Amtspost

Von | 7. Februar 2018

Mein Freund Ali
sagte gestern:
im Iran
hatten sie
einen Papierordner
für Opa, Oma, Eltern
und den Rest
aber hier
in seinem winzigen Zimmer
in der Friedensstraße
hat er allein für sich
zehn Ordner.

Kategorie: Realitätsschatten

Über Wassili Busskläff

Finnegans Wakes, 5,5 ff.: „Of the first was he to bare armes and a name: Wassaily Booslaeugh of Riesengeborg. His crest of huroldry, in vert with ancillars, troublant, argent, a hegoak, poursuivant, horrid, horned. His scutschum fessed, with arches strung, helio, of the second. Hootch is for husbandman handling his hoe.“ Das ist die einzige Erwähnung W. Busskläffs in den Quellen.

2 Gedanken zu „Amtspost

  1. Zeckenalarm

    Wie lustig…gähn. Dieses ewig doofe Klischee der deutschen Bürokratie zu fahren, ist sowas von olle und geht mir aufm Sack. Kein Mensch muss mit Aktenordnern leben. Und kein Mensch wird zum „Deutschleben“ gezwungen.
    Im Klartext: Freund Ali. War es schön im Iran? Nein? Bist du deswegen hier? Und? Fliegen dir hier nun die goldenen Tauben in den Mund?
    Freund Ali, kann ich auch in Iran leben? Oder verstehe ich das nicht? Weil, ich kenn ja nur das 10-Aktenordner-System….

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  2. Professor für Literatur

    Dieses Gedicht würde ich dem kapitalistischen Realismus zuordnen.

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