Der blinde Maler

Ich bin der erste Mensch, ich bin
ein Gast auf Erden.

Meinen Vater zu töten, war
die logische Konsequenz

Einer Sprache, die verneint, ohne
auszulöschen sich

Selbst: ich war vollkommen
in der Fülle meines Denkens –

Die Sprache, die ihr sprecht, ist
nur die Einschränkung

Euer selbst: Sinn gegen Sinn
aufgehäuft in der Zita-

Delle eines Gesichts, so stecken
die Hände in Fesseln!

J. W. Rosch
geb. 1967 in Charkiv, lebt in Frankfurt am Main. Gedichte, Prosa, Roman. Bisher bei LLV erschienen: Jokhang-Kreisel. Gedichte und kurze Prosa mit Zeichnungen von Anna H. Frauendorf (2003), Goðan Daginn. Gedichte. Mit Radierungen von Mechthild Mansel (2010).

Ein Kommentar

Antworte auf den Kommentar von samtmilbe Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert