elefantensamba

fliegt ein schiff durch meinen kopf
ein hamburger viermaster
die segel gesetzt

von den bergen und schlachtfeldern
von einer trauernden mutter und geliebten
trägt der wind stimmen
in die städte

wir pflücken nächte und binden sie
zu einem großen strauß
der elefant schaut in den himmel

die bienenzüchter und kriegstreiber
haben zulauf
füttern königinnen und kronprinzen
mit honig und waffenarsenalen aus den bergen

das haus ist ein sprechender zigarettenautomat
darin wohnen kann tödlich sein
aus den schachteln und hülsen drängen stimmen

die haut ist ein geduldiges raubtier
jede nacht macht sie beute
wandern elefanten in die stadt
trompeten und tanzen samba

Dieser Beitrag wurde von Werner Weimar-Mazur am 17. August 2016 um 18:34 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

2 Kommentare »

  1. elefantensamba – den eindruck hab ich inzwischen auch, wenn ich auf diese seite gehe… lassen sie das porzellan im schrank.

    Comment by frau kleist — 27. August 2016 @ 11:18

  2. Ich könnte das täglich hören: ik heff man en Hamburger Veermaster sehn, to my hooday. De Masten so scheev as den Shipper sien Been… Und alle!

    Comment by Shantyman — 2. September 2016 @ 08:04

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