Autor-Archive: Mariusz Lata

Über Mariusz Lata

geb. 1981, in Polen. Lebt im Ruhrgebiet. Veröffentlicht Lyrik und Prosa in Literaturzeitschriften. Zuletzt: Gedichte in manuskripte 221, Graz 2018.

Von | 25. September 2018

Störung des Fließens, wir auf der Deutungshöhe das Licht hätte namenlos sein müssen (siehe:) die Festigkeit des Raums im Dunkeln Raum: ein Stuhl, besessen oder auf den Treppen im Rücken miteinander geschwungen wir erinnerten uns – jenes, was nicht belichtet war – vorwärts

Von | 3. Juli 2018

deine Suada ist dir deine Selbstminne dir sind deine Schweißschwaden in die Nase & zu Kopf gestiegen   noch nie hat einer dich zurechtgewiesen allein die Nabel-, nie die Umschau ist deins & einen Freund hast du   nie gehabt, wirst du nie haben so bist du nicht einmal dir selbst ein Leitstern   [deine… Weiterlesen »

Von | 10. März 2018

aufn Lungenflügelchen ein Schatten Dasein, das so präsent die Gedanken sind Zweitkörper die gehen den gleichen Weg zurande kommen mit was etwa dem ah, Baumstumpffindlinge oder mit jener Mundluke des Rucksacks draus keinerlei moralisches Gepäck & die Luken täuschen Stringenz vor das klingt inner Kloschüssel

Von | 13. Februar 2018

übern Großen, übern Kleinen Stadtsee derweil das Fäulnisfleisch des Horizonts reicht bis zum Rumpf des Kirchenschiffs worin gewöhnlich psychonautische Fracht vielleicht wissen die Penner davon (der Verfall häutet sich nur im Dämmern) wovon die Luft gestillt, Asphalt schwimmt dass die Ohnmacht der Zeit so täuscht indem sie das Ewige Licht nachäfft in allen Farben, in… Weiterlesen »

Von | 21. Januar 2018

Tinktur, die Spuren legt, deren Schlieren löge zwischen deinen Achselhaaren wenn ein Winken den Tag nicht retten könnte inzwischen von Namen gehen, die was bedeutet haben & das Gedächtnis, nämlich die Idee einer Ordnung ist tatsächlich der Stadtplan, wo keine (nicht eine) Straßenzuordnung stimmt          .   die Ereignisse, fern den Absolutionen das Gebannte, das Gesprochene… Weiterlesen »

Von | 27. Dezember 2017

wird aufhellen das Knirschen des Scherbengerichts unter den Schuhsohlen sonnen die Ausläufer im Nachzittern des Misanthropozäns   wird leuchten das Lob der Torheit durch die Atemwolken des langen Atems   Aufhellung    

Von | 24. Dezember 2017

einbrechen, Sprengstoff, wenigstens Polen-Böller sein der Glaube stiert aus allen Lagen stets, die hemmungslose Vermessenheit boxen gegen Schatten scheiden, sich bescheiden es gibt aber Fruchtkerne, die unbeschadet – hausen bis in die Haarspitzen, wo die Träume sich ablagern – überstehen, zu gedeihen sich anschicken eine befreundete Revolution wird geknospt haben das Blicken allerorten wird anders… Weiterlesen »

eingespeicheltes Empfinden

Von | 8. Dezember 2017

während des Entkleidens, ein Ton die Gesten, Gebärden: Moosmoder & der Trödel erst der Persönlichkeit die eingenässten Socken eingespeicheltes Empfinden das Schwülstige: eine Auflehnung oder der Anachronismus als Schlummer ein Tier, welches nicht einpasst Zweifelsumbau, ohne Schwung aber, Montagen, immer das Fühlen in den geflickten Fingerspitzen: ein Laut namens Gurkensuppe & die Vermessenheit stets

Von | 26. November 2017

EIN EISBERG mit Sprüngen der Schwärze darin die brechen ab im Zählen die springen menschenleer da der Cut & deutet als Cowboy freilich oder Kopfgeldjäger aufm Hocker sitzend John Wayne nüchtern ganz schwenk dorthin wo´s ihm passt & behauptet gewissheitsumkränzt stiegen die Menschen kämen von dorther alle/ aus MONTEVIDEO.

