land : fleisch : fasten

Komik : sagt man : sei Tragödie plus Zeit

Diese Mädchen mit den blaugeschlagenen Augen
Auf dem Karneval : alles nur Schminke
Sie spielen ihren Missbrauch nach : die Jungs

Gestreift : spielen Sträfling oder Scheich
Träumend : vier Häschen im Schlepptau
Der Boden klebt von Bier & Konfetti : die ersten

Schnapsleichen fallen um : mit ihrem Hauch mir an den Hals
Polizistinnen schieben Wache : Kinderfasching
Für Erwachsene : unterm Eisbärpelz kommt nach Mitternacht

Das Deutschland-den Deutschen-T-Shirt zum Vorschein

Abstrakte Menge

<> für Alain Badiou

1
In den Himmeln hinter unseren Blicken
Wohnen die Dinge. Nicht die Dinge
Zwischen unseren Fingern, nicht die
Dinge zwischen unseren Augen –
Die Ideen der Dinge. Welcher Dinge?

Dinge aus Klängen gemacht, Dinge
Die man abtastet mit den Stimm-
Bändern, Dinge die vibrieren. Es
Sammeln sich die Klänge zu
Unfassbarer Ähnlichkeit. Ähnlichkeit?

Die Dinge seien verwandt, sagt man.
Alle Dinge sollen verwandt sein. Und
Doch treten sie auseinander, treten
Sie ein in den Raum vor unseren Augen:
In die Himmel hinter unseren Blicken.

2
Wir verbinden die Dinge mit Fäden
Damit sie sich nicht voneinander
Entfernen. Wir sind verbunden
Mit Fäden, damit wir uns
Nicht voneinander entfernen.

Selbst sind wir Fäden, gewoben
Zwischen die Dinge, damit sie sich
Ihrer Ähnlichkeit gewiss bleiben.
Fäden zwischen den Dingen sind wir
Die Welt einhüllende Gespinste.

Wir wohnen zwischen den Dingen
Die uns umgeben wie wir die Sonne.
Wir wohnen mit den Dingen auf
Einer rotierenden Scheibe, und ihr
Kreisen macht uns der Sonne ähnlich.

3
Das Kreisen in der Brust ist ein
Strudel im Herzen. Die unsichtbare
Bewegung erregt unser Mitgefühl
Mit den unsichtbaren Dingen
Denen wir ähnlich sind. Ähnlich?

Das Ziehen der Wolken am Himmel
Lässt uns zurück in Erwartung der
Bilder, gestochen scharfe Kontur, die
Mit dem Licht verschwindet, so
Wie auch wir verschwinden im Schlaf.

Ähnlich? Im Schlaf werden wir uns
Ähnlich, Elemente eines abstrakten
Ganzen, unterschieden wie die Dinge
Und doch gleich, Dinge neben Dingen
In einem Gespinst unsichtbarer Fäden.

Tausendschön

Drei der Teigtaschen in Sahnesauce getränkt finden heute nicht den Weg in meinen Magen, die restlichen jedoch wagen den Sprungseilakt und hüpfen ein Guten Tag dortin zurück, woher sie gekommen sind. Mein Freund ist das Glück per se, strahlt seine ganze Ontologie auf den Mittagstisch. Das Gänseblümchen in der beschichteten Vase liegt wie eine kleine rosarote Sonne zwischen seinen Fingern. Tausendschön, sagte meine Mutter, als ich ihr ein Sträußchen pflückte. Damals zählten meine Geschenke noch etwas. Hier kann ich davon Reden zaubern, und es ist ein Zeichen meiner Deutungslosigkeit, dass ich die Hoffnung nie verlor. Seine Happyness schwebt hinweg, tändelt rasch und unentschlossen wie ein Lichtreflex zwischen der Lebendigkeit der Blume und der hauchdünnen Siliciumplatte, die seine geheimsten Geheimnisse beherbergt: Nerd is the new sexy. Ich bin verwirrt, orientierungslos und habe den Zweck meiner Bestimmung längst verloren. Ein trister Betonklotz vor dem hohen Fenster spricht von diktatorischer Gerechtigkeit. Das Glas Wein hat alle restliche Klarheit im Kopf hinweggespült. Nomaden sind wir, auf eine Spur gesetzt und mit einem Strohband verflochten.

