Ende der Zahlenspiele

Von | 15. März 2021

Teil 4: Was hat das alles zu bedeuten? Mit einem Doppelblind-Versuch ins chinesische Zeitalter – die digitale Diktatur

3 Staatskampagnen gegen die Natur

„Der Herrscher über das Südmeer war Shu der Schnelle; der Herrscher über das Nord­meer war Hu der Plötzliche; der Herrscher über die Mitte war Hundun der Wirre. Der Schnelle und der Plötzliche trafen sich von Zeit zu Zeit auf dem Territorium des Wirren und der Wirre begegnete ihnen freundlich. Der Schnelle und der Plötzliche wollten diese Anständigkeit erwidern und sprachen: ‚Alle Men­schen haben sieben Öffnungen, durch die sie sehen, hören, essen und atmen können; nur dieser hier hat keine einzige – laß uns eine in ihn bohren.’ Von nun an bohrten sie jeden Tag eine Öffnung in ihn – am siebenten Tag war Hun­dun tot.“ (Zhuangzi, 7.7)

 

Auf Epidemien wird in der westlichen Welt mit mechanistischen, technokratischen Maßnahmen reagiert, die sowohl die Natur des Menschen als auch die Natur des Virus ignorieren. Es werden trügerische Erlösungshoffnungen durch teure Medizintechnik – Testen und Impfen – geweckt, ohne zu verstehen, daß damit auch Impfmutationen („Escape-Varianten“) ausgelöst werden: das Virus wird auf die Impfung antworten und eigendynamisch neue Lücken und Wege in den Wirts­organis­men finden. Die politisch Verantwortlichen schätzen die natürliche Immunreaktion gering, die der menschliche Körper zu­meist auf das Virus hervorbringt und ihn wirksamer schützt als die Impfung (Tarke et al., 2021). Die natürliche Immunreaktion kostet nichts, erfordert keinen Markt und keine Logistik, bringt keinen Profit – daher genießt sie im Pharma-Kapitalismus einen schlechten Ruf, wird als gefährlich und un­zu­verlässig abgewertet: sie ist billig. Dabei ist die natürliche Immun­reaktion im Falle des Corona­virus nicht nur im Blutkreislauf aktiv wie die von der Impfung künstlich angeregte Immunantwort, sondern auch im Mund- und Nasenraum – sie führt also in den allermeisten Fällen zu einer sterilen Immunität. Wer einmal an Covid erkrankt und wieder genesen ist, steckt niemanden mehr an (Deisenhammer et al., 2020; Gökkaya & Traidl-Hoffmann, 2020). Nach einer Impfung kann man sich nach heutigem Wissen da nicht sicher sein.

Die Engführung des öffent­lichen Bewußtseins auf die Erlösung durch experimentelle Impfstoffe trug außerdem zur Vernachlässigung der Erprobung medizinischer Be­hand­lungs­methoden bei, z.B. von Blut­ver­dün­nern, um der bei schweren Covid-Verläufen auf­treten­den Lungen­em­bolie vor­zu­beugen, oder des Medikaments Ivermectin oder auch einfach nur ergänzend der Gabe von Vitamin D etc. zur prophylaktischen Stärkung des Immun­systems im Win­ter­halbjahr – altbekannte Prä­pa­rate, die zumindest bei Menschen, die durch Covid ge­fährdet sind, nachweislich eine vorbeugende Wirkung entfalten und schwere Verläufe lindern. Ihr Patentschutz ist abgelaufen, sie bringen nur wenig Profit und können weltweit ohne Lizenz legal hergestellt werden. Die Vor­stellung, daß einem neuartigen Virus mit bereits bekannten und kosten­günstigen Mitteln bei­­ge­kommen werden kann, paßt nicht ins Schema des pharmaindustriellen Kom­plexes. Darum hören wir im Westen davon nichts.

