Im Flur klimpert die Nachbarin mit Flaschen. Vielleicht will sie noch zum Container. Ich vermute, die Flaschen sind grün. Anfang Herbst. Die Abende machen es vor. Dunkeln zeitiger, und kühler. Im Flur ist es stumm, das Licht sicher schon aus. Vorgestern kamen junge Schwäne geschwommen, auf kurzer Zeile, und sie werden tranig schmecken. Das braune Gefieder, betrachtet am letzten warmen Tag.
Gefieder, kurz
crysantheme
Vyvyan. Der Name allein war schon eine Pose, ein Kostüm. Ich dachte an die Dandys des 19. Jahrhunderts, jene Männer, die sich nicht kleideten, sondern inszenierten. Baudelaire hatte sie als Priester der Schönheit beschrieben, Wilde als Märtyrer der Eleganz.
Und während Eduard sprach, sah ich in Vyvyan genau dieses Erbe. Alle Beiträge von crysantheme ansehen →
Ihr Herbstidyll macht mich nervös.
Sie sind anscheinend leicht aus der Fasson zu bringen, meine Liebe. Empfehle Johanniskraut. Als Tee. Wärmend bei kühlen Tagen. Und Abstinenz tut gut. Von dem, was nervös macht.
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