Kategorie-Archive: Realitätsschatten

Tränen trocknen im Sonnenschein feat. „Utopischen Stress“ (U. Hassbecker)

Von | 27. Dezember 2020

Tränen trocknen im Wind allein Wenn die Katze kindlich ihren Schwanz jagt Wenn der Hund seinen Nachbarn schwanzwedelnd Wenn der Mensch stumm seinen Worten hinterherblickt Wenn es hinterher nicht schlechter ist als vorher Wenn gestern und morgen Freunde geworden Wenn’s Geworden ein dampfendes Einst, bergend * Wenn hinter der Mauer die Steine einen Plan

Bier

Von | 23. Dezember 2020

„Bier ist die totale Einlullung.“ „Was? Wieso denn gerade Bier?“ „Na, Bier hole ich mir, wenn ichs mir gemütlich machen will. So zum Abend. Nach harter Arbeit. Da geh ich dann schnell noch mal in die Kaufhalle, hol mir drei oder vier Flaschen Bier, und dann zieh ich mich in mein Bett zurück und trinke.“… Weiterlesen »

Drei Tage vor Weihnachten

Von | 18. Dezember 2020

Nun rattern die Erntemaschinen drei Tage Vor Weihnachten übers Feld : grün reckt sich Das Futter empor für die murrenden Kühe in offenen Ställen : bald gehört Der Mammutbaum mit seinen mächtigen Wurzeln zum „heimischen Gewächs“ Schnee kennen die Kinder Aus Filmen der hundertjährigen Eltern

Wahlkampf 2021

Von | 17. Dezember 2020

Zarathustra antwortet Anne W.: „Deshalb war die Westschule eine Volksverdummungsmaschine.“ […] „Und: Bitte entschuldigen Sie meine volkstümliche Ausdrucksweise!“ PENG\ „Sie sehen: das hier ist kein nachträgliches Plädoyer für die sogenannte volkstümliche Bildung, sondern die polytechnische Kritik daran…“

Vater, reloaded

Von | 13. Dezember 2020

Eingereicht am 15.10.2016 um 09:37 1) Mutter erzählt mir von Vater. Dass er wieder nicht mit ihr redet und dass er jetzt bekloppt wird 2) Vater sagt zu mir, deine Mutter, die kannste vergessen 3) Tante Adelheid ist abwesend, denn zur Verwandtschaft besteht kein Kontakt mehr 4) Das hier ist ein Inselgrundst+ck = Stoff für… Weiterlesen »

Dein Museum : Für die Musen

Von | 30. November 2020

f. U.R. & R.B. Hier in F. füttern sie die Ultras mit Politik. Wasserhäuschen allerorten, eine Frage der Tradition. Der Arbeiter-Samariter-Bund erhielt eine eigene Schule, sollen sie sich doch selbst, ohne fremde Hilfe, zugrunde-richten. Du hattest die gleiche kehlige Schwarte um den Hals wie ich: „Ouma, sollisch dier die Flasche uf-f’n Nischel hauen?!“ Wir lachten.… Weiterlesen »

Und auf dem Grabstein soll man lesen

Von | 24. November 2020

Und auf dem Grabstein soll man lesen: er kämpfte gegen den Schwein-Schein/die Art// die Grammatik und riss seine/ihre Schwere von sich herunter. Er sah keinen Unterschied zwischen der menschlichen Art und den Arten aller Lebewesen und stand für die Verbreitung des Gebots & seiner Maxime „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Er nannte die unteilbaren… Weiterlesen »

Die Farbe von November

Von | 8. November 2020

Sturmschwalben ziehen über das Watt. Das Meer atmet lauter. Du sammelst Fragen, die das Wasser tiefer spülte als meine Worte. Dort hinten ist die Sehnsucht weites Hügelland, und ihre Gräser schweigen. Ein Bild von ihr hängt schief noch immer zwischen Bücherwand und Tür.

