Archive for November, 2013

traumschutt

Samstag, November 30th, 2013

dem nachtschatten des 15. jährigen entsprang die idee:  ihr könnt nun eure beiträge traumschutt-kategorien zuordnen, hier ein erster wurf…

gibt es weitere vorschläge?

`Ab`!

Samstag, November 23rd, 2013

Feldstimmen wandern langatmig über Silberkleckse zitternd gewebter Kinderfaden.

Fühlende Inschriften reisen in den pfadrosenden Heimlosnächten zwischen kalten Schenkeln.

Kalten Schenkeln. Füchse spalten rote Galgen auf holz – duftenden Rädern.

Fahle Wässer grasen auf Hufeisenschichten der Wundermühle.
Fünf zig mal krähte das Huhn.

Dreht sich die Raupe
in den Arkaden.

Feldspinnen riechen den Klang ferner Sommerkinderstimmen
in den Blumen.

Dörrobst

Dienstag, November 19th, 2013

Zubereitung: Die Früchte und Nüsse schneiden, mit einem Teil der Milch anfeuchten und stehen lassen.

Die Idee ist gut. Sie macht sich fast von allein. Zeigt ihre Schärpen und Rüschen aus Apfelspalt und Birnenritze. Sie dreht sich einmal rund und schwingt dabei das Tellerröckchen aus Nüsschen und filletierten Appriköschen namens Lady Lilac. Hoppsapsa, freut sie sich, und der Gesundheit zu liebe. Doch dann: stehen lassen? Da fühlt sich die Lady ganz schön angepisst. Wackelt über die Tanzfläche und legt sich eine Dörrpflaume in das Stolzenfels-Sektchen.

Das Schlimmste war das Haarewaschen

Samstag, November 16th, 2013

Mein Freund wohnt in einer Gegend, die von Geiern umkreist wird. Es sind Tiere, keine Siliciumwesen (das wäre ihm sicher besser zu passe gekommen), sie treten in Schwärmen auf. Zu ganz bestimmten Uhrzeiten (schämen Sie sich!) bekunden sie laut und aktiv ihr Dasein, während sie fressen und scheißen. Das ist wie eine Rutschbahn auf der man runtersaust, dieses Satzende. Spinntanpoetik, würde Eisenhans, wäre er noch unter den Blogern, hierzu sagen. Ich mache das Fenster zu, bevor ich schreibe. Denn vor meiner Balkontür kreisen die Geier, die Bibliothek haben sie schon im Griff, und das, was dort auf der Straße in kleinen Schüben und Klecksen dicht beieinander aufgetragen ist und im Auge glänzt, ist Vogelkacke der unterschiedlichsten Trockungsgrade. Erst jetzt kommt mir das zu Bewusstsein, ich hinke anscheinend mit allem etwas hinterher. Stehe auf dem Schlauch oder auf der langen Leitung, je nachdem, ob gebaut, bewässert oder gedüngt wird. Ich stelle mein Fahrrad ab. Die Sonne lacht, die Luft ist frisch und kalt. Kleine Vorboten des Guten. Auch die Autos links und rechts neben dem Bürgersteig sind vollgeschissen. In der Mittagszeit (also, Sie haben wirklich kein Schamgefühl…) ruhen die Geier, sie sind abwesend, und Stille erfüllt die drei Dimensionen des Raumes. Ja, Sie hören richtig, des Raumes. Die Stadt ist ein Raum, von Materie unterteilt. Im Großen wie im ganz Kleinen. Raum genug, um tief Luft zu holen. Es ist wenig Verkehr und der Kopyshop hat noch geöffnet. Noch ist nicht Kochzeit (Sie sind die Verdorbenheit per se), daher bleibt die Luft neutral. Obwohl ich Entzugserscheinungen verspüre, geht es mir gut. Ich denke, dass mein Freund dort drüben in dem Café sitzt und arbeitet. Denken reicht mir. Ich biege in den Kopyshop ab. Letzte Woche trat mein Freund schon morgens um sieben aus dem Haus und wurde mit Vogelkacke auf das seidige Haupthaar beglückt. Das bringt Geld, denke ich, etwas, wovon er eigentlich nicht noch mehr braucht, worüber er sich aber trotzdem freut. Aber das Schlimmste war das Haarewaschen.

?

Freitag, November 15th, 2013

Was bringt die Elektronen aber dazu, so unermüdlich durch das Kabel zu wandern?