liebenglieb

ich bin     liegengeblieben auf dem teppich habe mich nicht

gerührt als imaginärer staub meine linke schläfe kitzelte habe

nicht gezuckt als mein rechtes bein langsam kribbelnd einschlief vor

mir die ich hellwach liegenblieb

bis du     in mich eingedrungen bist von hinten in meinen schädel

durch die glieder gefahren taubheit zu schmerz gesteigert hast

mich zum stehen brachtest damit ich mir in die augen sehen kann

Dieser Beitrag wurde von Maria Clara am 4. Oktober 2008 um 14:01 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

5 Kommentare »

  1. eingedrungen – ausgewrungen – ausbedungen – ists gelungen?

    Comment by eindringling — 4. Oktober 2008 @ 23:19

  2. Rotes Kleid

    Rotlaich,

    Rotbestickt,

    Red red wine.

    La vida

    in My Blue Heaven.

    Comment by Gesche Blume — 5. Oktober 2008 @ 00:14

  3. Wladimir Majakowski: Aus dem Poem “Über dieses”, 1.Teil: Glauben

    Möge die Erwartung sich wie weit auch immer dehnen -
    wird doch klar der Blick
    bis in die Halluzination hinein.
    Bis zu dem,
    was scheinbar ist -
    diesen Reim nur löse
    vorher auf,
    und dein Lauf
    wird aus der schweren, vollen Zeile
    in das ungekannte, wunderlich gebrochne Leben führen.

    Comment by Juri Tynjanow — 5. Oktober 2008 @ 14:53

  4. Manchmal fühle ich mich wie eine nackte gefräßige Schnecke, die immer wieder ihre Spur in einem unbekannten Garten hinterläßt, einfach nur um zu überleben. Dann kriege ich Stielaugen, meine Lungenflügel beginnen zu flattern und die Nase wölbt sich nach innen. Dann weiß ich – es hat sich nichts verändert auf Erden.

    Comment by Massa Schnick-Schnack — 5. Oktober 2008 @ 18:21

  5. früher yuki-no-hime
    heute yuki-no-kami

    lächelnd steht sie vor ihrem zerrissenen bild

    Comment by Maria Clara — 5. Oktober 2008 @ 20:36

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