[oden | wälder … wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head]

Von | 4. November 2020

[oden | wälder wir ruderten die themse hinauf nach maiden | head] wörtliche rede wir legen hörrohre in die weit verzweigten enden der wälder die fein verästelten adern ihrer wurzel und blattwerke in das grüne auge mit der herbstfarbenen iris die pulst unter der rinde quillt als harz aus allen schnitten süß duftende wunden verletzungen… Weiterlesen »

Ein Diléttant

Von | 18. Oktober 2020

Das Metall, kälter als Luft. Der Himmel grau, noch weiß fast fahren Baugerüste in ihn hinein, die Kirche schießt dünnste Türme nach oben, ihn zu berühren. Sie schafft nicht, die tief- fliegende Wolke zu stechen. Der Himmel bedeckt, was darunter hängt, da reißt er  auf und stellt sich bloß. _ Länger als eine Stunde wird… Weiterlesen »

Ebene sieben

Von | 17. Oktober 2020

Sangesi spricht. Sie sagen, gestorben seien die Rjurik und Romanow, Gefallen die Kalédin, Krymów, Kornílow und Koltschak… Nein! Mit den Sklaven (kämpfte/ die polnische Garde) trieb es Pan, der Durchtriebene [waren da Kastraten & Jungpioniere, barocke Avantgarde] – War Kiew schon zig.mal erobert, verbrannt. Asche, Feuer aus Eis… Der Reiche weinte: da lachte, wer arm… Weiterlesen »

Poesie und Prosa

Von | 14. Oktober 2020

Auch er, der Dichter mit dem kindlichen Herzen: nicht frei von Moralinstaub zwischen den Gedanken … und es reizt die übersensible Nase zum Niesen just in dem Moment (b e i m L e s e n) da die dem Leiden entsprungene Verachtung gut und gern auch dich treffen könnte – << Oh Hassesblick der… Weiterlesen »

Die ausgewilderten Worte

Von | 3. Oktober 2020

Den Dingen gleich betreiben sie ihr Spiel mit der Gleichheit, die ausgewilderten Worte Den Dingen gleich ernähren sie in der Seele die Illusion und leben gut davon, die den Dingen durch Ähnlichkeit verwandten Worte, die sich fein säuberlich getrennt immer in einem wortreichen Sicherheits- abstand zu ja und nein erhalten (diesen Wächtern unser aller Kindheit,… Weiterlesen »

Im Schnee wird meine Stimme blau

Von | 20. September 2020

An meinen Versen hängt noch Nacht. Bei der Kaimauer rufen die Möwen nicht mehr, und Schiffe fahren zu keinen Ufern. Worte graben sich in Sohlen und Ackerfurchen. Ob sie über mich hinauswachsen im Frühling zwischen gestrandeten Gedanken und morschen Planken – Du legst mir Meer vor die Füße, doch jeder Tropfen rinnt an einen Ort… Weiterlesen »

Kaum hörbar : laut

Von | 6. September 2020

Im Sturzflug kreisen die Rotoren Hubschrauber erklimmen Berge Beton : Beton : Beton Fürs Hüttchen auf der Alm Der Sturzbach rauscht Kaum hörbar : laut Die Wanderer : sie rasten Im nächsten Jahr : so Bauherr will Ist oben Schluß mit Fasten

umgehung

Von | 28. Juni 2020

unbestrumpft abgebogen in die vertrauten gärten voll der rosen kraftduftendem odem springt flaneur träge zum wegrand hinüber als vierrädrige staatsmacht frech sich verirrt hat in dichters flur grau überwölkte bewegung ist noch leicht aus zu machen im verzug der eigenen courage liebevoll entsprungen sucht neues alte hauptstatt im langsam anhebenden takt der djemben auf grünender… Weiterlesen »

Wir sind alle

Von | 20. Juni 2020

Amazonasbewohner, mehr oder minder Traum von Wasser oder Wasser, das die dämmernden Körper bewegt Maschinenbauer und perturbierende Stoff- wechselzentren, Organbesitzer und Verlierer exklusiven Vertrags Was sind wir noch? Alles, was die gefügte Ordnung aufzulösen begehrt und sein Begehren fortwährend bedroht weiß Körper und Denken getrennt, eine Seele aus Zweien, die nicht weiß – woher das… Weiterlesen »

Das hier

Von | 16. Juni 2020

„Und er hat dich wirklich nicht noch einmal gemalt?“ fragte Eduard ungläubig. Das letzte Wort ging fast unter. „Dr. Motten hat ihn sicherlich davor gewarnt.“ „Nein, Eduard. Er wollte mich mittags malen, bei Tageslicht. Ich habe ihn versetzt. Er war nicht einmal böse. Ich glaube, es war etwas anderes.“ Ich fühlte eine seltsame Leere und… Weiterlesen »

Amputationen

Von | 10. Juni 2020

Man nahm dem Engel die Arme. Er konnte nichts mehr halten. Man nahm dem Engel die Beine. Fortbewegung wurde fast unmöglich. Man nahm dem Engel den Kopf. Er konnte nichts mehr hören, sehen, riechen, schmecken und denken. Man ließ ihm die Flügel. Damit kann er fliegen.