Denken an Orpheus

Von | 7. Juli 2012

„Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?“

„Über die Erkenntnis der Illusion, Urheber der eigenen Handlungen zu sein.“

„Aber inwiefern denn Erkenntnis?“

„Stell dir vor, an deiner Schläfe sei eine Mücke. Kannst du das Jucken spüren?“

„Noch nicht: sie sticht gerade. Da ist nur die Erwartung.“

„Ich wünsche ihr, sie möge sich im Verrinnen der nächsten Minute wieder in die Luft erhoben haben zum Tanz.“

4 Gedanken zu „Denken an Orpheus

  1. crysantheme

    die erde ist die scheiße gottes und es gab bei ihm entwässerungstee zum mittag. der kann so basisch & gesund sein wie er will: kuckt euch nur diese seiche an. pfui. abreißen, bitte! da lob ich mir die venus: still, heiß und wasserlos kreist sie dahin. und ähnlich wie ich viel zu langsam und in die falsche richtung. auch eine form des verstandenwerdens.

    Antworten
  2. rapunzel

    Liebe crysantheme, als catholic schoolgirl mahne ich Sie hiermit ab! Und das auch noch am Sonntag!!! Strafe: 3 Ave Maria, 6 Vater Unser und für ein Quartal regelmäßig zur Beichte. Und da kommt alles zur Sprache. ALLES!

    Antworten
  3. rapunzel

    Den ganzen Tag habe ich an Orpheus gedacht und nun vorm Einschlafen (die Inskriptionen sind das Nachtgebet…) kommt mir die Erkenntnis: Eine Mücke tanzt in meinem Zimmer. Das Licht! Löscht es! Löscht. Es.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.