Nachricht aus der Provinz
Nichts wissen wir, ein schwaches Ahnen nur, was sein kann, wohin die Dinge uns treiben, was feststand, ist nicht mehr sicher, nicht in dieser lauten Zeit. Verbl...
Nichts wissen wir, ein schwaches Ahnen nur, was sein kann, wohin die Dinge uns treiben, was feststand, ist nicht mehr sicher, nicht in dieser lauten Zeit. Verbl...
November. Es schneit. Fast könnte man meinen, es seien gefrorene Tränen. Freudentränen? Eisige Freude also – Sarkasmus und Zynismus entfalten eine eigene ...
Frau Reimann hatte ein Zimmer in einem kleinen Hotel in Smichov bestellt, telefonisch.Von Smichov aus konnte man auf ganz Prag hinuntersehen, wie auf einem Tabl...
Tritt, Braungesichtiger, Unter die Laterne, aus dem Dunkel, Dass ich das Schwarz deiner Augen erblicke, Die gleißenden Saharasonnen, Den Trug der Wasser des Mee...
Danke, Rapunzel. Haben Sie die alle gekriegt? Das macht mir schon Angst. Ich war mal im Zirkel Schreibende Arbeiter. Naja, ist schon lange her. Aber es hat mir ...
Heute ist wieder mieses Wetter. Trotzdem fühle ich mich so lala, vielleicht ein wenig verkaufsoffen, wie man im real existierenden Kapitalismus liturgisieren k...
Marga Riemann fühlte sich schlecht, gleich beim Erwachen. Wie immer in den letzten Jahren, seit ihr der Mann gestorben war, wachte sie früh auf, wenn es noch du...
Herr Seckenpiel, von Stand und Ansehn Mann, ein Angestellter bei dem Ministerium, beweist der Welt, was er so stemmen kann. Man staunt, der gute Mann ist ein My...
Ich bin ein Stück Land in weiter See und die Gedanken Gräser auf den Deichen. Immer wieder reißt das Meer an meinen Hängen, bäumt sich auf und trägt mich ab, wi...
Wie oft hat man mich angezählt, wenn ich nur wüsste, was mir fehlt. Vielleicht vom Schicksal jenes Stück, das man bezeichnet als das Glück, das Maul zu halten, ...
Nun schreibt er täglich ein Gedicht, mit dem er nächtlich schwanger ging. Und er gebiert ein Leichtgewicht, beäugt den dürren Abkömmling. Das arme Ding, es rühr...
Wohin sind die Gleißenden Tage der Sommer, Als wir bedenkenlos durch die Grünen Himmel der Wälder liefen. So leicht war’s ums Herz. Göttergleich Warfen wir uns ...
Bauwerk aus Raum und Zeit Grundbestimmungen: Material, Melodie, Gesamteindruck. Elemente: Stein auf Stein, Ton an Ton. Raum & Zeit, gegliedert. Art der Ausf...
Als ich in deinem Schatten saß, lag noch Schnee auf den Bergen. Von den Grashalmen zitterte der Tau auf deine Hand. Du flochtest Geduldsfäden in dein Haar, und ...
Wer nie das Wort gesucht, Das eine, das unersetzbare, das flieht, Das eingefangen werden muss Mit dem Netz der Gedanken, Und nun glaubt, er habe gedichtet, Legt...
Die Sprache finden deine Sprache, ein Kampf mit dir selbst, kein Waldspaziergang bei schönem Wetter, Gegenwinde wehen dich um, es hagelt, wenn du es nicht vermu...
Verkleidungskünstler im Winter : akrobatische Übungen am verschneiten Weidezaun : Hangeln über die Grundstücksgrenzen : gymnastische Waage von Mann & Frau b...
Weit Sarmatiens Himmel, Tage wehten in brennender Bläue über die Memel, in der Schläfe die Schatten der Wälder. Katzengleich schmiegten weiße Städte sich an die...
schmiegt sich an dein ohr das rauschen der zeit verschwindet vom radarschirm deine stimme schhh gesänge gespuckt in die waagschale gegen den schmerz bewegen sic...
Zu jenen Zeiten als man die Lüge eine Lüge nannte, als die Dichter Verse auf Flügeln schrieben, überstieg der Wert eines Lebens alles Menschengemachte. Wir sagt...
Was ich hörte. Genug Geräusche des Tröstens. Uns blieben die Federn der Nachtvögel. Deine Hand auf meinem Haar. Sprich nicht, sagst du. Als gäb es Gründe nicht ...
Sie atmet die Chemie der Ölfarben, das Kobaltblau, das Smaragdgrün, das Rubinrot. Ich sehe sie am Tresen stehen. Sie analysiert mich mit ihrem Blick. Trinkt Esp...
A sagt: Die Schwalben fliegen tief heute. K denkt: Als kämen sie bald unter die Erde. A denkt: Warum hat es dieses Jahr nicht geregnet? K sagt: Die strahlende Z...
Silbern der Fluss, Der Tag gelb, abgeerntet. Die Ebene geweitet zum Horizont. Der Baum allein, im Schlaf des Schattens, zerrissen die Rinde. Drei Kraniche Im St...
Ob ich einsam bin, fragst du, als ich am geöffneten Fenster den Regen betrachte. Im Fallen liegt eine Ruhe, eine Selbstverständlichkeit, der ich mich nicht entz...
Leben, aber wie. Zurück zur Kindheit mit der ungeprüften Gewissheit, Leben müsse so sein? Die Steine immer schon so in den Mauern der Stadt, die Heimat ist aus ...
Herr, schnell! Dreh eine neue Zeit, dass bald wieder bunte Tage werden einer schwarzmilchig befllissenen Welt! An vom Eise befreiten Strömen erlöse uns, die wir...
Nicht die Stunde, das Leben neu zu leben, ohne Vergangenes zu verwerfen. Schmaler werden die Abende. In sich zu ruhen. Das Leben zu leben inmitten, wer das könn...
Er bietet mir eine von den herben Zigaretten an und betrachtet dabei mein Profil. Im Grün der Blätter käme es vielleicht noch besser zur Geltung, im Gelb des He...