Kommentarfunktion_Zhenja

Denken, die Augen springen hinter den Worten her und versuchen ruhig zu werden

Träumen, die Worte haben sich in Stimmen aufgelöst die etwas sagen, was nicht zu verstehen ist

Denken, ob das etwas zu bedeuten hat, ob das Ganze nun in Ruhe oder in Bewegung ist, in welche Richtung die Ruhe noch zu wachsen vermag

ob überhaupt Stimme, kein Traum

Du könntest Gitarre

Auf dem Land hörst du die Stille : wenn ein Vogel
Schreit : der den Abflug nach Süden verpasst hat
Berlin ist nah : und doch bekämpfst du das Verlassensein

Mit Arbeit : Tierefüttern : Ausmisten : Kochen und Trinken
Das ist das Hobby der Nachbarn : sie hocken unter roten Lampions
Und löten sich die Rübe zu : du könntest Gitarre spielen

Oder Theater : die Kohlhaasbühne steht auf dem Anger
Doch es gibt tausend Gründe : die dagegen sprechen
Es gibt keine Kultur : wo Agrikultur herrscht

Früher war alles anders : früher gab es Feste und Stickereien
Tänze und Musik : da war der Bauer abends Musikant
Nicht nur Produzent : so konventionell

Ich verkläre die Vergangenheit : damit sie dient

Featuring : Brinkmann : 74 : Funktion _ Denken

Es ist ein erstaunliches Gefühl, meine ich –
aus einer Musikbox, ganz weit zurück, kommt Rock’n’Roll-Musik und lässt mich die lateinische Übersetzung vergessen – –
Zwischen den weißen, frischen, zusammengelegten Bettlaken im Schlafzimmerschrank lag immer eine kleine mattschwarz glänzende Pistole, bequem für eine Handtasche.
Das Lernen macht weiter.
Der Schallplattenspieler, repariert, macht weiter. Auch die Interpretationen machen weiter. Es sind die Bücher.
Als ich in einem gräßlich eingerichteten Apartment in Austin morgens gegen fünf Uhr auf dem vollgepackten Koffer kniete und die Kofferschlösser zuzukriegen versuchte, hörte ich aus dem Radio ein Lied, das mir sofort, nachdem es angefangen hatte, gefiel.
Der Beifall macht weiter, die Wörter machen weiter, die Knöpfe machen weiter, der Stoff macht weiter –
Die teueren Vororte sind durch Stille gesichert.
Utopia ist eine Kiste.
*
Ich hätte gern viele Gedichte so einfach geschrieben wie Songs. Leider kann ich nicht Gitarre spielen, ich kann nur Schreibmaschine schreiben, dazu nur stotternd, mit zwei Fingern. Vielleicht ist mir aber manchmal gelungen, die Gedichte einfach genug zu machen, wie Songs, wie eine Tür aufzumachen, aus der Sprache und den Festlegungen raus.
**
Was für Entzückungen eine Straße entlangzugehen, während die Sonne scheint.
***
Der Raum macht weiter. Ich mache die Augen auf und sehe ein weißes Stück Papier.

J.P. Sunshine

Auf Deckhauben vergessener Tücherbäume:

Die Sonne bläult. Rotrosafarben
stehen Wolken im Dickicht.
Im glasig, rauchigen Schwaden Lustraum.

Fern ruft das stille Haar:

Adieu, mein Kapitän
bis zum Vierten der Woche.
Ich reise immer nur allein.

Mit Sternschnuppen im Knie.

