Bio mit Braunstich

Von | 18. März 2013

Angesichts dieser Überschrift im Neuen Deutschland vom 16.03.2013 erhält die matschige Banane aus dem Bio-Markt an der Ecke eine neue Bedeutung. Rechtsextreme nutzen ökologische Ideen für ihre Propagandazwecke, heißt es und dass rechte Gruppen unter dem Deckmantel scheinbar harmloser Themen wie Umwelt- und Tierschutz die Gesellschaft zu unterwandern versuchen. »Naturschutz ist Heimatschutz«, blökt das Parteiprogramm der NPD und, die Bemerkung sei mir gestattet, einzig allein das Blöken eint alle Programme dieser Art. Was auf den ersten Blick nach grünen Forderungen bei der NPD aussieht, verhüllt lediglich die rechten Thesen von einer Blut- und Bodenpolitik heißt es weiter: Braune Öko-Siedler kaufen Bauernhäuser auf, um unter dem Deckmantel der Bio-Landwirtschaft Gemeinden und Vereine zu unterwandern. Das glaub ich gern und schaue mir die matschige Banane an. Sie ist nicht von uns, ist artfremd in Deutschland, ein Spaßobjekt (man kann damit „Rumballern“ spielen oder es für andere hier nicht näher erwähnte Zwecke gebrauchen) und sie war sogar für kurze Zeit  ein Synonym für eine gewisse Klasse hier in unserem Lande (ich sage nur: Gabi…). Nun nähert sich die Banane dem rechten Flügel unserer Gesellschaft, denn auch sie trägt ihre Gesinnung nicht immer offen zur Schau: Sattgelb gestern, braunstichig heute und innendrin sogar ein schwarzes Ende! Bio mit Braunstich eben.

Kategorie: Gemütstiefe

Über soundroom

pseudonym für eine in erfurt, würzburg und marburg studierte germanistin, die sich in den weichen kissen von inskriptionen ausruht von den merkwürdigkeiten ihres mittlerweile 15-jährigen berufsalltags in der verwaltung. = rapunzel = stefanie

4 Gedanken zu „Bio mit Braunstich

  1. schwaene werden nicht gegessen

    anscheinend hat beim obst auch schon das butlersche theorem gewirkt. bekleidung als praxis. na denn: der mensch muss essen, der mensch muss schlafen, und unsere tage sind nicht nur hierdurch, sondern auch durch vermehrungspraktiken strukturiert. gudn äbbeditt.

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  2. rapunzel

    ja und ikea ist auch nicht mehr das was es war – kauf dir den „hol“ zwei jahre später und er hat garantiert drei löcher mehr! kaufen rechtsextreme eigentlich bei ikea? dürfen die doch gar nicht, oder?

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  3. sozialverträglich

    wenn der mist dann wirklich mal erscheint: sollte er doch bitte auch in die biotonne. denn dazu war er da.

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