dein stöckeln.

Von | 5. Juli 2012

*  Aus deinen Berührungen wollte der Tag gekrochen sein. Noch nie ein Aufbäumen. Ein Gelingen bis tief ins Zerschnittene, Übergangne, Entstirnte. Dein Stöckeln wie an anderen Abgründen. Nun gehen wir nicht mehr ans Ufern. Verlang dich aufs Geheime zu. Schnauf mich aus und finde den Atem weit hinter der Stirn. Du sollst breitbeinig verrecken. Selbst der Abend, so verlassen, schluckt dich nicht mehr. So rot, so zart, ganz von sabberndem Sonnenmund gesogen. Geleckt. Gelangweilt. Danach dieses viel zu grandiose Grün das aus seinem Schädel kroch. Ihm wurde dabei kalt.

Kategorie: Trauersymmetrie

Über van hengel

Willi van Hengel: geb. 1963 in Oberbruch, hat Philosophie, Politik und Germanistik in Bonn studiert, Abschlußarbeit über Nietzsche und Derrida, anschließende Dissertation gescheitert, lebt in Berlin. Veröffentlichungen: Lucile (Roman, Berlin 2006), Morbus vitalis (Roman, Schweinfurt 2009), Wunderblöcke (Prosastücke, Schweinfur

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