Genesis neu

Leer war die Erde,
Wüst und leer.
Dann schuf ER
Den Menschen,
Nach seinem Bild,
Steht geschrieben.
Gab ihm die Erde
Zum Wohnen anheim.
Mit Pflanzen, Tieren,
Bergen und Meer,
Auf dass er sie
Nutze und hüte
Zu seinem Glück.
Jahre verwehen
Wie ein Tag.
Der Mensch aber
War nicht allein
Abbild von IHM,
Es liegen immer
Dunkel und Licht
in ewigem Kampf.
Abraxas‘ Schatten
Fliegt über die Welt.
Frieden und Krieg,
Liebe und Hass,
So geht es hin
Bis zum Ende der Zeit.
Der Untertan stirbt
Tausende Tode,
Und die Erde wird sein
Wieder wüst und leer.

MStark
Ich wurde 1963 in Radeberg geboren und lebe in Stolpen bei Dresden. Vorrangig schreibe ich Lyrik, aber auch Prosatexte. Als Autor und Herausgeber habe ich mehrere Bücher veröffentlicht. Internet: www.stark-stolpen.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.