Das Handmaschinchen

Leider können wir in diesem Fall kein weibliches Ich bemühen. Das Maschinelle war von je her den Männern zu geordnet – jedenfalls ist mir keine andere Tradition bekannt, oder sie wurde noch nicht geschrieben. Das männliche Subjekt jedoch zieht es traditionell vor, aus dem Natürlich-Schwergängigen etwas Künstlich-Leichtfließendes, es werde Licht, werden zu lassen. Und hierzu gehört auch das Handmaschinchen. Ein praktisches Gerät, leider nicht zeitgemäß, oder vielleicht doch, je nach dem auf welcher Technik es basiert.

PS.: Der Grund hierfür lag stets in Marburg an der Lahn, dort, wo Ansichten noch Tradition hatten ohne es auch nur zu ahnen.

7 Kommentare

  1. Nicht nur das Maschinelle. Auch Begriffe wie „Bürger“ oder überhaupt „Mensch“ wurden in der Tradition den Männern zugeordnet. Sehen Sie sich doch einmal da Vincis „virtruvianischen Mensch“ an. Das ist jedenfalls keine Frau.

  2. Aber, aber, denken Sie doch an meine Schrift: L’homme machine (1748; dt.: Der Mensch als Maschine). Moi, je suis la tradition aussi!

  3. Seltsam, die Sprache, einfach ein -chen als Diminutiv anhängen und schon wird alles sächlich: Handmaschinchen, Hamsterchen, Händchen, Hühnchen, Hooliganchen. Alles ob man jedes Wort, jede Bedeutung mit Ketchup würzt.

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