und werde

Mit zweiundzwanzig hatte ich erstmals in den Abgrund geschaut, und mir schwindelte angesichts der Behauptung, Sein und Nichts seien ein und dasselbe. * Nun, mit achtundfünfzig, ist mir ein Blick geworden, der sich seines Schauens erinnert, seiner Voraussetzungen, der Festigkeit des Staubs sowohl wie der Hitze, in der er verbrennt.

** Die Kohle geht zur Neige:- oder ist es eher die Atemluft, die knapp wird?!

* Die Differenziale erzitterten in ihrer ganzen, großen und bloßen Verankerung. Die Zahlen begannen sich zu ekeln. Gefühl folgte auf Gewühl, Winter- auf Sommerschlussverkauf.

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Dinge traten ein in ihre Verwandlung. Wurden wiedergeboren. Menschen traten hinzu.


Einst war ich die Grenze, nun ist das alles zeitlos vergangen. Mit dem Werden der Erfahrung grenzt es bewusst ans Neue, hundertjähriger Lidschlag. Die Menschen und Dinge riechen nach Salz, nach Dung die Pflanzen und Tiere. Mit dem Zwinkern verliert sich, was mensch nicht haben kann, es sei denn, dass es sei

J. W. Rosch
geb. 1967 in Charkiv, lebt in Frankfurt am Main. Gedichte, Prosa, Roman. Bisher bei LLV erschienen: Jokhang-Kreisel. Gedichte und kurze Prosa mit Zeichnungen von Anna H. Frauendorf (2003), Goðan Daginn. Gedichte. Mit Radierungen von Mechthild Mansel (2010).

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