Es war nicht jener Tag, an dem es am Nachmittag zu regnen begann. Das Einmaleins hatte man uns schon beigebracht, aber nur bis Fünfmalsieben, die Lehrerin wusste nicht weiter oder es war verboten.
So glaubten wir, dass es Fünfmalacht nicht gibt und blieben auch weiterhin fest davon überzeugt.
An einem abgelegenen Bahnhof hat man uns am Bahnsteig abgestellt. Wir sollten auf einen Zug warten, wussten aber nicht auf welchen und wohin er fährt. Der Zug kam nicht.
Ein Geisterzug ohne Lokomotivführer fuhr vorbei. Nebelgesichter winkten uns mit langen weißen Schleifen aus den Waggon-Fenstern zu. Wir schauten ihnen nach, dann waren sie weg. Die Lehrerin sagte, »ein Zug ist vorbeigefahren«.
Es gab Kunstblumen am Bahnhofskiosk, Limonade und verblühte Zeitungen. Der Wind spielte mit der Möglichkeit von Regenwolken. Das Warten auf einen Zug und auf Regenwolken war festgenagelt. Ausgedorrte Maisfelder entlang der Bahnschienen, zwischen den Gleisen mit weißem Staub bestreutes Gras, Es wuchs hartnäckig aus dem Schotter.