Wir sehen den Vorteil der natür­lichen Immunreaktion beispielsweise anhand der ansonsten be­dauerns­­werten Situation der Palästi­nen­ser: auf engstem Raum zusammengepfercht, seit Jahr­zehnten unter Blockade, während der Corona-Krise weitgehend ohne Masken, Lockdown und Impfstoff, hat das Virus unter der vergleichsweise jungen Bevölkerung keineswegs gewütet – zwar lag Anfang März 2021 die 7-Tage-Inzidenz pro 100’000 Einwohner bei 238 und damit auf Platz 60 im weltweiten Vergleich. Von der deutschen Regierung wurde Palästina als „Hochrisikogebiet“ mit einer Reise­warnung versehen. Doch fiel die Zahl der an Covid Ver­stor­benen mit 2110 sehr gering aus, die Fallsterblichkeit beläuft sich auf 1.09% – Palästina steht damit auf einem hervorragenden 149. Platz, ähnlich übrigens wie die Türkei, die mit 1.05% auf Platz 152 kommt. Zum Vergleich: Deutsch­land, wo die Regierung behauptet, wir seien doch gut durch die Pandemie ge­kom­men, liegt mit einer Fallsterblichkeit von 2.9% auf Platz 39 und steht damit etwa viermal schlechter da. Indien, das mit einer „In­zi­denz“ von acht (!) Fällen pro 100’000  Einwohner in sieben Tagen im Frühjahr 2021 eigent­lich ein No-Covid-Land darstellt, wird von der deutschen Regierung weiterhin zu den „Risi­ko­­ge­bieten“ ge­zählt.

Was läuft in Indien, der Türkei und Palästina besser? Deutschland setzt einseitig auf tech­nische Lösungen: Impfen, anlaßloses Testen und Wegsperren. Ein humaner Schutz der Älteren und vul­nerablen Menschen durch punktuelle Tests, um Kontakt zu ermöglichen, geschützte Ein­kaufs­zeiten und gesonderte Verkehrsmittel (Taxis) werden nur in Tübingen und Rostock angeboten. Alles, was das Immunsystem stärkt, wurde erschwert oder verboten. Die Folge: Wer nicht durch Corona gefährdet war, geriet durch die Maßnahmen, die gegen Corona verhängt wurden, in Gefahr.

Die täglichen Coronameldungen in den zwangserstarrten Nachrichtensendungen sind zu einem Mittel der Ab­stump­­fung verkommen: „Nachrichten in einfacher Sprache“ für alle. Sie manipulieren das öffentliche Bewußtsein, benutzen invalide Zahlen als Propaganda, um Angst und Schrecken zu ver­breiten – und verfehlen dank ihrer leichten Durchschaubarkeit zumindest zum Teil ihren Zweck, wenn die Zuhörer in andere Kanäle abwandern. Damit spaltet sich das öffentliche Bewußtsein: Wer den Nachrichten weiterhin Glauben schenkt, tappt in die Falle, die ihm von der Scheinobjektivität der täg­lich ver­kündeten „Inzidenzen“ gestellt wird. Scheinobjektiv sind diese Zahlen, indem sie eine Genauigkeit vorgeben, die sie nicht besitzen. Weder die Fehler- noch die Testquote wird mitgeteilt. Nur weil sie abstrakt sind, sind Zahlen nicht einfach von Woche zu Woche vergleichbar – ins­be­sondere wenn an den Bedingungen ihrer Erhebung ständig gedreht wird. Im öffentlichen Bewußt­sein hat sich die Testgläubigkeit festgesetzt: Wer ein positives Ergebnis hat, ist positiv, vor allem wenn es vom PCR-Test noch mal bestätigt wurde. Daß bei der Testung und bei der Auswertung des Tests zahllose Fehler unterlaufen können, wird übersehen. Das Testergebnis gilt als Nachweis. Die Testgläubigkeit läßt im Kopf die Abhängigkeit von den Institutionen wachsen, die den Corona-Glauben vertreten.

Der Paragraph 28a des Infektionsschutzgesetzes vom November 2020 ist die Lex Corona schlecht­hin: ein Tiefpunkt deutscher Gesetz­gebung, die der Willkür Tür und Tor öffnet – indem 35 und 50 als konkrete „Inzidenz“ ins Gesetz geschrieben wurden, um die Grundrechte zu suspen­dieren, ohne aber die Voraussetzungen zur Erhebung und Vergleichbarkeit dieser Zahlen fest­zulegen. Auf diese Weise kann die Regierung auf dem Verordnungsweg beschließen, was sie will – die Schein­objektivität regiert. Wenn die Zahlen sinken, wird stillschweigend die Testkapazität erhöht. Oder es werden „Schnelltests“ vorgeschaltet, um die Labortests zu filtern – wenn nur noch Personen mit positivem Schnelltest auch mit Labortests untersucht werden, wächst die Wahrscheinlichkeit, daß diese nach Wunsch positive Ergebnisse produzieren – all dies hat nichts mit der natürlichen Ausbreitung einer Infektionswelle zu tun, sondern läßt sich als politisch angelegtes Experiment interpretieren, das Artefakte zu „wissenschaftlicher Erkenntnis“ deklariert, um nach Be­lieben Schalten und Walten zu können.