Zwischenreich

Von | 23. November 2017

Lichter kreuzen überm Gerümpel, das sind Lebensäußerungen der Sehnen, Muskeln wenn die Schuhe klacken, dem Rauschen der Stille lauschen wir aber sind im Zwischenreich, darin Müll wüst ich steige über Armgebinde, Beinverwüstungen & suche der Lebern Aussprache immer Bögen, nie die gebotene Härte

Der Schlaf

Von | 30. Oktober 2017

Sie entschlafen sich, jeder für sich. Des einen sei nicht der Schlaf des anderen. Kein Strahl der Gewohnheit. Ihr inneres Sprechen, nie nach außen gedrungen; ein Sprechen in die Eingeweide, das muss sie begleiten, jeden für sich, auch im Schlaf. Gleich nach dem Eintreten erschlafft er bis zur Unkenntlichkeit; vor der Hochzeit hatte sie dergleichen… Weiterlesen »

Munden

Von | 16. Oktober 2017

Augen Blicke munden wie nichts sonst sodass sogleich geschlagen Du zerschlagen für Augen für Blicke lang dein Wüten & richten´s wieder auf sodann dass her-, & eingerichtet dir dein Grundton noch barbarischer noch schöner Weilen & Weilen lang klingen & dir munden will

Umwendungen

Von | 13. Oktober 2017

in Zigarettenpausen der Zusammenruf der Dienerschaft ihrer Nöte Leidenschaften, Erotik-Abenteuer hat sie in Filmen gesehen was sie in sich trägt, ist Inventar die losen Schnüre, an denen sie zieht versuchsweise, die Umwendungen so vieles & alles ist möglich an Löslichem am Strom der Experimentierfelder nur das Tamtam ums Lose, kann’s erhöhen, zersinnen die Umwendungen kehren… Weiterlesen »

veraltet

Von | 11. Oktober 2017

veraltet, zum Durchschauen drein den Hosenbeinen zwischen der Naht, das sind die Zutaten wie die Fernsehantenne samt immergleichen Raben Töne, selbst des Umwebens Geschichten will auch andeuten sich überm Trüben: Versöhnliches so wirksam ist das nie Ausgesprochene die Lüste auch, verlaufen sich in den Untergrundbauten (veraltet)

Märchen

Von | 6. Oktober 2017

bluten, wer hat den schönsten Zerrspiegel? verteilt sich Märchen nehmen so viel auf, damit überhaupt was drin ist, an Märchensubstanzen ein Uppercut? ein Nagel quer durch die Stirnhaut? Märchen rinnen, ziehen durch Nase, Mund- & Rachenraum Märchen im Blut wollen sich erzählt wissen (Märchen)

Konvention

Von | 4. Oktober 2017

Konvention. Er trägt sich & erträgt sich. Findet sich nur wieder, steht er in der Kurve mitsamt & darf brüllen, schreien, sich ärgern & freuen et cetera. Im Büro, wo sie vermeintlich die Entbehrlichen verwalten, zu welchen der Ertragende auch gehöre, nicht nur aus Solidarität, spricht er naturgemäß vom Ich & sagt dann zu den… Weiterlesen »

war, ist, wird sein

Von | 3. Oktober 2017

wieder stehen, du hier, dein Jacques andernorts, die Soßen rinnen, wie Zeit ins Eisengestänge, in Grabarbeiten denn: war, ist, wird sein, inzwischen Zahnlücken, das Pfeifen & das Widerspenst, wider die Höhlung & die Materialbröckchen gehen nie aus Jacques widersteht den regelnden Regalen (war, ist, wird sein)

das Licht

Von | 30. September 2017

gesetzt einige Augenauf-, zig Herzschläge lang etwa bis in den zwölften Stock hoch lang es gäbe DEN WILLEN was wollte das Licht beim geöffneten Flurfenster dann: die Atemluft erhitzen? das Gelb gelber das Blau blauer machen? den Schweiß trocknen? Schneisen schlagen? Verwandlungen verlangsamen beschleunigen? wohl nichts anderes als zwischen den Zweigen allerorten Lichtungen säen das… Weiterlesen »

was ist Erinnern?

Von | 30. September 2017

ein Gruß, ein Wink, Bedingung oder Dünger die letzte Ware: dass es was gab Fragen, in sich verzweigt, davon hast du abgezweigt selbst im Gruß, die Verstecke fürs Umwachsen (was ist Erinnern?)