Inhaber einer E-mailadresse, juristische Person. Owner of Agency for Literary Promotion (alp), in den 80er Jahren zufällig Zeuge einer Festnahme im Frankfurter Stadtteil Bornheim, seitdem Mitarbeit bei Literaturprojekten (Sklaven/Sklavenaufstand, lose blätter, Zündblättchen u.ä.) ohne kommerzielles Interesse. Alle Beiträge von Kraba vel Jop ansehen →
Ich trocknete mich ab. Von Derrida hatte ich nach einer Stunde zuhören so viel verstanden, dass er nicht zuhause war, als man klingelte, das hätte ich auch gerne einmal erlebt, zu beobachten, dass jemand bei mir klingelte und keiner aufmachte, weil ich nicht zuhause war. Derrida jedenfalls war abwesend, was seine Philosophie nicht genießbarer machte. Wenn wir reden und plappern und behaupteten, wir sagten die Wahrheit, seien so ehrlich und so weiter, verschwiegen wir im Grunde das Wesentliche. Sage ich, der Schnee ist weiß, verschweige ich zum Beispiel, dass ich eine Schneeblindheit habe, dass ich mich vor dem Tod fürchte, dass ich nicht alleine durch den Schnee gehen will, dass das Hochwasser im Sommer spurlos an mir vorübergegangen ist, dass ich Schwimmen kann, ja was denn noch alles? Sehr, sehr viel. Offenbar. Ich blieb reglos in der Wanne liegen. Ich lag eine Stunde reglos in der Wanne und hörte dem Vortrag über Derrida zu.
Was ich nicht hörte, war der alarmierende Regenguss draußen, der einfach nicht aufhörte, das Wort Starkregen kannte ich nicht, das Gitarrenspiel meiner Mitbewohnerin, weit draußen in der kleinen Goethestadt, hörte ich nicht, denn das menschliche Ohr reicht nicht so weit, der leere Wannenabsatz mit dem schmierigen Abdruck verriet irgendetwas von Duschgel oder Seife, aber die Spuren würden bei der nächsten Putzaktion schon verschwunden sein. Aufräumen, ausmisten und putzen, das war es, wozu mich Derrida ermutigte.
Nach dem Nystagmus
___ kam György Petri,
nach György P. kommt
___ Johnny Q. Nach
Ihm kommt etwas,
___ das den Kern der
Wolke bildet; Keime
___ quellen auf zu
Schaum, das Meer
verbirgt sich.
Suzie lächelt, die So…
Großandamanisch.
Ich trocknete mich ab. Von Derrida hatte ich nach einer Stunde zuhören so viel verstanden, dass er nicht zuhause war, als man klingelte, das hätte ich auch gerne einmal erlebt, zu beobachten, dass jemand bei mir klingelte und keiner aufmachte, weil ich nicht zuhause war. Derrida jedenfalls war abwesend, was seine Philosophie nicht genießbarer machte. Wenn wir reden und plappern und behaupteten, wir sagten die Wahrheit, seien so ehrlich und so weiter, verschwiegen wir im Grunde das Wesentliche. Sage ich, der Schnee ist weiß, verschweige ich zum Beispiel, dass ich eine Schneeblindheit habe, dass ich mich vor dem Tod fürchte, dass ich nicht alleine durch den Schnee gehen will, dass das Hochwasser im Sommer spurlos an mir vorübergegangen ist, dass ich Schwimmen kann, ja was denn noch alles? Sehr, sehr viel. Offenbar. Ich blieb reglos in der Wanne liegen. Ich lag eine Stunde reglos in der Wanne und hörte dem Vortrag über Derrida zu.
Was ich nicht hörte, war der alarmierende Regenguss draußen, der einfach nicht aufhörte, das Wort Starkregen kannte ich nicht, das Gitarrenspiel meiner Mitbewohnerin, weit draußen in der kleinen Goethestadt, hörte ich nicht, denn das menschliche Ohr reicht nicht so weit, der leere Wannenabsatz mit dem schmierigen Abdruck verriet irgendetwas von Duschgel oder Seife, aber die Spuren würden bei der nächsten Putzaktion schon verschwunden sein. Aufräumen, ausmisten und putzen, das war es, wozu mich Derrida ermutigte.
Nach dem Nystagmus
___ kam György Petri,
nach György P. kommt
___ Johnny Q. Nach
Ihm kommt etwas,
___ das den Kern der
Wolke bildet; Keime
___ quellen auf zu
Schaum, das Meer
verbirgt sich.
Suzie lächelt, die So…