Während sich die deutsche Regierung mit Modellierer*innen umgab, die auf Grundlage invalider Zahlen die Zukunft auf drei Stellen nach dem Komma scheinobjektiv vorhersagten, blieben die vulnerablen Menschen ohne Schnelltests, wo sie benötigt worden wären, in den Pflegeheimen isoliert und starben über den Winter in großer Zahl – an Einsamkeit, an Alterskrankheiten und auch an Covid. Das technokratische Menschenbild der Regierung und ihrer Berater klebte derweil an der über­wun­den geglaubten Computer-Metapher, die im Grund nichts anderes ist als Descartes „Glieder­maschine“ oder La Mettrie’s „L’homme est la machine“:

These 4: Die Regierung orientiert sich in der Corona-Krise an einem überholten mechanistischen und techno­kra­tischen Welt- und Menschenbild.

Die moderne Form des Maschinen-Menschen ist die Computer-Metapher: Stellen Sie sich vor, der Mensch sei ein Windows-Computer. Mindestens einmal im Halbjahr – am besten aber täglich – benötigen Sie ein Update Ihres Antiviren-Programms, damit Ihr Betriebssystem intakt bleibt. Welch hervorragende Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den technokratisch-industriellen Komplex!

Im übertragenenen Sinne: Die Angst vor den Mutanten ist bedeutsam für das Ver­triebs­modell experimenteller Impfstoffe,  dessen Kampagne folgende Phasen umfaßt:

  1. das neue Virus = Verunsicherung = Ausnahmezustand = Todesangst (Bilder von Bergamo),
  2. Wellen­angst = das Virus kommt wieder = Erlösungshoffnung durch Impfung, Todesangst wird generalisiert, auch Skeptiker werden von ihr erfaßt,
  3. Angst vor weiteren Wellen und neuen Mutanten = Durchimpfung = Stig­ma­tisierung der Nicht-Geimpften = permanente Auffrischung der Impfung

Damit ist der neuartige Impfstoff für den permanenten weltweiten Gebrauch etabliert. Erst dann wird von der Corona-Pandemie nur noch am Rande die Rede sein. Dann aber wird sich die Welt, wie wir sie kannten, in einem anderen Zustand befinden.

These 5: Die Corona-Krise eignet sich hervorragend, um die Menschheit in Anhängigkeit von Phar­ma­firmen bringen. 

Damit wird in keiner Weise behauptet, daß der pharma-industrielle Komplex die Corona-Krise ab­sichts­voll herbeigeführt habe, um sie für seine Zwecke zu nutzen. Vielmehr läßt sich Corona als Gelegenheit betrachten. Tatsächlich hat die Industrie im Grunde gar keine andere Chance, als Corona bestmöglich auszubeuten: Zeiten, in denen die öffentliche Unterstützung für Pharmakonzerne so stark und und beinahe unwidersprochen ist wie während der Corona-Krise, gibt es selten. Ver­mut­lich hat die Industrie schon früher versucht, lokal auftretende Krankheitserreger zur Pandemie zu stili­sieren – SARS 1 ist dafür ein Beispiel aus den Jahren 2002/3. Das damalige SARS-Virus war mit einer Letalität von 11% gefährlicher als SARS 2, verbreitete sich doch lediglich auf dem Weg der Tröpf­chen­infektion und ließ sich durch klassische nichtpharmakologische Maßnahmen wie Quaran­täne in kurzer Zeit eindämmen.

Ein Gedanke zu „Ende der Zahlenspiele

  1. Schwarz auf weiß

    Wird dieser sachliche und lesenwerte Text auch von Ihnen in einer Zeitung einreicht werden?

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