Märzensonne

Von | 1. April 2016

Traurig die Schatten der Sonne
im März, die auf das Straßenpflaster
stürzen in die ewigen Zweifel,
die Unentschiedenheiten
des Menschen.

Entsetzlich das Wissen um die
Vergänglichkeit von Zeit – lebenslang
der Uhrschlag zwischen kalkigen
Wänden, mit dem Perpendikel
der Angst.

Und weiß, so weiß
überm Glanz der Erwartungen
die Märzensonne, deren Schatten
viel zu schwarz, als kämen sie
aus der anderen Welt.

Kategorie: Realitätsschatten

Über Antigone

Weder gewesene Pionierleiterin, Mitglied des Politbüros oder gar Geliebte des Staatsratsvorsitzenden (wie hier vermutet), sondern schlichte DDR-Bürgerin, nunmehr für 18 Milliarden DM zusammen mit 17 Millionen DDR-Bürgern zwangsweise verkaufte Bürgerin des Staates BRD. Hanna Fleiss: geb. 1941, wohnhaft in Berlin, Veröffentlichungen: zwei Gedichtbände "Nachts singt die Amsel nicht" und "Zwischen Frühstück und Melancholie" sowie in zahlreichen Anthologien und im Internet.

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