Bier

„Bier ist die totale Einlullung.“

„Was? Wieso denn gerade Bier?“

„Na, Bier hole ich mir, wenn ichs mir gemütlich machen will. So zum Abend. So nach harter Arbeit. Da geh ich dann schnell noch mal in die Kaufhalle, hol mir drei oder vier Flaschen Bier, und dann zieh ich mich in mein Bett zurück und trinke.“

„Und das tut dir gut?“ (Ehrlich gesagt, finde ich Alkohol im Bett die totale Schlamperei. Rotwein? D’accord, meinetwegen. Aber Bier!?)

„Klar!  Klar tut mir das gut. Deshalb mache ich es ja. Bier, das ist Kindheit, das ist Geborgenheit und ich kann wunderbar schlafen. Bier macht selig in der eigenen Welt. Und A. lebt auch in seiner eigenen Welt.“

„Whiskey dagegen macht wach?“

„Wiskey? Habe ich nicht so die Erfahrungen mit. Auf jeden Fall lullt er dich nicht ein.“

Dieser Beitrag wurde von frau kleist am 23. Dezember 2020 um 18:13 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

6 Kommentare »

  1. Ach bitteschön, sagen Sie, was wäre der Unterschied zwischen “lullen” und “einlullen”?

    Comment by Germanist — 2. Januar 2021 @ 10:28

  2. Beim Einlullen wird das Auslullen zum Thema, wenn die Nachtkühle den Hitzeschlag eines Sonnenaufgangs noch vor sich hat. Beim Lullen dagegen die Unerreichbarkeit der Grenze, jenes Ichs, dessen Ix-Ideal durch die Zahl Null symbolisirt wierd. Nuhl, das Nix unter den Gedanken, denen Worte zu folgen pflegen.

    Comment by Im Hellen die Augen schließen — 2. Januar 2021 @ 12:02

  3. Kommentar Nr. 2 – einfach Klasse.

    Comment by Nachtkühle — 5. Januar 2021 @ 19:09

  4. Das beste Mittel gegen negative Gefühle ist ein beherztes und schnelles Handeln.

    Comment by 2021 — 5. Januar 2021 @ 19:28

  5. Fragt sich, ob der Typ mit der Kordel auch so schnell & beherzt handelt.

    Comment by Stefan Zweig: Brief einer Unbekannten — 5. Januar 2021 @ 20:16

  6. “Whiskey? Da komm ick irjendwann nich mehr mit…”

    Comment by Erfahrung — 12. Januar 2021 @ 07:49

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