Kinderlandverschickung
Am Waldesrand zieh’n Feuerfüchse, sie necken helles Blau mit Schwarz und nadelnd tropfen Funken Tod. Durch Ähren fliehen Friedensrehe, sie strecken tiefes...
Die Kernkompetenz der „Inskriptionen“
Am Waldesrand zieh’n Feuerfüchse, sie necken helles Blau mit Schwarz und nadelnd tropfen Funken Tod. Durch Ähren fliehen Friedensrehe, sie strecken tiefes...
Sinnliche Materie sucht Neue Form der Anschauung
Den ganzen kühlen Tag schon peitscht ein strenger Wind durch volle Kronen Wie dürre Trauerweiber klagen biegsame Äste ächzend taubengrauen Wolken ewiges Leid Sc...
die zeit ist weiblich und leichtfüßig wie die nacht fädelt sie jahrhunderte und liebe ein aus tüll und grobem leinen verspricht und hält nicht mund noch hand
mit blauer tinte gegen das vergessen schreiben von den lauten und gebrochenen flüchtet die zeit wortgekleidet in eine große liebe mit blauen augen ein leben im ...
über die gefalteten dächer wirft der krieg girlanden ayhan schläft seit tagen ziehen schillerfalter ins gebirge liegen tarnnetze über karawansereien und in den ...
mit fischen belaubt treiben häuser das tal hinab spielen jetzt quallen in unserer straße verstecken und fangen legen sich schneegedichte über die berge rehe gin...
Wenn ich über nachdenke, ist mir, als und mein fühlt sich ganz an. Es beginnt mit dann folgt bevor – endlich! – nach einer einsetzt. Besser in solch...
tutti ( 4 – 2 – 3 ) –> 9 — 2 — 2 pulsierendes Rauschen
Vorm Spiegel geübt Krawatte gebunden In die Kameras gegrinst Roter Spuk mit schwarzen Flecken Das Müsli gelöffelt Judith Butler gelesen Die Kurzhaarfrisur geföh...
Berlin bespaßt seine Besucher : Freitagnacht Am Kottbusser Tor brennen die Lichter : der Friseur Verpaßt dir eine frische Mähne : damit du tanzen Kannst : am Sp...
r h y t-h-mu s : ( 3 – 2 – 3 ) –> 8 — 3 — 3 i n n ere Historizität : __ Axiom Postulat S a t z „Ohne Ende kein AnfangR...
Da sagt einer von sich, er sei kein politischer Mensch, denn ein solcher hungere – arm an Vertrauen. – Wohinein überhaupt? Ein anderer behauptet, wä...
Man braucht nur mal einen Tisch mit vier Beinen zu kneten – und schon hat man den Prototyp eines Hundes.
Als die hellgeflutete, brunchige Morgenkühle ihren Rausch ausgefressen, der Wind nur die hohen Blätter noch wirbelnd bespielt und die Sonne schließlich breit ...
„Ist Sommer hier, herrscht den Sehern nach tief im Süden ein kalter Schattenwald“, sprach Rudolf. Er hob seinen Kopf, weg vom Feuer, hin zum Mond. V...
Schief lächelnd öffnet die ältliche Sekretärin ihrer Freundin in einem schwarzen, bis zum Hals zugeknöpften Kleid die Tür. „Herta, verdiente Kampfgenossin...
1 großes herzecho an der wand hängen gemälde von bruegel du spielst violine 2 wir falten blumen zu gedichten und verfüttern sie an die ungläubigen hautflügler 3...
Ich liebe die Ergebenheit des Sichtens: erleichtertes Schreiten zum Kommunismus, geduldige, stille Einkehr in das Gute des Menschen – an sich, für den Näc...
SPRICH In welchem Jahr- hundert bist du Begraben? Ohne jeden Überschuss, Asche zu Asche? Welche Worte Murmelt dein Atem – ist es noch immer Schrei? Einhei...
Um Mitternacht : Vollmond Wir sehen ihn nicht : wir sehn im Film einen Verrückten : der An „Stürme“ glaubt : wie wir An das „Guten Morgen“ : wir schalten Ab &am...
Abends im Kessel Blasen zerplatzen zu käsigen Reden junges Fleisch gart mager auf Spießen Verheißend blüht Heimat hier nach wo stinkend auf Haufen geschichtet i...
die bäume blühen nicht mehr unter der rinde quellen die worte hervor und erstarren irgendwann treffen sich reiner kunze und günter ullmann
Skelette, Fackeln der Nacht, reiht nieder für ein Kreuz. Nur eines, Jugend, Salz der Erde, sing, wenn wieder umröhrt im Chor furunkelnder Fahnen, vorwärts benom...
Mahnt das Land, indem ich lebe, an. Erträumter Gehorsam, robbende Duldung: lange Jahre der Fahrt verglühen beschwaden in geschürten Feuern. Neue, hinstörende We...
Manche Dinge ereignen sich häufiger als du und ich: Charles Simic sitzt am Schreibtisch und schreibt kein Gedicht. Kein Ziel unterm Himmel, um von den Sternen z...
manche Träume fliehen : im Licht des Morgens sind sie fort wer vermag es : ihnen zu folgen : manche Träume verkleinern und verstecken sich : in den Seiten eines...
Zwischen den Zeilen tummeln sich Wesen, dickhäutig und bedeutungsschwanger, renitent gegenüber den Konventionen der Stille. Reinliche Phantasiegebilde, Märtyrer...
Eine Kurzgeschichte wird oft nicht zum Roman, wenn ihr Autor nach einer gewissen Zeit – entweder aus Langeweile vor dem Thema oder aus Langeweile vor sich...