Die vier Jahreszeiten

Von | 1. Juni 2021

nach einer Melodie von Vivaldi

 

Sind in Vergessenheit geraten : im Herbst

Ernten wir und nehmen Abschied

Im Winter kehrt Ruhe ein : Erholung

Und Grabesstille : im Frühling

 

Atmen wir auf und streifen die schweren

Jacken ab : die Brust bläht sich

In kitzelnder Luft : die Zipperlein

Weichen : Bakterien

 

Und Keime fliehen ins Trockene

Um auszutrocknen : der Hals erholt sich

Der Husten hoppelt davon : sagt

Ernsthaft : ihr habt das alles

 

Vergessen : wenn ihr den Absturz

Der Zahlen seht : freut ihr euch

Auf den Sommer wie Kinder

Und laßt euch belehren : all das

 

Sei das Werk eurer Disziplin

Nicht der Jahreszeit : was ist das

Für eine Weisheit : die uns einsperrt

Im Herbst und im Winter

Kategorie: Panphobie Realitätsschatten

Über Theodor Holz

geb. in Dresden im Herbst 1989, hab die Wendewirren mit der Muttermilch aufgesogen, Pflastersteine wurden aus dem Bahnhofsvorplatz gerissen und flogen knapp an meinem Kinderwagen vorbei, meine Mutter konnte ihren Beruf als Jungpionierleiterin auf dem Albrechtsberg nicht mehr ausüben, sie nahm an einer Umschulung zur Altenpflegerin teil, während ich brav die Kreuzschule besuchte.

4 Gedanken zu „Die vier Jahreszeiten

  1. Rückfrage zur Kategorisierung

    Panphobie als Realitätsausdruck?
    oder gar
    Realität als Phobie?

    Hegelsch mit Hölderlin: die Phobie als poetisches Schrumms?

    Antworten
  2. Vorgangsnummer

    So raffiniert geht die AFD vor:
    1. Die Information wird als Blaupause der Zelle vorgelegt. Sie wurde zuvor in die Zelle eingespritzt.
    2. Die Zelle ist schlau und erkennt den Bauplan. Eifrig beginnt sie mit dem Nachbau. Sie baut nämlich nur nach Anweisung. Selbstverständlich stellt sie das Nachgebaute nicht in Frage. Sie tut lediglich ihre Pflicht.
    3. Nach einiger Zeit erkennt die Zelle, dass das Nachgebaute ein Parasit ist. Sie startet, ebenfalls ganz pflichtgemäß, die Abwehr des Parasiten.
    4. Nun ist die Zelle und der ihr angeschlossene Organismus auf der Gewinnerseite der Evolution.

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  3. Nennen wir es lieber nicht ästhetisches Urteil

    Der Kommentar „Vorgangsnummer“ ist ein interessanter Beitrag. Allerdings wird darin nicht erwähnt, dass jede Zelle einen Ofen hat und seine Mitochondrien Kraftsportler sind. Deshalb ist Punkt „4.“ eine Illusion. Und von der Datenautobahn, dem Endo- und Ektoplasma, ist gleich gar keine Rede.
    Der ahnungslose Leser beginnt zu ahnen, das der Vorgang von der DFA selbst ausgelöst worden sein könnte. Vorausgesetzt, die Klangwahrnehmung stimmt, könnte dieser Leser darin dann sogar den Traum von der jüngst verstorbenen Filmindustrie wiedererkennen, der ihm letzte Nacht so eisig heiß zugesetzt.

    Langer Rede kurzer Sinn: Evolution ist Evolution, sie evoluiert eben, und zwar nur sich selbst.

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  4. keine Lust mehr

    Ich finde die vorgelegten Sachen doof. Und noch dööfer ist, dass die Zelle sich ständig mit diesen Vorlagen beschäftigt. Mir wäre es lieber, sie ignorierte alle Vorlagen und machte endlich mal Pause. Ich glaube, das würde uns allen gut tun, zumal das Design hier in seiner abgrundtiefen Weiße selbst zum Kommentieren die Lust nimme.

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