Blaues Fettkraut

Diese Pflanze produziert an ihren Blättern ein klebriges Sekret. Bleibt ein Insekt daran haften, so wird es von den Blättern eingerollt und anschließend verdaut. (Römers Garten)

schnee : verlorne

Erster schnee : verlorne liebe
Zur natur : hol dir die ohr-
Feige ab : alter dichter-
Sack : dafür daß du noch
Immer am wetter hängst
Wie andre am dysfunktionalen
Strukturalismus : dieses zarte
Weiß auf den zweigen hast du
Nicht verdient : schließ
Die augen : wenn du unter
Ihnen entlangfährst : landest
Du am nächsten baum und kannst
Deine unwiderrufliche Liebe
Mit deiner blechschnauze küssen

etwas wie ein eingeknöpfter akt

das ich zu hassen dich begann geliebter etwas wie ein ausgeglühtes grau das mein augenlicht betrübt eine willenskurve später ich stelle meinen mund auf tot bei dir und springe vom dach in den nebel mir fliegt die nacht davon im geseier der trösterinnen und stürbe in ihrem willkommensschrei einander schreiend geblieben

zur neige

schnuckilie gib mir ein kussilie dann werd ich zum roten füchselein und trage mein halsband aus knochen greif dir ins verknopfte halbgesicht schnuckilie gib mir ein kussilie das gedrechselte ist eckig und grünlich gelockt schüchtern in mir dein entfernter begleiter im schwarzen sack im schwarzen sack du kannst deine strumpfhosen ausziehn

 

Winterillusion

Schnee ist gefallen : zart ziert er das Geländer
Grellweiss : unbestechlich : kalt

Lädt er ein zur Berührung : das erste Mal
In diesem Jahr : das keinen Winter kennt

Ich trete näher : will ihn fassen
Es ist der Mond : der hier herabgerieselt ist

Fast Vollmond : täuschend : schneeweiß

M.2

Wie ein Vogelzwitschern wieseln deine Herzstaben durch meine Zimmer.

Wie der Gesang verwünschter Wundertüten rudert der Fährmann zwischen den Schenkelhügeln.

Wie eine Taube gurrt das Beisammensein in Flüsterranken durch die Aderflüsse.

Wie ein Versprechen zukünftelt das Lächeln deiner Worte.

Durch lange Stunden der Gegenwart, wie die Schmetterlingsflügel ruhend
auf orientalischem Baldachin.

ein klingeln an der tür

geht vorbei, vorbei geh!
die nacht der nebel dunkelheit

geh vorbei pfeif deinen weg
nur diesen einen schritt

mach dass du fortkommst
die angst ist treu.
© Niko 16012014

Landgang

Tankerflotte arktis
macht frei den weg

flocken schnee das eis
die nord-west-passage
bären kreuzen

fremde freunde fremdeln noch
jaja die bären aber
die natur geht ihren weg

wie schön, sagten sich die kontinente
das eis zwischen uns
: es ist gebrochen.

© Niko november 2013

Ein paar hundert Plädoyers

Der Abstieg hatte schon länger begonnen. Drinnen war jetzt ein Frisör, im Fenster ein kleiner Stern, der das Dunkle, Regenichte müde beleuchtete, ganz als hätte ein Arzt sich zur Untersuchung seines Patienten entschlossen und ein mit Schwachstrom betriebenes Instrument hervorgeholt. Das matte Plakat in Schwarzweiß mit dem schönen Jüngling war nur von feinen und geübten Augen zu erahnen – und meine Kurzsichtigkeit war mit einem Mal kein Manko mehr, sondern von lustvoller Zärtlichkeit gegenüber dem zweidimensionalen Objekt. Das Ramschlädchen mit den Stoffvorhängen, vor dem die Straßenbahn hielt, blieb dagegen in finsterer Nacht. Ein paar Haselnüsse blühten schon, der Regen fiel in transparenten Punkten gleichmäßig wie im Schlaf. Du hättest gesagt, das ist die Jahreszeit, zu der man in diese Bar nicht gehen kann. Ich denke, das hast du ja gar nicht gesagt. Ich denke, ich und du und unsere gemeinsamen Essen in dem auf dem Abstieg befindlichen Lokal sind so straff miteinander verwoben, dass eine Trennung unmöglich ist. Ein strenges Muster in einem abfälligen Gottesplan. Zum Würfeln hat er nie geneigt, der Alte, und wenn er es hier einmal getan hätte, drei Sechsen wären diese Stunden mit dir und mir, dem Putengenuss und deinem aufgestellten Patent sicher nicht gewesen. Ich blicke in den Regen, die Uhr an der Straßenbahnanzeige steht auf 07:07. Bei Schnappszahlen denkt ein Engel an dich. Minuten später steige ich in die Bahn und die Erinnerung klammert sich an meinem Rücken fest. Offenbar will sie mitfahren. Ich knipse den Fahrschein und lächle ihr zu.

