Die Posaunen von Jericho fliegen in den schwarzen Kosmos

Von | 5. Oktober 2008

Und wieder im Kopf so ein Glucksen
Womit vom gluckernden Bauch das
Ohr in der Stirn ausgeschaltet wird.

Dann Stille, zischend so stumm
Dass der Fische strudelnder Reigen
Nicht sichtbar die Netzhaut durchdringt.

Dann – nichts. Die Gedanken ringeln
Sich als Regenwürmer im Gedächtnis:
Schweigen, das den schwarzen Asphalt aufheizt.

Bis die Sprache am Ende des Sommers
Abgeerntet ist, mit Mondsicheln eingelagert
In die papiernen Sargdeckelschichten der Bäume.

Der Stift im Notizbuch ein Leuchtpunkt am Himmel:
Cursor irgendeines falsch programmierten Computers –
Liniengeplapper der Tinte in Liebe zum gestorbenen Papier.

Ein Gedanke zu „Die Posaunen von Jericho fliegen in den schwarzen Kosmos

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