Monatliche Archive: Februar 2012

Colibri

Von | 29. Februar 2012

Im Ort gibt es das Café Colibri. Genauer gesagt heißt es „Pastelarias Colibri II“.Colibri II liegt an einer Verkehrsinsel mit drei Palmen und wenigen Verkehrsschildern. Von hier aus geht es zum Supermercado Apolónia und auch ins etwas größere Nachbardorf Guia. Dort findet man Pastelarias Colibri I.Colibri II bildet die Ecke eines „Centro Commercial“, das keines… Weiterlesen »

meeresrauschen

Von | 28. Februar 2012

( sentiment bearish) wo sind die eisblumen überall nur schaumkronen schaumwein schaumschläger schaumermal welche wellenlänge meine deine keine eiswürfel im schrank muschelbeklappert stehe ich da und die da können fliegen die schwarzen käppchen auf schneeweißen wölkchen mit ihrem seidensegel bei mir fliegt nur das fischbrötchen aus der hand in den sand meer is heut nich

Österreich.

Von | 28. Februar 2012

Uhhh, ich sehe, wie Sie Ihre Augen verdrehen. Es gibt keinen schöneren Moment als den, der vom nächsten nichts weiss. Ihn vielleicht nur erahnt. Als sich ganz aufzulösen. So wie ich Ihre letzte Mail noch in Erinnerung habe: Ihre Wenigkeit, so schrieben Sie, sei wieder in Berlin. Und während Sie, an unserem Tisch in der… Weiterlesen »

Obere Gesichtshälfte.

Von | 28. Februar 2012

Auf den Vorderfüssen schleich ich mich an. Das Triumvirat meiner Zehen reisst dich dennoch aus dem Schlaf. Es gehn uns plötzlich ganz andre Gedanken durch den Kopf. Aus dem Anverpflüchtigen ist was geworden, bedeutest du mir mit einem Blick aus dem Dunklen. Du bist so seismographisch. Später schlachte ich mein Lechzen nach dir noch weiter… Weiterlesen »

Fussnote zu dir.

Von | 28. Februar 2012

An meinen Verdunklungen bin ich vorbei. Da kommt mir sogar meine Chesterfieldcouch entgegengeflogen. Auf der hab ich so schlecht geschlafen, als mein Bett voller Flöhe war, der Merle wegen. Alles was du spürst, ist so. Und dann wird es so. Ohne dich zu verweigern. Ohne dich zu mündeln. An den letzten Vergreiflichkeiten wär ich so… Weiterlesen »

schrankmusik

Von | 27. Februar 2012

„ich hatte heute routane hauptuntersuchung“ quadrat zu rechteck zu quadrat da noch eine schraube locker fest bohrt die windung sich ins holz ein fach für jedes sammelsurium gut geschmierte scharniere drehbare schlüssel da steckt routine hinter.

Verlierübung.

Von | 26. Februar 2012

Danach Aufgabe deines Existierens. Zumindest immer noch Sehnsucht. Süchtig. Kleine Aufwachmissverständnisse. I know. Manchmal hab ich mich derart in der Nacht vertan, derart in der Nacht ins Kissen gebohrt, dass es am Morgen oder an anderen Verlierübungen auf dem Schädel liegt, wie herumgekrochen. Little peak. Understood heisst: darunterliegen. Darunterstehn ist wie nur unter einer Brücke,… Weiterlesen »

Schmähschriften

während vor Zeiten hier riesige Schränke und Türen aus den Fenstern polterten – großformatige Quadrate & Rechtecke, folgten Momente später nur noch kleinere Eiswürfel. (Jetzt unsichtbarer Nieselregen.) Werft doch wenigstens Tulpen herab, in deren Blättern sich Schmähschriften rollen.

