Tränen trocknen im Sonnenschein feat. “Utopischen Stress” (U. Hassbecker)

Tränen trocknen im Wind allein

Wenn die Katze kindlich ihren Schwanz jagt
Wenn der Hund seinen Nachbarn schwanzwedelnd

Wenn der Mensch stumm seinen Worten hinterherblickt
Wenn es hinterher nicht schlechter ist als vorher

Wenn gestern und morgen Freunde geworden
Wenn’s Geworden ein dampfendes Einst, bergend

*

Wenn hinter der Mauer die Steine einen Plan

Dieser Beitrag wurde von Zhenja am 27. Dezember 2020 um 21:13 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

8 Kommentare »

  1. Silvester gehst du zur Oma. Wir wollen feiern. Die Oma hat nen Knallbonbon. Den hat der Hund gefressen.

    Comment by Hundchen II — 31. Dezember 2020 @ 15:36

  2. Die Oma feiert Silvester. Es knallt. Was war das denn für ein Bonmot? Alle lachen, ah – unser

    Comment by Hundchen I — 31. Dezember 2020 @ 19:50

  3. Die Kaiserin grübelte. Sie liebte diesen Mann. Andererseits trachtete er ihr nach dem Leben, seit sie wieder verliebt war. Sünden, Sünden & Todsünden – wie war das alles doch damals beisammen in der Rede des Padre, dessen Gesicht auf sie immer so verschmitzt gewirkt hatte. Mit unmerklichem Lächeln versiegelte sie das gefaltete Papier.

    Comment by Konkurrenz — 1. Januar 2021 @ 12:41

  4. Und da gab es noch die Omi. Die hatte auch mal Tanzstunde. Und da gab es doch diesen Schlager mit “was machst du mit dem Knie lieber Hans…”. Und die Omi, die hat mir dann den Text erklärt: “Weißt du, da gab es doch diesen Schlager … und irgendwie hab ich mich immer gefragt, was macht der denn mit dem Knie … aber dann in der Tanzstunde, da hab ich’s dann kapiert – der schob mir immerzu das Knie zwischen die Beine, und ich dachte, was macht denn da … irgendwie ist da was so komisch – und dann hat die Freundin mit das hinter vorgehaltener Hand erklärt, ja weißt du denn nicht was das war – also, da hatte der nen Ständer …

    Comment by Kniegymnastik — 1. Januar 2021 @ 20:49

  5. … und auch im Januar 2021 macht die Welt noch Kniegymnastik – und ich dachte, da ist sie schon hundert Jahre weiter …

    Comment by Hallo, hier ist die Omi (reloaded) — 1. Januar 2021 @ 22:05

  6. Na nun lassen wir doch mal die Omi im Dorf. Ob sie nun eine Bürgerliche war oder nicht, tut hier nichts zur Sache. Falls nicht, war es offenbar auch kein Verlust für die Menschheit: dass sie irgendetwas ‘mal nicht war, obwohl doch die Menschen in ihrer scheinbar grenzenlosen Extrovertiertheit dazu zu tendieren scheinen, noch einem jeden Tier die besten Sekunden aus Leib & Leben herauszuschneiden.

    Comment by Räudiger Kater — 1. Januar 2021 @ 22:21

  7. Aber was hat denn nun der obenstehende Text mit Oma zu tun? Mit Oma, wie wir sie erlebt haben? Klar, sie war keine Zarin. Klar, ihre Bürgerlichkeit blieb unterhalb der Möglichkeiten des aktiven Wahlrechts. Und klar auch, dass ihre Schlager und Gymnastik(-phobien?!) – falls es tatsächlich so gewesen sein sollte – nicht zum sentimentalen Himmel unserer Gründe für Handeln und Unterlassen, schon gar nicht zur rationalen Definition von Nichthandeln taugen. Aber der Ekel vorm Knieknorpel in der weichen Zone des Eigenen, vorm Hartgries im Breiparadies ist wie erklärungsbedürftig, so auflösbar.

    “Betrachten wir einmal die menschliche – unsere?! Seele so, als handele es sich um Dreiecke, Vierecke und Kreise” -

    REDEN WIR EINMAL ÜBER LIEBE & HASS!

    Comment by Im Dunkeln sehen — 2. Januar 2021 @ 11:54

  8. Der Unterschied zwischen uns Menschen und den Dreiecken, Vierecken und Kreisen besteht darin, dass wir noch immer einen Plan haben und meinen, dieser sei unser Plan, während sie einfach so sind, wie sie sind, indem sie einem Plan folgen, der nur für jene sichtbar wird, die ihm genau, in allen seinen Details & Einzelheiten und gewissermaßen zeitlos, wie außerhalb der Zeit stehend, folgen, aber sich dabei bewegend, und darin schwimmend wie fliegende Fische durch den Luftraum ziehen, Erinnerung daran, dass sie ihn einst verlassen.

    Comment by Dunkel — 3. Januar 2021 @ 08:32

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