur noch ein einziges mal

vater

Von | 19. August 2020

im unterhemd saßt du mit dem bleistift in der hand eine geschichte im kopf mich auf dem schoß und in diesem augenblick flog die sehnsucht über den horizont das blei des stiftes kratzte am papier der schweiß deines körpers roch nach einem harten tag und ich auf deinem schoß der baum auf dem papier ragten… Weiterlesen »

Eisgrau

Von | 19. Mai 2020

fallen [https://inskriptionen.de/?p=] achtundvierzigfünfundachtzig brennend aus dem Himmel des Sterns mit Namen * – Besser als ein Stern ohne Namen. – Wieso? – Na, die bleiben so klein. Fast unsichtbar… (zweifelnder Blick) – Hm, aber dann gleich – SUPERNOVAAH? (Stirnrunzeln) – Ah.

Ein etwas

Von | 13. April 2020

…. das Fliegen, und Schwingen im Wind – wiegen, das eigenständige Purzelbaumschlagen, das wortbeständige Wolkenflügellächeln, das nüstern – erbetete Höhengleichnis, der Sprung der Zeit in einem Zellentraum, der raumsprengende Innen – Baum. Meine Flügel geben nach, ich falle tief. In die Erden deiner Haut. Deine Worte durchfüllen meine Wellen mit berauschender Leichtigkeit. Deine Ebene schwingt.… Weiterlesen »

* * *

Von | 15. März 2020

Nun werde ich endlich geliebt um der Liebe willen. Kälte im Ostwind auf früh erwachenden Tages Lippen. Nun werde ich auch geliebt vor den leeren Spiegeln, keine Bilder darin als die reine, die nackte Geometrie. Nun werde ich wieder geliebt für das Kind einer Liebe, die aus Zweien eins macht mit Rest Un- endlich. *… Weiterlesen »

warum cyberpunk mal realistische literatur war

Von | 23. Februar 2020

gazoline : Denkpause Der Weltraum steht allen offen. Die Phanthasie steht allen offen. Also ist die Phanthasie eine Art Weltraum, und der Weltraum Phanthasie. Und jetzt: die bloße Phantasie ist ganz sicher eine Art Weltflucht, ein Gestus. Gestus der Vermeidung. Vermeidung von Wünschen. An Wünsche zu denken. Vermeidung von Denken, von Arbeit. Wie viel noch?… Weiterlesen »

kreide fressen

Von | 7. Februar 2020

hinter den tellerrändern warten die suppen die brühe kocht in meinem stadtviertel liest einer diogenes alles für die tonne ein essenstreff schließt ein neuer öffnet spezialität: braune soße! ich gehe weiter einmal um den block der wart grüßt barsch beäugt er mich seit langem wo ich wohl meine mahlzeit nehme sicher nicht bei dir mein… Weiterlesen »

luzid

Von | 25. November 2019

Wir spielten uns selbst und gerieten beim Sprechen in Verse. (Peter Kurzeck)   die treppenstufen gezählt 21   22   23 die herzschläge 24   25   26 oben angekommen und wieder nach unten alles noch einmal von vorne die treppenstufen der herzschlag am ende die müdigkeit und schließlich fingen wir an zu leben im häuserschatten der jordanstraße schwammen… Weiterlesen »

V.

Von | 5. November 2019

Nicht gesehen von dir, schmerzte, trieb mich weiter und weiter. Nie wirklich gekannt, gehalten von dir, machte mich haltlos. Zeitlose Ewigkeiten in der Vergangenheit, Längst vorbei, vermeintlich, Ruhelosigkeit bis heute. Endlose Zeiten heute lassen dich sehen. Im Jetzt. Aber das Vergessen ist schneller als das Verstehen. Langsames Verschwinden, Verblassen, ohne Wiederkehr, ohne Abschied.

Heimweg

Von | 3. November 2019

Manchmal falle ich in Zwischentöne, die drängender hallen als Menschen und Züge. Gedanken sterben an Ampeln. Wenn ich alles auf Rot setze, zerfällt mein Kopf über Unebenheiten der Zeit, hält der Atem nicht inne über unerledigten Dingen. Manchmal stoße ich ans Innere der Müdigkeit.

Chósebuz

Von | 4. Oktober 2019

Ich saß im Lauterbach und wartete. Nicht im hauptgeschäft in der Sprem, sondern in der filiale in der Fürst-Pückler-Passage, gegenüber dem bahnhof, gleich neben dem schwedischen hotel, in dem ich wohnte. Ich wartete auf P, wir waren verabredet. Ich war zu früh. Ich nahm sein manuskript und las. Wir haben den krieg schon lang vergessen,… Weiterlesen »

sand

Von | 4. Oktober 2019

Jedes korn in der sanduhr des lebens ein traum. Sie rieseln langsam und beständig, nach jedem umdrehen des glases neu. Reiben sich aneinander, reiben sich ab, gegenseitig, nach jedem umdrehen des glases, langsam und beständig, jeder mensch ein korn. Und der sand ist der sand im getriebe der geschichte, ist der sand, auf den wir… Weiterlesen »

steine

Von | 3. Oktober 2019

Ein paar steine fehlten bereits, fehlten schon lange, nur hatte es bis dahin keiner bemerkt. Konnte es nicht bemerkt haben, weil der blick in eine andere richtung gelenkt war, nicht auf die steine in der mauer, die unsichtbaren und die sichtbaren, sondern nach westen, nicht nach osten, wo der feind stand. Wir hatten uns gewöhnt… Weiterlesen »