Horizont

Von | 25. Februar 2012

Ich schaue in den makellos blauen Himmel über einem weißen Dorf. Keine Menschenseele ist zu sehen weit und breit. Das Meer rauscht in die Stille hinein. Mein Blick streift über den Horizont, eine Katze auf weichen Pfoten. Die Fläche hinter dem Dorf bis zum Horizont ist mit Meer angefüllt. Blau an Blau liegen Meer und… Weiterlesen »

Rach tot und süchtig.

Von | 24. Februar 2012

Ein Niemand mit dem Hang, sich selbst zu vereiteln. Die Begegnungen mit den Hängen zum Niemand hängen dir zum Hals raus. Ich versteh es ein wenig. Glaub mir. Ausserdem kann man nicht immerzu alles von sich verlangen, sich abverlangen, dann geht man vor die … uuhhh mist das willst du ja nur hörn, komm lass… Weiterlesen »

osterglocken

Von | 23. Februar 2012

den weg ins gras möcht ich beschreiten, weiter noch nach unten gleiten, mich an braune kletten kleben, liegen möcht ich, knapp daneben, über mir ein heller streifen, gummi zieht sich auf die reifen, dicht davor narziss sich reiht, in dem gelben osterkleid.

mittagsgespenster

Von | 23. Februar 2012

schöner morgen kätzchenverkehr ich seh dich in gesprenkeltem blau und nenn die liebe liebreich beim namen meine triadische familienblüte trägt die träge sonne bis es beinahe zu spät ist für gängelnde zeilenmonster in einem niederhängenden schlaf

Wie an Eislippen.

Von | 22. Februar 2012

berührung schrei mich in deine aufgründe liebst du auch meinen gaumen obwohl ich die tiefroten rosen wie wenn du hinter mir gestanden hättest wieder zurückgestellt habe ich vermisste pracht ausgemurmelte verwehungen dein aufduften mit jedem tag aus denen man mich minütig schneidet vervollkommnet wahrannahme auserwacht du weisst dazwischen darf die sonne somnabuhlen mit meinen sich… Weiterlesen »

kleine stecklinge

Von | 22. Februar 2012

die finger gabeln sich fort ins schweigen der haut, essen ihr milchiges licht, wurzeln im haar des vergessens. ihr tippspiel flink und flunkerleicht wie marionetten, handkehrum in beugeschritten über die steckhecken

Sommer, Rollfilm, Kurzspule

Von | 21. Februar 2012

Sie redet und redet. Er sitzt neben ihr und hat winzige Seidenvorhänge in den Ohren. Der leichte Sommerwind lässt sie hin und her wehen. Wie gut. Sie redet immer soviel. Und so lange. Und so seltsam leise. Die Keime. Die Hausstauballergie. Die Flecke, die nie rausgehn. Grasflecke, das sind die schlimmsten. Willst du ein Würstchen.… Weiterlesen »

Sommer im Diaformat

Von | 20. Februar 2012

Machtest du auch mit deinen Eltern Urlaub in einer Ferienwohnung an der See, (es sei Spätsommer, sie legen die Beine hoch, um sie herum Bügelbrett, Kleiderschrank offen, Inhalt herausgequollen, Kinderzeichnungen, halb beschriebene Blätter, Kugelschreiber, unsortierte, halb herunterhängende Gardinen in durchsichtigem wolkenweiß) Draußen peitschte die stürmische See, und ein vorgeschlagener gemeinsamer Spaziergang würde von den Eltern… Weiterlesen »

Lid.

Von | 20. Februar 2012

Marizz war neben Ludwig ein Mensch, der mich in meine Pfütze trieb. Keine Minute zu viel der Lüge. Aus-Blicke zeigen sich in kleinen Gesten. Wie sieht sie mich an, wie dreht sie sich zu mir herüber. Hält sie meinem Blick stand. Tschüss, du alter Wal. – Machs gut, du… Und sie schiebt ihr schönes Gesicht… Weiterlesen »

engere wahl

Von | 20. Februar 2012

unüberschaubare möglichkeiten undurchschaubare vielfalt wir sind zu wählen verdammt wahlen im sekundentakt unvergleichliche alternativen unbeschreibliche listen hungrig verlässt der jäger den schwarm

