Der blinde Maler

Von | 7. Januar 2015

Ich bin der erste Mensch, ich bin
ein Gast auf Erden.

Meinen Vater zu töten, war
die logische Konsequenz

Einer Sprache, die verneint, ohne
auszulöschen sich

Selbst: ich war vollkommen
in der Fülle meines Denkens –

Die Sprache, die ihr sprecht, ist
nur die Einschränkung

Euer selbst: Sinn gegen Sinn
aufgehäuft in der Zita-

Delle eines Gesichts, so stecken
die Hände in Fesseln!

Kategorie: Gemütstiefe Realitätsschatten

Über J. W. Rosch

geb. 1967 in Charkiv, lebt in Frankfurt am Main. Gedichte, Prosa, Roman. Bisher bei LLV erschienen: Jokhang-Kreisel. Gedichte und kurze Prosa mit Zeichnungen von Anna H. Frauendorf (2003), Goðan Daginn. Gedichte. Mit Radierungen von Mechthild Mansel (2010).

Ein Gedanke zu „Der blinde Maler

  1. samtmilbe

    zurückfedern:
    tief starten
    hoch fliegen
    nicht lesen
    hello mr. freund.

    weintrauben:
    das kind in meinem bett.

    Antworten

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