die Haut der Äpfel

die Haut der Äpfel im vergangnen Jahr,

im Eis, das aus den Wolken wie von deinen

Augen fällt: und du

erinnerst süßlich an den Tod – ein Schmetterling,

der Eier in die Blüte legt und dann

im Apfel fast am Apfel selbst erstickt. die Flügel

schwelgen in der Säure einer Frucht, gehalten

zwischen – oder tropfend silbrig aus den Ästen

unsres Apfelbaums. ein Traum, vergangnes Jahr,

vergangne Zeit – vergangnen Sommer hat der Falter

sich aus dieser Frucht gezwängt, die Flügel

gaben Staub ans Sonnenlicht

Dieser Beitrag wurde von Timo Krstin am 23. August 2014 um 10:45 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

1 Kommentar »

  1. wäre ich dünn und hätte flügel, so könnte man mich glatt für einen engel halten – doch ich habe dicke fußsohlen, schwere knochen und fett auf den rippen ohne flügel, nicht einmal stummelflügel. daher ist vieles nicht möglich.

    Comment by frau kleist — 24. August 2014 @ 20:41

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