Sinnile Profile

Von | 3. September 2010

Liebe Gemeinde. Oder wie sagt man unter Dichtern und Denkern : Liebe Köpfe. Oder sollte ich besser sagen : Liebe Schreiberlinge. Und Linginnen. Linglong, Hauptsache lieb. Jedenfalls geht hier etwas Liebenswertes den Bach hinunter, was doch den Berg erklimmen sollte. Russisches Geschwätz und englisches Palaver füllen die Spalten der Kommentare. Wofür wirbt hier er, oder darbt da wer ? Tribut ans Medium ? Überblickt das noch jemand ? Und die Beiträge ? Bedeutungsschwangerer Kurzsinn. Wenns doch ein Leichtsinn wäre. Auch Trübsinn wär Gewinn. Wahnsinn war schon. Scharfsinn scheitert. Sinnlos, sinnfrei, sinnlich, hoppla, das war wohl ein Irrtum. Vielleicht greifen wir ja nächstens zur Sinnkarte, blue velvet, um unsere völlig zeitlosen und geschmacksneutralen Botschaften zu übermitteln. Sinnkrise. Sinn-Leffers war ja auch schon mal pleite und hat es überlebt. Aber das ist ein Textilfilialist und kein Sprachverwalter. Also was. Konkurs anmelden ?

Kategorie: Erinnerungsbrösel

Über fryxell

Ilona Schlott: geb.1953, Studium Germanistik/Slawistik, 3 Jahre Lehrerin, 2 Kinder, Studium Gesang an der Hochschule für Musik Leipzig, seit 1984 freiberuflich als Sängerin und Autorin, lebt in Leipzig, Veröffentlichungen u.a.: Sol sajn (CD, Büchergilde 2009), Steißvogel (Leipziger Literaturverlag 2010).

3 Gedanken zu „Sinnile Profile

  1. admin

    lieber fryxell,
    chlebnikov hat die russischen bots angefixt … nun versuchen sie es immer wieder. und sie sind darin schneller als das schneckentempo des admin, die kommentare zu genehmigen – daher gilt jetzt als regel, dass der erste kommentar genehmigt sein muss, ehe man weiter kommentieren darf, damit die bots es nicht mehr so leicht haben, sich in chlebnikovsche angelegenheiten oder sonstige dichtereien einzumischen …

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  2. ich liebe euch doch : mama : ich lebe

    Liebes Fryxell,
    wir sind hier eine Öffentlichkeit und kein Kunstwerk. Das unterscheidet uns von anderen Foren literarischer Selbstdarstellung. Und nur weil wir das sind, können wir glaubhaft an dem Anspruch kleben, ein Kunstwerk zu sein, ohne damit zugleich eine Öffentlichkeit sein zu müssen. Ich weiß nicht, ob ich mich ob dieses Anspruchs klar genug ausgedrückt habe : Der Doppelpunkt ist die Mündung einer Feuerwaffe. Aus dem beschränkten Dunkel von Raum und Zeit brechen Punkte hervor, die mindestens und höchstens eine Linie bestimmen. Genau diese Linie ist es, die ins Herz trifft. Er ist nicht der Ausgang der Höhle, in welcher das Denken wohnt – er ist ihr Eingang. Kommt vor, dass es nicht mehr leben will. Mir geschieht es. Aber das Leben klebt daran wie der Punkt in Raum und Zeit. Sie ist nun eine Lunte und wartet auf das Wort, welches den Text entzündet, der hier öffentlich wird. Wir sind hier … Entschuldigung : :

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  3. frau kleist

    ab heute nur noch: unzensiert, untertemperiert hast du die feuerwaffel auf mich gerichtet und mit den spatzen nach kanonen geschossen.

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