Boris L. Pasternak
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Weinender Garten
Schrecklicher! – Lässt Tropfen fallen und lauscht,
___ Ob in der Welt allein er
Knickt einen Zweig im Fenster, wie Spitzengewirk,
___ Oder ob da ein Zeuge sei.
Doch quält hellsichtig sich unterm ganzen Gewicht
___ Der Ausflüsse – rotzige Erde,
Und vernehmbar: weithin, wie im August,
___ Es Mitternacht in den Feldern werde.
Kein Laut. Und Zuschauer nicht.
___ Sich ganz seiner Leere sicher,
Macht ran er sich ans Alte – lässt fallen sich
___ Aufs Dach, an Schindeln, dazwischen.
Benetze mir die Lippen und höre mich ein,
___ Ob in der Welt allein ich, –
Für ein Schluchzen bereit bei Gelegenheit, –
___ Oder ist da ein Zeuge.
Doch Stille. Und kein Blättchen schabt.
___ Kein Anzeichen Nebels, außer grausigem Wischen
Einer Schluckreizwelle und des Gischtklangs in Schlappen
___ Und von Seufzern und Tränen dazwischen.