Ausgabe und Arbeit [Verausgabung und Mühe], und Reibung,

Fließt aus dem See [zu dritt] der Drei!
Sache und Gabe [Werk und Geschenk] – aus dem [Zweier-] See der Zwei!
Das Gras behindert die Füße beim Gehen,
[_] Gift löscht die Seele, und kalt wird das Blut.
[.] Stumpfes Messer schneidet schwer.
[:] Sackgasse – der / ein Weg // mit negativem Faktor.
Offen wandelt den Weg der Freudige,
Schwierig und mühsam schleppt’s sich auf ’nem Pfad.
Der ausgeweidete / organlose Körper, des Geistes // der Seele beraubt,
Der reglose Leichnam, der Bewegung beraubt [erleichtert],
Die Belustigung / Satire – eine Wohnstatt für Tote,
In denen du dich nicht regst,-
Ihr alle entfließt der Drei,
Die gute Sache dagegen – der Zwei. [Diesem See…:]
Jungfrau und Geist, flügelbrausend von dort her.
Die Zwei zweigt / treibt, es drängelt / dringt die Drei.
Travi uzhi schreit man’s an der Wolga,
Dabei / damit die Katz‘ aufhaltend.

Gezeugt oder gehaucht? Und warum als Tier?

Venus im Pelz 2

Film von Roman Polanski

„Der Herr, der allmächtige Gott, aber hat ihn bestraft, ihn in die Hand einer Frau gegeben und ihn zuschanden gemacht.“  BUCH JUDIT (Jdt 16,7)

Polanski_Venus_im_Pelz

Sie stehen sich gegenüber in klar verteilten Rollen: der Mann hat die Macht, die Frau macht ihn an. Gerade ihre Unvollkommenheit, an der sie eindeutig schuld ist – Zuspätkommen, Nichtwissen, Rücksichtslosigkeit –, ist die vollkommene Tarnung als Unschuldige. Damit wickelt sie ihn ein, den armen, willensschwachen, zaudernden Autor, der in nächtlichen Stunden die Regieanweisungen in den Computer hackt. Dazwischen eine Phase der Unbestimmtheit: Ist das noch Vorspiel, proben sie noch oder spielen sie schon Theater? Lächerlich: diese Ausstiege aus dem Spiel, das Vergewissern, wer den Hut auf hat, das stylische Hundeband um den Hals trägt. Konsequent: am Ende ist das Spiel Realität, das Handy, das noch mit der „Verlobten“ daheim verbindet und die profane Alltagsliebe außerhalb der Bühne mit Wagnerklingelton zu Bewußtsein bringt, in den Saal geworfen. Die Bühnenbeziehung droht in einen Seitensprung zu kippen, den die Frau souverän, selbstbewußt, fehlerfrei befiehlt. Sie kippt aber nicht, sondern mündet in einer antiken Tragödie, die als Komödie trapiert ist: die Macht, die der Frau dank sexueller Energie verliehen ist, taugt nur zum Heldendrama. C’ est tout. Denkst du nicht, das sei sexistisch?

Schneider

Ich bin der Schneider des Lebens, und maße mir das Leben an.
Ich schneide auf, und schneide zu,
Und schneide ab den Faden.

