Mitte der achtziger Jahre. Der Sänger Nicolas Verve hat es zu Ruhm gebracht. Frauen liegen ihm zu Füßen, Männer ahmen seinen Stil nach, legen die Bluejeans ab und das kleine Schwarze an. Toupieren sich die Haare und färben sie bunt. Doch mit dem Abebben der New Romantic-Welle gerät auch der rasant aufgestiegene Stern Nicolas Verves und seiner Band plötzlich ins Sinken. Nicolas ist nur noch auf der Bühne ein Star, durchs Leben taumelt er eher, als dass er stolziert. Depressionen und Liebeskummer machen es ihm nicht leichter. So wird er zur Beute des Zufalls und sein Verstand wittert Verschwörung. Die Musik wird zur Manie. Er kauft sich eine Pistole, doch als er sie sich an die Schläfe drückt und im selben Moment seinen Puls fühlt, findet er seinen jungen Leib zu schade, vor der Zeit zu verfaulen. Der Kameramann ruft Klappe, die Zukunft kann beginnen.
Pop!
crysantheme
Vyvyan. Der Name allein war schon eine Pose, ein Kostüm. Ich dachte an die Dandys des 19. Jahrhunderts, jene Männer, die sich nicht kleideten, sondern inszenierten. Baudelaire hatte sie als Priester der Schönheit beschrieben, Wilde als Märtyrer der Eleganz.
Und während Eduard sprach, sah ich in Vyvyan genau dieses Erbe. Alle Beiträge von crysantheme ansehen →
dear Nic, die 80-er sind 30 jahre her. und manchmal, wenn die wolken besonders tief hängen, dieses wunderbare steingrau wie im Bergmann-film, dann schenkt einem der große kameramann den erstaunlichen zuruf : leben – klappe die 8. und man wundert sich gar nicht mehr. über köstlichkeiten wie: kihnu virve, imeline janiöö…(website-links funktionieren hier leider grad mal wieder nicht)
darauf kann man dann nur den eiszwei dreim ausstoßen : törööö…hoch lebe folk, denn ohne folk – kein pop. und fazit : fäulnis dauert länger als man denkt.
Ja ist denn schon Fassenacht?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,814357,00.html
(feat. finger, auf das was kommen mag, 1 Weihnacht, gegenstücke, poreeleuchten, nussgezwirbel, schlapptulpe)
(langsam rollen sie abwärts, bevor sie in ihr verschwinden.)