Der Blickpunkt, der vom Standpunkt bestimmt wird, von dem aus man etwas sieht oder nicht sieht, ist jener Punkt, der in einer gepunkteten Landschaft überhaupt nicht auffällt. So gesehen ist es fast unmöglich, dass einer einen falschen Standpunkt hat, unübersichtlich jedoch die Unzahl der verschiedenen Blickpunkte und die sich daraus ergebenden Ansichten. Für jene, die ihre Ansichten im richtigen Augenblick preisgeben, gibt es schöne Aussichten, was einen Standpunkt vollständig ersetzen kann.
Kristiane Kondrat c/o Aloisia Bohn geb. in Reschitz/Banater Bergland/Rumänien, Studium der Germanistik und Rumänistik an der West Universität Temeswar, Kulturredakteurin. Seit 1973 in Deutschland, war freie Mitarbeiterin der SZ. Literarische Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eigenständige Veröffentlichungen: Romane, Kurzprosa, Lyrik, zuletzt "Wer tanzt im Niemandsland", Lyrik, 2023 danube books Verlag, Ulm; einige Preise Alle Beiträge von Aloisia Bohn ansehen →