semantische absurditäten

schon morgens die tage beginnen zu altern wir müssen
nur noch die stunden erschlagen die stadt liegt trunken am straßenrand
fensterscheiben erbrechen licht … ich … (du) nur der auswurf
des augenblicks um m(d)ich herum blutende wände waagerecht übereinander-
gestapelt die ordnung der dinge verlor sich im herbst
m(d)eine glieder (wahllos) im zimmer verstreut ein arm in der ecke
ein bein auf dem tisch das bulimische herz ins koma
erbrochen mach dir kein bild aus leuchtenden worten unter der erde atme ich
blau du hast den blick für die farben verloren: ich sterbe wie
ich geboren mit einem kräftigen schlag auf den rücken – pflegte nur mit
den toten verkehr – die zeit wirft falten (wie löschpapier)
niemand zeichnet die welt mit tinte (bin nur ein fleck auf weißem grund)
wie viele seiten ein buch doch hat am ende von allem: sag mir
was ist ein gedicht & wozu

Dieser Beitrag wurde von Habakuk am 19. Mai 2020 um 12:05 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

1 Kommentar »

  1. md, dm, cd
    change
    austausch
    aller inhalte
    oder
    nur der adresse (address)
    dd, d

    directory, nicht Direktion
    es sei denn

    wechsel der richtung
    im raum

    “was aus sich selbst spricht”

    Comment by was ist ein gedicht — 21. Mai 2020 @ 09:32

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