Lieblingsdichter

am liebsten mag ich
diese weißen blätter
im herbst
wenn der nebel  über dem talkessel hängt
und der wind sich um das haus schleicht
wie ein alternder räuber

dann tauche ich ein
in dein gedicht
als könnte ich dich erkennen
in den wortspielen
und spüren was du nicht sagst

die botschaft

ereignis reich die nacht
liefen hunde zu einem sternbild
zusammen
hinter wolkengedröhn

mitten im kalten winter

fressen licht von der milch
straße schwarze löcher
ein bellen am himmel

wohl zu der halben nacht

ein streunen
und im fell stallgeruch

wie uns die alten sungen

kritik

bei aller fernsichtabsorbtion: ich erkenne unkonturiertes, das fett und schläfrig in seinem möglichkeitsbettchen ruht. das mag meiner fehlsichtigkeit geschuldet sein und besitzt keine allgemeinbildlichkeit. ich erinnere mich nur wieder einmal an träume: kinderzimmer, puppenkissen, fühlen, was drin ist, wattefüllung, aufschneiden und schlafen auf stroh, zuvor noch dünn umhüllt von blau-kariert, könnte, müsste, sollte –

http://www.physiologus.de/moegl_sinn.htm

.

Für M.

Die Liebe hängt am Silberfaden
Leid und Klagewolken verhüllen
ihre klaren Scheiben

Ich willose leidlich. Die Geburt
der Zeit schreit abwärts
taumelnd: Wo bist Du?
Wo nur bist du, mein Herzstück?

Sie raubt den Verstand,
fesselt, zerstückelt, knechtet
– und fordert Erlösung.

Mein Jadestern, ich reiße
alle Himmelsdecken nieder
und flehe dir zu:
Vergebung!

Dämonen, Dämonen

Michael Jackson am Ende seiner Grundausbildung im Kampf für den Frieden.
Kommandant Leonidas: Immer kurbeln, ob rechts ob links, mit Mut gelingt’s.
Michael: Hä?
Leonidas: Wenn sie im Sichtfenster auftauchen, brauchst du am Anfang den Taschenrechner: Welche Note hattest du in Mathe?
Michael: Hm-hm.
Leonidas: Also nicht nachlassen. Damals an den Thermopylen hatten wir noch nicht mal Hallöfeln, um die Verzerrungen der Wahrnehmung wegzuschlürfen. Wir schaffen das schon, alles nicht so schlimm. Vorsicht! Diesen Knopf nicht. Den nehmen wir erst nächste Woche dazu.

Zwickau : Äußere Plauensche

Alles ist angemalt : alles ist ausgebaut
Sächsischer Barock : Bergbauinsignien
Die Mulde strömt eingezwängt durchs Tal
Liebliche Figürchen auf Säulen und Treppen
Sauber ist diese Stadt : adrette Menschen
In mittlerem Alter stöckeln ins Kino : ruhiger
Feierabend : und was sehe ich

Verfallene Straßen : die Äußere Plauensche
Das Dunkelgrauschwarz der Häuser : Klo
Halbe Treppe : Fliegengesumm über der Fallgrube
Hier hab ich gesessen als Kind und gefürchtet
Hinunter zu fallen durchs Loch
Des Aborts ins Grünglitschige : während
Die Eltern : Onkel und Tante weiterkauen
An Omas Karpfen Blau : während sie weitertrinken

Den unbestechlichen Klaren : der den Magen
Putzt : sie habens gut : müssen nicht mehr
Aufs Klo : mich haben sie vergessen und aus Protest
Schlucke ich einen Löffel Salz : nur einen kleinen
Aber der reicht : um zu kotzen
Und den Rest des Nachmittags überm Waschbecken
Zu verbringen : dann gehe ich hinaus
Und hänge selbstgemalte Verbotsschilder

Entlang der Straße auf : die keiner beachtet

Kommentar

zu: „Zukunft“

ich glaube, das hier wird so ähnlich wie der traum, (da wir nun schon bei dieser kategorienbildung angelangt sind): also der traum, in dem mein ehemaliger professor sagte, das exposee müsse komplett neu geschrieben werden, da es ohne methode sei, und wer immer noch den faltern im licht nachschaue, würde es in der ernst zu nehmenden wissenschaft nie zu etwas bringen. gut war, dass ich saß.

Das Tragische

Wie würdest du spüren
das ein Treffen mit dir

wie Weihnachten
für mich ist?

Wie konnte ich nur annehmen,
du würdest es fühlen ?

traumschutt

dem nachtschatten des 15. jährigen entsprang die idee:  ihr könnt nun eure beiträge traumschutt-kategorien zuordnen, hier ein erster wurf…

gibt es weitere vorschläge?