doch vorletzte cigarre …

Von | 20. Februar 2012

Verfolgungsringe: als hättest du es aufgegeben, deine Vergangenheit erobern zu wolln. Als hättest du mich endlich gefragt. Wie nach dem Streicheln eines Tomatenstrauchblattes. Es riecht so verdammt gut. Als wollte meine Nase die Finger ganz in sich einziehn. Auffressen. Wie immer wieder Liebe an sich spürn. Verlockend der Blick über dem Abbrand deiner letzten Cigarre.… Weiterlesen »

Strandläufer

Von | 20. Februar 2012

I Ich habe die Strandläufer entdeckt: Es sind kleine Vögel, die an der Wasserlinie entlang rennen. Mit ihren dünnen Füßchen können sie unglaublich schnell rennen. Kommt eine Welle, fliegen sie nicht auf, sondern rennen ihr voran wie kleine Herolde, das Ende der Welle voraussagend. Sie tragen dieses Wissen in sich, die Wellen-Vorhersage. Ich beobachte einen… Weiterlesen »

DIE TAUBE

Von | 20. Februar 2012

Ich spüre sie, die Taube. Oft ist sie morgens da. Dann bist auch du da. Du liegst neben mir. Kein Fremder mehr, doch muss ich mich jedes Mal wieder an dich gewöhnen. Ich stelle fest, dass du anders bist, als die Männer vorher. Du nimmst sie wichtiger als ich. Die Gewissheit, dich im Schlaf berühren… Weiterlesen »

die monstranz der tortentanten

Von | 19. Februar 2012

(1 cleines caffee & cuchen couplet) in ermangelung von worten (begeisterungsschweigen?) protzen wir mit torten (aber bitte mit französisch creme) und zwar aller sorten (denn : das können wir!) testergebnis : literatur ist es nicht neu ist es nicht aber dieser unerschütterliche früchtestolz 1 gedicht (allerdings: voll mainstream) (helau! mit abgespreiztem kleinem kafffètassenfinger)

bürgersöhne 2

Von | 18. Februar 2012

die mit der uniform trara die mit den bärenjungen der stadtmajor der fähnerich die eskadron das tamborcorps freischießen will gelernt sein und die wahl der bürgerschaffer ist schließlich einer der wichtigsten punkte der jährlichen bürgerversammlung die herren bürgerschaffer dürfen den flottkuchen servieren bei der schafferkaffeetafel rangeln die schausteller um die freien plätze und der bürgermeister… Weiterlesen »

Coccolithophoriden

Von | 18. Februar 2012

CoccolithophoridenIch drücke meinen Rücken in das weiße Bett. Unter mir die Matratze, über mir weiße Bettdecken, zwei übereinander, darüber eine Wolldecke. Ich ruhe, ich träume, ich denke. Ich halte die Augen geschlossen. Hinter meinen Lidern wandern Gedanken hin und her. Sie hinterlassen Spuren, Abdrücke. Feiner Kalkstaub rieselt herab. Herab an meinen Meeresgrund sinkt er und… Weiterlesen »

parasitär

Von | 18. Februar 2012

zuschanden im warten auf die gegenwart schlaf ich mit einer zeile ein so blauenhaft schön welche farben sind dir meine worte buchstäblichkeit oder eine geistverletzung auge an auge scharwenzelt die räuberische tritonschnecke wie einsamkeit zwischen uns ein ausgekühlter raum im zergehenden tag wann wirst du mir fremd geworden sein im sommer such ich meine sieben… Weiterlesen »

monetäre mänaden

Von | 16. Februar 2012

die wut zerreißt uns der dionysische zug verläuft sich wer muss dafür bezahlen wer wird hier gerettet und wer weiß wie wir wirklich wüten werden antikes oxymoron: wer hat dem wird gegeben wer nichts hat dem wird das rasen wird wachsen