Origami

Den Spuren der Faltlinien
ohne Anleitung folgend
öffnest du erneut das Papier

Es braucht keine Worte
ein unbeschriebenes Blatt
zusammengelegte Bilder
im Versuch, etwas zu erschaffen

Der Falz reißt
zum wiederholten Male
den Gedankenfaden

I. J. Melodia
1985 in Padua (Italien) geboren. In Padua und im Schwarzwald aufgewachsen. Studium der Sinologie und Geschichte, Magisterabschluss 2014. Lebt seit 2008 in Freiburg (Breisgau) und schreibt seit 2002 Gedichte, seit 2019 auch Kurzprosa. Seit 2005 auf der Autorenplattform "KeinVerlag.de" unter dem Namen "Melodia" vertreten. Vereinsvorsitzender bei "KeinVerlag e. V." Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift "16 Seiten" sowie des Youtube-Kanals "16 Minuten". Mitorganisator des Kulturfestivals "ZUSAMMEN/KUNST!" Seit 2008 Mitglied des Autorenkollektivs "Die Grenzgänger". Seit 2009 regelmäßige Lesungen, u.a. in Südbaden, NRW, der Schweiz und Rumänien. Seit 2011 Teilnahme an Lyrikwettbewerben. Mehrere Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften wie z.B. "Dichtungsring", "Schreibtisch", "IGdA-aktuell", "Schreiblust-Verlag", zum "Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis", "edition Musagetes" und "Sperling-Verlag".

2 Kommentare

  1. Ist doch gut, wenn der Gedankenfaden reißt. Also, wenn es zu strenger, zu logischer Faden ist. Besser ist doch ein Gedankenfluss. Oder, ein Gedanken Origami. Ja, ein guter Gedanke ist ein Origami.

  2. So habe ich es gehört. Zu einer Zeit war der Erhabene in Kosala auf Wanderschaft; zusammen mit einer großen Mönchsschar, mit fünfhundert Mönchen, gelangte er zu einem Brahmanen der Kosala namens Manasakata. Eben dort, bei Manasakata, verweilte der Erhabene, nördlich von Manasakata, in einem Mangohain am Ufer des Flusses Aciravati

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